Sonntag, 30. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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 Heute vor zwei Jahren melden wir den Verlust des Passes ans Einwohnermeldeamt.

Samstag, 29. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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 Heute vor zwei Jahren besuchen wir das Heiligtum der
Kabiren (griechisch Κάβειροι (Kabeiroi), die großen (Götter), die Mächtigen lat. Cabiri)




Wikipedia:
Kabiren waren chtonische Gottheiten, die besonders auf den nordägäischen Inseln Samothrake und Lemnos verehrt wurden. Sie fanden aber auch in Ägypten und Phönizien Verehrung. Die Griechen entlehnten diesen Geheimkult offenbar von den Phrygiern. Obwohl die Herkunft der Bezeichnung "Kabiren" semitisch, genauer gesagt phönizisch ist ("kabir" bedeutet "groß"), deutet nichts darauf hin, dass auch der Kult seine Ursprünge in Phönizien hat.
Ursprünglich handelte es sich zunächst um nur zwei Götter: ein älterer, nachmals als Hephaistos oder (in Böotien) mit Dionysos zugeordnet, und ein jüngerer, Kadmilos oder Kasmilos genannt und vielfach mit Hermes oder dem thebanischen Kadmos oder dem troischen Dardanos identifiziert. Als ihre Verehrung mit dem Kult der Demeter und Kora oder der Rhea in enge Verbindung getreten war, erschien auch eine weibliche Kabirin. Von den vier überlieferten Götternamen, die aus Mysterien der Kabiren, wahrscheinlich aus Theben bekannt sind, Axieros, Axiokersa, Axiokersos und Kadmilos, wurde behauptet, sie bezeichneten Demeter, Persephone, Hades und Hermes. Auf Samothrake waren sie Beschützer der Seefahrer und Schiffbrüchigen. Die Kabiren von Lemnos erscheinen als drei Söhne des Hephaistos und der Kabeiro und waren Schmiede, darum wurden sie Hephaistoi genannt, was sie in die Verwandtschaft zu den Telchinen rückt, jenen göttlichen Künstlern, die die ersten Götterstatuen nach menschlichem Bild aus Erz geformt haben sollen.

Das antike Samothráke liegt seit alters an einem für Nautik und Fernhandel bedeutenden Punkt: Da eine ständige Meeresströmung aus den Dardanellen in die Ägäis läuft, sammelten sich hier die Segelschiffe, die einen günstigen Wind für die Durchfahrt ins Schwarze Meer abzuwarten hatten. In dieser Situation waren sie eine leichte Beute für Piraten.
Samothrake soll nach Herodot von Pelasgern, nach anderen Quellen vom Thrakischen Stamm der Kabeiroi oder durch Dardanos mit Arkadiern und Troern kolonisiert worden sein. Historisch gesichert ist eine Kolonisierung durch Aioler aus Lesbos um 700 v. Chr., die auf Samothrake einen Stadtstaat (Polis) begründeten.
In der Schlacht bei Salamis (480 v. Chr., dritter Perserkrieg) kämpften die Bewohner von Samothrake auf Seiten der Perser, danach wurden sie (tributpflichtige) Bundesgenossen der siegreichen Athener, bis zu deren Niederlage im Peloponnesischen Krieg gegen Sparta.
Nach der Eroberung des Perserreiches durch Alexander den Großen, im Hellenismus, war Samothrake ein bedeutendes Heiligtum für die (die Seefahrt beschützenden) Dioskuren, das von den (daran geostrategisch interessierten) ägyptischen Pharaonen aus dem Haus der Ptolemaier reich ausgestattet wurde; es war also auch zugleich ein bedeutender Handelsplatz (vgl. Delos). Mit dem Ende der Diadochen-Reiche geriet die Insel unter römische Herrschaft. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert, nach den marianischen Bürgerkriegen, wurde der an Weihgeschenken reiche Tempelbezirk von Seeräubern geplündert.
In der Apostelgeschichte (Apg 16,11) wird Samothraki namentlich erwähnt: „Wir fuhren von Troas auf dem kürzesten Weg zur Insel Samothrake, und am zweiten Tag erreichten wir Neapolis“.

Mittelalter und Neuzeit

Samothraki stand nach dem Untergang des Römischen Reiches unter byzantinischer, venezianischer und genuesischer Herrschaft. Ab 1457 gehörte die Insel zum Osmanischen Reich und bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zum Wilajet Dschesair, der türkische Name der Insel ist Semadirek. Infolge der Balkankriege fiel Samothraki 1912 an Griechenland, und stand 1941 bis 1945 unter bulgarischer Oberhoheit. Gemäß dem Vertrag von Lausanne und dem Vertrag von Montreux ist die Insel demilitarisiert.
Seit Ende der 1950er Jahre arbeiteten viele Samothraker als Gastarbeiter unter anderem bei Mercedes, und ein schwäbischer Einfluss ist auch jetzt noch an Einzelzügen der Ortschaften bemerkbar. Im Raum Stuttgart und Waiblingen leben und arbeiten mehr Samothraker als anderswo in Deutschland.

Freitag, 28. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren sind wir endlich auf der Insel!





Donnerstag, 27. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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 Heute vor zwei Jahren kämpfen wir wieder einmal mit den Dornen.

Mittwoch, 26. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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 Heute vor zwei Jahren fahren wir die anstrengendste, aber auch schönste Etappe in Europa.

Dienstag, 25. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren werden wir in Xanthi (griechisch Ξάνθη [ˈksanθi] (f. sg), türkisch İskeçe, bulgarisch Sketscha Скеча) überfallen.

Montag, 24. September 2012

Heute vor zwei JAhren


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Heute vor zwei JAhren kommen wir am Wegweiser nach Konstantinopel vorbei.



Heute schreibt das Auswärtige Amt zu Georgien. Diese Route hatten wir ja geplant und mußten sie aufgeben:
Die Lage in Georgien ist – mit Ausnahme der Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien - insgesamt ruhig. Insbesondere vor und nach den anstehenden Parlamentswahlen am 1. Oktober 2012 wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden.
Während eine Einreise über Land z.B. über die Türkei problemlos erfolgen kann, ist der Reiseverkehr über Land zwischen der Russischen Föderation und Georgien für Ausländer nur erschwert möglich oder gar völlig unterbrochen.
Der Grenzübergang Dariali / Hoher Lars an der M3 („Georgische Heerstraße“) konnte von 2006 bis 2011 nur von georgischen Staatsangehörigen und Staatsangehörigen der GUS-Staaten genutzt werden, ist inzwischen aber auch für den internationalen Reiseverkehr wieder geöffnet. Dennoch können Schwierigkeiten beim Grenzübertritt nicht ausgeschlossen werden. Vor allem aber ist hierbei die Sicherheitslage im Nordkaukasus zu beachten: Von Reisen dort wird dringend abgeraten (siehe Reise- und Sicherheitsweise Russische Föderation).
Eine Einreise über die georgisch-russische Grenze in die georgischen Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien wird seitens der georgischen Behörden weiterhin als illegaler Grenzübertritt geahndet (siehe unten).
1. Sicherheit in den Landesteilen Südossetien und Abchasien und in der Nähe der Verwaltungsgrenzen 
Beide Gebiete befinden sich nicht unter der Kontrolle der Regierung in Tiflis. In den Gebieten und an deren Verwaltungsgrenzen sind russische Truppen stationiert.
Die Situation in den Konfliktregionen kann sich jederzeit ändern. Informieren Sie sich daher auch über die lokalen Medien.
Das georgische „Gesetz über die besetzten Gebiete“ untersagt Reiseverkehr, wirtschaftliche Aktivitäten, Erwerb von Grund und Boden bzw. Immobilien sowie andere Aktivitäten in Abchasien und Südossetien mit nur wenigen Ausnahmen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geld- oder Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Es wird daher dringend geraten, sich im konkreten Fall rechtzeitig über die entsprechenden Regelungen zu informieren, und die notwendige Zustimmung der georgischen Regierung einzuholen – Hinweise und Erlaubnis zur Einreise geben das Georgische Außenministerium (www.mfa.gov.ge) und das Ministerium für Reintegration ().
Abchasien:
Von Reisen nach Abchasien wird grundsätzlich abgeraten. Wegen der schwierigen Sicherheitslage, insbesondere im Bezirk Gali nahe der Waffenstillstandslinie bzw. Verwaltungsgrenze, wird unbedingt empfohlen, die Reisenotwendigkeit sehr sorgfältig zu prüfen und die vorherige Zustimmung des georgischen Außenministeriums einzuholen.
Die Autonome Republik Abchasien in Nordwest-Georgien gehört völkerrechtlich zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in diesem Landesteil ist seitdem prekär. Es kommt zu Zwischenfällen. In einigen Teilen der Region liegen teils nicht gekennzeichnete Minenfelder.
Abchasien ist für den internationalen Reiseverkehr gesperrt. Eine legale Ein- und Ausreise in  bzw. aus dem Gebiet heraus ist gemäß dem „Gesetz über die besetzten Gebiete“ über die russisch-georgische Grenze in Abchasien nicht möglich – es sei denn in besonderen Ausnahmefällen mit vorheriger Zustimmung der georgischen Regierung. Ein ungenehmigter Grenzübertritt (z. B. am Grenzübergang Psou) wird von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt nach Georgien behandelt. Bei anschließender Weiterreise über die Waffenstillstandslinie bzw. Verwaltungsgrenze in benachbarte georgische Landesteile bzw. beim Ausreiseversuch über reguläre georgische Grenzübergänge drohen daher Festnahme und Strafverfahren. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/Georgien eingereist wurde.
Südossetien:
Vor Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion wird ausdrücklich gewarnt. Für eine Einreise in die Region sollte die Zustimmung des georgischen Außenministeriums eingeholt werden.
Das Gebiet Südossetien gehört völkerrechtlich zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter dem Einfluss der georgischen Regierung. Die Lage in Südossetien ist weiterhin prekär und unübersichtlich. Trotz der Bemühungen zur Umsetzung des Waffenstillstandes nach dem Krieg 2008 kommt es insbesondere in der Umgebung der Verwaltungsgrenzen von Südossetien noch zu bewaffneten Zwischenfällen. Es besteht in diesem Gebiet auch weiterhin eine erhöhte Gefahr durch Minen und nicht explodierte Munition, da es während des Krieges von Kampfhandlungen betroffen war.
Auch Südossetien ist für den internationalen Reiseverkehr gesperrt. Eine legale Ein- und Ausreise in bzw. aus dem Gebiet heraus (Roki-Tunnel) ist über die russisch-georgische Grenze nicht möglich. Ein Grenzübertritt wird von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt behandelt. Bezüglich der möglichen Konsequenzen gilt das oben zu Abchasien Gesagte.
2. Sicherheit im übrigen Georgien
Die Lage im übrigen Georgien ist insgesamt ruhig. Gegen die Nutzung der Hauptverbindungsstraße zwischen Ost und West (M 1), die relativ nahe an Südossetien vorbei führt, bestehen keine Bedenken. Ebenso gibt es keine Bedenken gegen die Nutzung der sogenannten „Alten Georgischen Heerstrasse“(M3), die ebenfalls nahe an Südossetien vorbei auch in das Skigebiet Gudauri führt.
In der Vergangenheit vereinzelt erfolgte oder verhinderte Sprengstoffanschläge in Vororten von Tiflis gebieten besondere Vorsicht.
Es wird insbesondere vor und nach den georgischen Parlamentswahlen am 1. Oktober 2012 empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden.
Georgien liegt in einer Region seismischer Aktivität. Ein Erdbeben in Tiflis forderte im Jahr 2002 fünf Todesopfer; ein Erdbeben ca. 150 km von Tiflis entfernt erreichte im Jahr 2009 den Wert 6,2 auf der Richter-Skala. 
Kriminalität
Grundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden.
In Tiflis gibt es gelegentlich Berichte über Raubüberfälle und Taschendiebstahl. Reisende sollten entsprechende Vorkehrungen treffen, sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind zu meiden. Bei einem Überfall sollte wegen nicht zu unterschätzender Gewaltbereitschaft kein Widerstand geleistet werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften – obwohl in Georgien legal – in der georgischen Gesellschaft weniger ausgeprägt ist als in Westeuropa. Daher sind auch gewalttätige Übergriffe auf Homosexuelle und gleichgeschlechtliche Paare, insbesondere bei öffentlichem Zeigen ihrer gegenseitigen Zuneigung nicht auszuschließen.

Sonntag, 23. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren  erreichen wir erstmals das Meer!

Heute sehen wir einen interessanten Bericht über Istanbul.

Samstag, 22. September 2012

Heute vor zwei JAhren


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Heute vor zwei JAhren treffen wir viele Griechen aus Deutschland.

Freitag, 21. September 2012

Donnerstag, 20. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren wird uns Reiseradlern ein Hotelzimmer verweigert.

Mittwoch, 19. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren fahren wir erstmals selbstbewußt Autobahn.

Heute lesen wir von der deutschen Visa-Praxis. Gut, daß wir kein deutsches Visum brauchten! 

Dienstag, 18. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren brauchen wir noch einen Genesungstag unter der Brücke.


Heute lesen wir die Nachricht des Auswärtigen Amtes zum Iran:

  • Reisenden wird besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse um den umstrittenen islamfeindlichen Film zur Vorsicht geraten und dringend empfohlen, jegliche Kundgebungen, Menschenansammlungen oder Demonstrationen weiträumig zu meiden. Insbesondere sollten Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen, ihres Umfeldes oder von Polizisten/ Sicherheitskräften und öffentlichen Gebäuden unter allen Umständen vermieden werden, da dies als Spionagetätigkeit gewertet werden kann.
  • Nach den Massenprotesten gegen die Präsidentschaftswahlen im Juni 2009, die vielfach unter Anwendung von Gewalt aufgelöst wurden und auch Tote gefordert haben, und den schweren Übergriffen auf die britische Botschaft in Teheran (29.11.2011) ist die Lage in der Hauptstadt Teheran ruhig, aber weiterhin angespannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Proteste und Demonstrationen zu politisch sensiblen Daten immer wieder aufflammen können. Reisende sollten während des Aufenthalts in Iran die aktuelle politische Lage aufmerksam verfolgen und unter anderem an folgenden Daten besondere Vorsicht walten lassen: 11. Februar – Revolutionstag; 14. Februar – Jahrestag von Anti-Regierungsdemonstrationen; 4. November - Besetzung der US-Botschaft; 24. November 2012 – Ashura Fest; 29. November – Übergriffe auf die britischen Botschaft; 7. Dezember - sog. Studententag
  • Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon) sollte insgesamt restriktiv und mit der gebotenen Sensibilität gehandhabt werden. Dem Auswärtigen Amt sind Fälle bekannt geworden, in denen Touristen Kameras abgenommen und sie vorübergehend festgenommen wurden, da sie verdächtigt wurden, öffentliche Gebäude oder Demonstrationen fotografiert zu haben. Ebenfalls abzusehen ist vom Versenden von Fotos oder Reiseberichten, die in irgendeiner Weise Bezug zu aktuellen politischen Entwicklungen haben. Gleiches gilt für SMS und Telefonate. Die entsprechende Kommunikation wird überwacht und es sind Fälle bekannt, bei denen ausländische Staatsangehörige aufgrund derartiger Kommunikation mit ihrem Heimatland angeklagt und verurteilt worden sind. Die Kommunikation im Inland und mit dem Ausland ist phasenweise sehr schwierig und nicht immer möglich.
  • Iranischen Bürgern ist seit 4. Januar 2010 der Kontakt zu zahlreichen westlichen Organisationen und Medien verboten ist. Iraner wurden zudem aufgefordert, keine Kontakte mit Ausländern, ausländischen Botschaften und mit ihnen zusammenarbeitenden Organisationen „über das normale Maß“ hinaus zu pflegen. In Einzelfällen wurden deutsche Staatsangehörige, die ihre Unterkunft in Iran über soziale Netzwerke im Internet organisiert hatten, von den iranischen Behörden überprüft und um sofortige Ausreise gebeten. Reisende sollten dies bei der Wahl einer Unterkunft insbesondere bei ihnen persönlich unbekannten Gastgebern bedenken.
  • Seit Mitte September 2011 ist bereits vor der Beantragung eines iranischen Visums die Vorlage einer für Iran gültigen iranischen oder deutschen Unfall- und Reisekrankenversicherung notwendig. Der Versicherungsschutz muss bei Antragstellung gegenüber der iranischen Auslandsvertretung nachgewiesen werden.
  • Reisende, die neben der deutschen auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen, werden vermehrt nach Einreise von den iranischen Sicherheitsbehörden über den Grund ihres Auslandsaufenthaltes verhört. Möglich sind auch Passentzug und Verhängung einer Ausreisesperre, sowie Überprüfung von Handys, Kamera und PC. Auch eine strafrechtliche Verfolgung von politischen Aktivitäten in Deutschland (z.B. Teilnahme an anti-iranischen Demonstrationen in Deutschland), bis hin zu Inhaftierung und Verurteilung in Iran, kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Reisende haben in Iran keinerlei Möglichkeiten Geld abzuheben oder sich anderweitig zu beschaffen. Eine Zahlung mit Kreditkarte ist nur in sehr seltenen Ausnahmefällen möglich. Traveller Schecks können nicht umgetauscht werden. Es gibt auch keine offiziellen Überweisungswege, die ausländische Touristen kurzfristig nutzen könnten. Reisende sollten bei ihrer Urlaubsplanung deshalb unbedingt beachten, dass sie für ihren Aufenthalt in Iran genügend Bargeld bei sich führen.
  • Alle Deutschen, die sich auch nur vorübergehend in Iran aufhalten, können in eine Krisenvorsorgeliste aufgenommen werden. Die Botschaft rät dazu, auch für kurze Aufenthalte von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen damit sie - falls erforderlich - in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit Deutschen schnell Verbindung aufnehmen kann. Die Deutschenlisten haben sich auch bei den Unruhen der vergangenen Monate in anderen Ländern der Region als sehr hilfreich erwiesen. Die Liste wird ausschließlich elektronisch geführt, eine Registrierung kann unter folgendem Link erfolgen: https://service.diplo.de/elefandextern/registration.do. Eine gesonderte Übersendung der Personen- und Aufenthaltsdaten an die Botschaft ist nicht notwendig. 
  •  Terrorismus
Iran war in den letzten Jahren unregelmäßig Ziel terroristischer Anschläge, zuletzt zunehmend in Minderheitenregionen. Die Anschläge richteten sich bisher nicht gegen Ausländer oder Touristen. Reisende in Grenzregionen Irans zu Irak und zu Pakistan sollten grundsätzlich immer auch die jeweils aktuelle Lage in den Nachbarländern in Betracht ziehen.
Seit Anfang 2009 haben iranische Sicherheitskräfte ihr Vorgehen gegen bewaffnete Gruppierungen in der Provinz Sistan-Belutschistan (Südosten, Grenze zu Pakistan/Afghanistan) stark ausgeweitet. Sicherheits- und Personenkontrollen wurden verstärkt, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die iranische Regierung hat die Provinz im November 2007 für ausländische Staatsangehörige zur „no-go-area“ erklärt. Wiederholt wurden Ausländer in der Region festgehalten und längeren Verhören unterzogen. Eine Weiterreise war in manchen Fällen nur noch mit iranischer Polizeieskorte möglich. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer zunehmenden Zahl bewaffneter Angriffe auf die Sicherheitskräfte in den letzten Monaten. Die Situation in unmittelbarer Grenznähe und in der Provinzhauptstadt Zahedan gilt als gefährlich. Zuletzt wurden am 15. Dezember 2010 bei einem Anschlag in einer Moschee der Stadt Chabahar mindestens 38 Menschen getötet und me hr als 50 verletzt. Zuvor waren bei einem Doppelanschlag nahe einer schiitischen Moschee in Zahedan am 15. Juli 2010 mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300 Personen wurden verletzt. Bei einem weiteren Selbstmordanschlag waren am 18. Oktober 2009 mindestens 42 Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Der Anschlag richtete sich gegen die Iranischen Revolutionsgarden, es gab allerdings auch zivile Opfer. Im September 2010 wurden bei einer Geiselnahme in dieser Region vier Menschen getötet.
In der Provinz Kurdistan und der ebenfalls von Kurden bewohnten Provinz West Azerbaijan gibt es immer wieder Anschlagserien gegen lokale Repräsentanten aus Justiz, Sicherheitskräften und sunnitischem Klerus. In diesem Zusammenhang haben Sicherheitskräfte ihr bereits seit Frühjahr 2009 intensiviertes Vorgehen gegen kurdische Separatistengruppen noch einmal verstärkt, bei Auseinandersetzung z.B. in der Stadt Sanandaj gibt es immer wieder Todesopfer. z.B. am 7.Oktober 2010 und 25. März 2011 als nach Medienberichten insgesamt sechs Polizisten und ein Passant ums Leben gekommen sowie zwölf weitere Personen verletzt wurden. Am 1. April 2011 wurden vier weitere Personen bei einem Bombenanschlag nahe der Stadt Marivan getötet. Seit Mitte Juli 2011 gibt es in der Region wieder verstärkt Kampfhandlungen zwischen Militär und der kurdischen Separatistenorganisation PEJAK, mit mehreren Todesopfern auf beiden Seiten. Insbesondere die Grenzregio nen zum Irak und die Region um die Stadt Sardasht waren betroffen.
Terrorismus in anderen Landesteilen: Bei zwei Bombenanschlägen in Teheran, die sich offenbar gegen zwei iranische Nuklearwissenschaftler richteten, wurden am 29. November 2010 eine Person getötet und mehrere verletzt. Zu einer Bombenexplosion kam es am 12. April 2008 in einer Moschee in der südiranischen Stadt Shiraz. Es wird empfohlen, bei Reisen in die Provinz Khuzestan die Entwicklung der Sicherheitslage aufmerksam zu verfolgen. Am 15. April 2011 kam es anlässlich des sechsten Jahrestages der Niederschlagung der Proteste der arabischstämmigen Bevölkerung gegen eine Politik der Iranisierung in der Provinz im Jahre 2005 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und der arabischen Minderheit in Ahwaz und mehreren anderen Städten der Provinz (u.a. Hamidiyeh, Abadan, Khorramshahr). Dabei wurden mindestens 12 Menschen getötet und 20 verletzt. Jegliche Menschenansammlungen sollten weiträumig gemieden werden.
Reisen über Land
Bei Individualreisen sollten Sie grundsätzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen.
Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich abgeraten.
Bei Reisen - insbesondere bei Individual- oder Trekkingreisen - in den Provinzen Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in den Grenzgebieten Irans mit Pakistan und Afghanistan besteht ein erhebliches Entführungsrisiko. Des Weiteren  gibt es Berichte über sexuelle Belästigungen weiblicher Individualreisender.
Auf der Strecke Zabul-Zahedan besteht ein Überfall- und Entführungsrisiko, auf der Strecke Kerman-Bam wurden nach Errichtung einer Straßensperre Reisende von Mitgliedern einer terroristischen Gruppierung erschossen. Es wird daher dringend davon abgeraten, auf dem Landweg, insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad, nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen.
Für Afghanistan, Irak und die an Iran grenzende pakistanische Provinz Belutschistan bestehen Reisewarnungen.
Die Deutsche Botschaft in Teheran kann bei der Beantragung von Visa für die Länder Afghanistan und Irak sowie für Reisen nach Pakistan oder Indien auf dem Landweg durch die oben genannten Regionen keine Unterstützung gewähren. Nach Auskunft der pakistanischen Botschaft in Teheran können nur noch Visa an deutsche Staatsangehörige erteilt werden, die ihren Wohnsitz in Iran haben und im Besitz einer iranischen Aufenthaltserlaubnis sind. Weitere Informationen können Sie auf der Webseite der Botschaft unter: http://www.teheran.diplo.de/Vertretung/teheran/de/04__rk/Bescheinigungen/__bescheinigungen.html nachlesen
Bootsexkursionen
Besonderheiten in der „Straße von Hormuz
Bei Bootsexkursionen vor der Westküste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und in die „Straße von Hormuz“ wird dringend empfohlen, die Gewässer um die Inseln Abu Moussa, Greater Tumb und Lesser Tumb zu meiden. Die drei Inseln werden sowohl von den VAE als auch von Iran beansprucht und in Seekarten als zum jeweiligen Territorium gehörend ausgewiesen. Ausländische Bootsbesatzungen, die sich den Inseln von VAE-Seite genähert haben, sind von iranischer Seite unter dem Vorwurf der "Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer und illegaler Einwanderung" festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt worden.
Kriminalität
In Teheran kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B. nach erfolgter "Kontrolle" die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen. Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und auf der Straße (auch durch Motorradfahrer) ist steigend. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da sich Diebe k.o.-Tropfen bedienen, mit denen Touristen betäubt und komplett ausgeraubt werden. Im Sommer 2009 ist in Nordteheran ein Entführungsfall bekannt geworden, bei dem ein Doppelstaater in seiner Wohnung von einer Gruppe Männern abgeholt wurde, die sich als Polizisten ausgaben, Polizeiuniformen tr ugen und gefälschte Dienstausweise vorzeigten. Die Entführer versuchten, eine Lösegeldsumme zu erpressen. Er wurde über mehrere Wochen festgehalten, ehe der Polizei die Befreiung gelang.
Die in Iran geltenden Gesetze und moralischen Wertvorstellungen sind unbedingt zu respektieren (siehe auch "Besondere strafrechtliche Vorschriften").
Naturkatastrophen
Mit Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes muss in allen Teilen des Landes gerechnet werden.

Militärische Sperrgebiete
Obwohl bestimmte Straßen auf Karten unter Umständen als befahrbar ausgewiesen sind, sollten Hinweisschilder auf militärische Sperrgebiete unbedingt beachtet werden. Dies gilt insbesondere für die Strecke SEMNAN - MO'ALLEMAN - JANDAQ durch die Wüste DASHT-E KAVIR. Auch in der Grenzregion zum Irak und insbesondere in der Provinz Kurdestan gibt es zahlreiche Sperrgebiete, die in jedem Falle gemieden werden sollten.

Montag, 17. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren sind wir froh über unsere Quelle im Vardartal (auch Wardar, mazedonisch Вардар; griechisch Vardaris Βαρδάρης – heute meist Axios Αξιός). 

Wikipedia:
Im Vardar-Tal verläuft die wichtigste (kürzeste und daher ökonomischste) Nord-Süd-Verbindung in Südosteuropa, der so genannte Korridor 10 im europäischen Verkehrsnetz der Paneuropäischen Verkehrskorridore. Dort verlaufen die Eisenbahnstrecke (Belgrad–Skopje–Thessaloniki) und die Nord-Süd-Autobahn. Östlich der Stelle, wo der Vardar (Axios) die mazedonisch-griechische Grenze passiert, befindet sich der Autobahngrenzübergang Bogorodica/Evzoni. Die griechische Autobahn 1 führt entlang des Axiostals nach Thessaloniki, allerdings in einigen Kilometer Abstand östlich des Flusses. Die Eisenbahnlinie Skopje–Thessaloniki überquert die Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland parallel zum Fluss Vardar (Axios) bei Gevgelija/Idomeni. Die Erdölpipeline von Thessaloniki nach Skopje führt ebenfalls parallel zum Fluss Axios.
Die historischen Bezeichnungen Vardar-Republik oder Vardar-Mazedonien beziehen sich auf den Fluss Vardar als Namensgeber. Diese Bezeichnungen sind auch als Kompromiss im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland in der Diskussion. Vardar-Mazedonien bezeichnet in jedem Fall den nördlichsten Teil der historischen Region Mazedonien bzw. Makedonien.

Sonntag, 16. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren schrieb die Süddeutsche über Provokationen durch Koranverbrennung. Wir wissen davon noch nichts; wir sitzen fest im unwegsamen Gebirge wegen hohem Fieber.


Vor einem Jahr war es ähnlich.

Heute wiederholen sich die Meldungen.

Samstag, 15. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren  fahren wir durch Skigebiete für Kanadier und Scheichs.

Mazedonien, auch Makedonien, (mazedonisch Makedonija Македонија, albanisch Maqedonia), amtlich Republik Mazedonien bzw. Republik Makedonien (maz. Republika Makedonija Република Македонија, alb. Republika e Maqedonisë) Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (kurz EJRM, englisch Former Yugoslav Republic of Macedonia, kurz FYROM)

Kosovo (auch der Kosovo oder das Kosovo;[5] albanisch Kosova/Kosovë, serbokroatisch Kosovo/Косово)






 Heute schreibt das Auswärtige Amt zur Türkei:

Terrorismus

Seit Mitte Juli 2011 kommt es wieder verstärkt zu Anschlägen gegen türkische Sicherheitskräfte sowie Militär- und Polizeieinrichtungen durch die als Terrororganisation gelistete PKK, vor allem im Südosten des Landes. In einer Erklärung der PKK-nahen Organisation „Freiheitsfalken Kurdistan“ (TAK) vom 22.08.2011 heißt es, dass auch auf Zivilisten und Touristen keine Rücksicht genommen werde.
Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschlägen militanter Gruppierungen in der Vergangenheit auch gegen nicht-militärische Ziele, u.a. in Istanbul, muss in allen Teilen der Türkei weiterhin grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.
Am 11.09.2012 wurden bei einem Selbstmordattentat vor einem Polizeirevier in Istanbul ein Polizist getötet und sieben weitere Personen verletzt.
Bereits am 20.08.2012 starben bei einem Anschlag in Gaziantep 9 Personen, darunter 4 Kinder, 69 Personen wurden verletzt. Es wird vermutet, dass der Anschlag einer Polizeistation galt. Die Betroffenen waren Zivilisten, die zu dieser Zeit an einer Bushaltestelle warteten.
Vor diesem Hintergrund wird bei Reisen in den Südosten des Landes zu größter Vorsicht geraten. Von Überlandfahrten sollte nach Möglichkeit abgesehen werden. In der Region kommt es weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, belebte Plätze im innerstädtischen Bereich, Verkehrsmittel des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sowie Regierungs- und Militäreinrichtungen zu meiden bzw. die Anwesenheiten an solchen Orten auf das unbedingt erforderliche Maß einzuschränken.

Reisen über Land

In Bereichen nahe der syrischen Grenze ist mit verstärktem Militär- und Jandarmaaufkommen zu rechnen. Hier sollte beim Fotografieren besondere Sorgfalt beachtet bzw. davon abgesehen werden. Es wird empfohlen, sich nicht in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze und in grenznahen Dörfern aufzuhalten und insbesondere türkisch-syrische Grenzanlagen zu meiden und diese auch nicht zu fotografieren.
Im Osten und Südosten des Landes kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Die PKK hat in jüngster Zeit ihre Aktionen gegen die türkischen Sicherheitskräfte intensiviert. Die türkische Regierung hat harte Gegenmaßnahmen angekündigt. Reisen in diesen Landesteil sind daher mit einem deutlich erhöhten Risiko behaftet. Auch grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Stellungen im Nordirak sind in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen. Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist mit starken Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und Militärbewegungen zu rechnen.
Der türkische Generalstab hat sechs Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkâri zu zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen. Dies betrifft insbesondere das Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak (in den Bergen, um und zwischen Sirnak und Hakkari befinden sich mehrere Sperrzonen) sowie nordwestlich von Diyarbakir und südöstlich der Ortschaft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak).
Diese Militärsperrgebiete sind allerdings nicht immer eindeutig gekennzeichnet. Für solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot für das Betreten und Fotografieren. Sollten Sie beabsichtigen, in den entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu reisen, wird geraten, vor Reiseantritt das für Ihren Wohnort zuständige türkische Generalkonsulat oder die türkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der von Ihnen bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich während der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen.
Zu beachten ist grundsätzlich, dass bezüglich militärischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmäßig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Auch wenn ein solches nicht ausdrücklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen abgesehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten. Gerade im türkisch-syrischen Grenzgebiet, aber auch generell an den östlichen Grenzen der Türkei, ist ein hohes Maß an individueller Sensibilität gefordert. Weisungen türkischer Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.

Freitag, 14. September 2012

Heute vor zwei JAhren


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 Heute vor zwei JAhren setzen wir uns mit den Folgen des Krieges auseinander.


Wikipedia:
Belgrad versuchte die Unabhängigkeitsbestrebungen zuerst militärisch zu unterdrücken. So intervenierte die Jugoslawische Volksarmee (JNA) zuerst 1991 in Slowenien (10-Tage-Krieg) und daraufhin in Kroatien (Kroatienkrieg). Als dies jedoch misslang, verschoben sich die Kampfhandlungen zunächst auf die von Krajina-Serben beanspruchten Gebiete in Kroatien. Im Folgenden verlagerte sich der Krieg dann immer mehr nach Bosnien-Herzegowina (Bosnienkrieg). Letztendlich gelang den drei Staaten aber die Durchsetzung der Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeitsbestrebungen im Kosovo (Kosovokrieg) führten 1999 zu Interventionen der NATO auf dem gesamten Territorium der Teilrepublik Serbien, die schließlich die Einrichtung einer UN-Verwaltung in der Provinz bei bestehender Zugehörigkeit des Gebietes zur Bundesrepublik Jugoslawien zur Folge hatten.

Donnerstag, 13. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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 Heute vor zwei Jahren kommen wir an einer Autobahn vorbei, die Emirat Kuwait (arabisch ‏الكويت‎, DMG al-Kuwait, deutsch auch: Kuweit), USA und Ägypten (arabisch ‏مصرMiṣr, offiziell Arabische Republik Ägypten) bauen und einem Flughafen, gebaut von den Vereinigten Arabischen Emiraten (arabisch ‏الإمارات العربيّة المتّحدة‎, DMG al-Imārāt al-‘Arabīya al-Muttaḥida).

Wikipedia:
Das Potential für Flugverkehr ist im armen albanischen Nordosten nicht groß. Ein Businessplan wurde von Regierungsseite noch nicht erstellt.[5] Insbesondere seit der Eröffnung der Autobahn von Durrës nach Kukës fehlt der Bedarf an inneralbanischen Flügen:[6] Reisen mit dem Auto in die albanischen Zentren an der Küste sind dadurch um viele Stunden kürzer geworden und sehr günstig.
Dank der neuen Autobahn steht der Flughafen aber in direkter Konkurrenz zum Flughafen Tirana, der nur etwa anderthalb Stunden entfernt ist.[5] Ein weiteres mögliches Potential besteht im internationalen Reiseverkehr nach Kosovo. Kukës, das 45 Kilometer von Prizren entfernt ist, könnte als Verkehrsflughafen für den Südwesten Kosovos dienen und so den Flughafen Prishtina entlasten, der auch wegen ungünstiger Wetterbedingungen immer wieder geschlossen werden muss.[1][5] Ursprünglich soll der Flughafen vor allem für Warentransporte errichtet worden sein.[7]
Internationale Flüge können zur Zeit aber ab dem Flughafen Kukës nicht durchgeführt werden. Hochtief Airport, die Betreiberin des Flughafens Tirana, hat sich 2004 vertraglich ein Exklusivrecht für 20 Jahre zusichern lassen, dass alle internationalen Flüge nach Albanien über den Flughafen Tirana gehen müssen.[8] Die Betreiber des Flughafens Tirana dementierten 2006, sie hätten ein Interesse, auch den Flughafen Kukës zu betreiben. Sie würden aber die verantwortlichen Behörden bei der Entwicklung des Flughafens unterstützen.[9]
Das Exklusivrecht ist laut Vertrag aber nur bis zu einer bestimmten Passagierfrequenz am Flughafen Tirana gültig, die zwischenzeitlich überschritten worden ist.[5] Hochtief Airport und die albanische Regierung verhandelten im Dezember 2010 die Details des Konzessionsvertrags neu aus mit dem Ziel, nicht nur den internationalen Flugbetrieb in Kukës aufnehmen zu können, sondern auch einen neuen Flughafen bei Saranda bauen zu können.[10]
Es wurden auf dem Flughafen auch schon Hubschrauber der albanischen Luftwaffe gesichtet.[11]

Geschichte

Eine erste Landepiste wurde in der Zwischenkriegszeit unter König Zogu auf dem Fusha e Meteorit südlich von Kukës (353 müA[12]) eingerichtet.[13] 1941 wurde sie von den italienischen Besatzern zu einem kleinen Flugfeld ausgebaut, das mit der Zeit rund 17 ha einnahm.[14] Während des kommunistischen Regimes wurde dieses nur für militärische Zwecke und Notfälle genutzt und blieb auch danach noch militärisches Sperrgebiet.[13]
Als während des Kosovokriegs Zehntausende albanische Flüchtlinge aus Kosovo in Kukës strandeten, rückte der Ort ins internationale Interesse. Dabei wurde auch die sehr schlechte Verkehrsanbindung des Berglands im albanischen Nordosten augenfällig, die eine Versorgung der Flüchtlinge erschwerte. In kurzer Zeit wurde das Flugfeld noch im Jahr 1999 von emiratischen Militäringenieuren notdürftig ausgebaut, um erste Hilfsflüge ermöglichen zu können. Laut Augenzeugen soll auch eine Boeing gelandet sein.[13][14] Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan aus den Vereinigten Arabischen Emiraten offerierte daraufhin eine Spende von 14,2 Millionen US-Dollar zum Bau eines Flughafens in Kukës,[4][14] womit er auch seine Dankbarkeit für die arme lokale Bevölkerung zum Ausdruck bringen wollte, die die kosovarischen Flüchtlinge großzügig aufgenommen und unterstützt hatte. Im Mai 2003 erfolgte der Spatenstich für den neuen, nach dem ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emiraten Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan benannten Flughafen.[13][15] Ende 2006 waren die Bauarbeiten, ausgeführt durch eine seit 1992 in Albanien tätige kuwaitische Firma, im Wesentlichen abgeschlossen.[16] Der Bau hat aber zu Lasten des albanischen Staats zahlreiche weitere Kosten zur Folge gehabt und soll rund 30 Millionen US-Dollar gekostet haben.[17][18][19]
Während der Bauarbeiten kam es zu Protesten von Dorfbewohnern aus der Nachbarschaft, die mit den Entschädigungszahlungen für Enteignungen unzufrieden waren.[1][13]
Radar und andere Einrichtungen der Flugkontrolle wurden erst nach 2006 eingerichtet.[20] Der albanische Verkehrsminister Sokol Olldashi erklärte, dass der Flughafen seit dem September 2007 bereit sei, um An- und Abflüge abzuwickeln. Damals seien die notwendigen Tests abgeschlossen worden.[21] Obwohl der Flughafen seither über die Betriebslizenz verfügt, wurden weiterhin keine Flugbewegungen festgestellt.[18]
Im Mai 2009 wurden erstmals kommerzielle Flüge zwischen Tirana und Kukës angeboten und der Flugbetrieb somit offiziell aufgenommen.[4][19][8] Ob die angekündigten wöchentlichen Flüge einer albanischen Firma mit einem kleinen gecharterten Flugzeug[3] regelmäßig durchgeführt wurden, ist nicht bestätigt.[2] Verhandlungen mit den Betreibern des Flughafens Tirana Ende 2008[22] hatten zu keinen neuen Resultaten geführt: Noch immer dürfen über Kukës keine internationalen Flüge abgewickelt werden.
Ende Juni 2010 wurde der Flughafen unter Anwesenheit von Ilir Meta, stellvertretender Ministerpräsident Albaniens, und Scheich Abdullah bin Zayid Al Nahyan, Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Sohn des Namensgebers, offiziell eröffnet. Die Baukosten wurden dabei mit 22 Millionen US-Dollar angegeben.[15] Angaben über die künftige Nutzung wurden nicht gemacht.

Infrastruktur

Piste von Norden
Der kleine Flughafen entspricht der internationalen Kategorie C.[4] Er ist ausgerichtet für die Abfertigung von mittelgroßen Flugzeugen mit 75 bis 100 Passagieren, von denen vier gleichzeitig geparkt werden können.[5] Betrieben wird der Flughafen vom albanischen Staat.[23] Da der Flughafen nicht genutzt wird, ist der Unterhalt problematisch.[5]
Nebst Piste und Vorfeld wurden ein Passagierterminal, eine Zubringerstraße, ein Tower, ein Lagerhaus, Pistenbeleuchtung und eine Feuerwache errichtet.[16][23] Das 57 Hektar große Gelände ist von einem rund 5000 Meter langen Zaun umgeben.[22][17] Die Gepäckförderanlagen wurden vom deutschen Hersteller Hukom geliefert.[24]
Im Sommer 2009 wurden Pläne veröffentlicht, die 1900 Meter lange Piste um 250 Meter zu verlängern und auf 50 Meter zu verbreitern, damit diese internationalen Standards entspreche.[2][5]

Mittwoch, 12. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren fahren wir durch einsamste Bergregionen.

Südlich von uns ist der neue Kalimash-Tunnel (Wikipedia:)

Kalimash-Tunnel
Kalimash-Tunnel
Nordportal vor der Eröffnung





























Der 5.650 m lange Kalimash-Tunnel im Nordosten Albaniens ist der längste Straßentunnel des Landes. Als Teil der albanischen Autobahn 1 verbindet er die Städte Rrëshen und Kukës und unterquert die Maja e Runjës (1856 müA) auf der Grenze zwischen den Kreisen Mirdita und Kukës. Das südliche Portal liegt beim Dorf Thirra im oberen Tal des Fan i Vogël auf rund 900 müA. Das Nordportal liegt in den Bergen südlich des Dorfes Kalimash auf rund 800 müA.
Der Tunnel wurde im Rahmen des Teilstückes Rrëshen–Kalimash der A1 vom US-amerikanisch/türkischen Joint Venture Bechtel & Enka (BEJV) geplant und gebaut.
Bereits im Juni 2009 wurde der Tunnel feierlich vom albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha und seinem kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaçi mit einer Röhre eröffnet und dem Verkehr übergeben. Allerdings musste er dann bald wieder für Unterhalts- und Abschlussarbeiten geschlossen werden. Erst im Oktober 2010 konnte dann auch die zweite Röhre dem Verkehr übergeben werden.[1]

Dienstag, 11. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren beobachten wir immer wieder sichtgeschützte Häuser.

Wikipedia: 


Kulla in Theth in Nordalbanien, in der sich von der Blutrache bedrohte Männer einschlossen

Beim Kanun (Albanisch auch Kanuni, von griechisch κανών (kanón)) handelt es sich um ein mündlich überliefertes altes Gewohnheitsrecht der Albaner.

Wenn von Kanun die Rede ist, meint man meist den Kanun des Lek Dukagjini, da dieser am besten dokumentiert wurde und als erster schriftlich festgehalten wurde. Es gab aber diverse regionale Varianten wie zum Beispiel Kanun von Skanderbeg (albanisch: Kanuni i Skënderbeut), Kanun i Arbërisë, Kanun der Labëria (Kanuni i Labërisë) und Kanun der Malësia e Madhe (Kanuni i Malësisë së Madhe).

Kanun des Lek Dukagjini

In den nordalbanischen Bergen waren die Bewohner durch die dortigen geografischen Gegebenheiten so von der Außenwelt abgeschottet, dass sich hier ein aus dem Mittelalter stammendes, möglicherweise sogar vorrömisches Gewohnheitsrecht bis in die Neuzeit erhalten hat. Dieses wird in seiner meistzitierten Fassung als Kanun des Lek Dukagjini (albanisch: Kanuni i Lekë Dukagjinit) bezeichnet, nach einem zu Skanderbegs Zeiten lebenden mächtigen Fürsten. Unwahrscheinlich ist die häufige These, dass Lek (Alexander) Dukagjini (1410 – 1481) Namensgeber oder sogar Urheber dieser Gesetzessammlung war. Lek ist vielmehr das albanische Wort für Gesetz (heutiges Standard-Albanisch: ligj).[1]
Grundlage des Kanuns ist das Leben in der Großfamilie, in welcher in der Regel drei Generationen unter der Anführerschaft des ältesten Mannes unter einem Dach wohnten. Die Gesetzessammlung regelt die Bereiche Schuldrecht, Ehe- und Erbrecht, Strafrecht sowie Kirchen-, Landwirtschafts-, Fischerei- und Jagdrecht ziemlich umfassend. Im Strafrechtsbereich ist der Kanun noch von der Ehrverletzung geprägt, wobei der Begriff des Gottesfriedens als Teilaspekt der Besa bereits bekannt ist. Da der Kanun bis heute tief im Denken der nordalbanischen Gegen verwurzelt ist, entsteht oft ein Konflikt zwischen modernen Gesetzen und dem Kanun. Die Frauen spielen im Kanun eine marginale Rolle und haben kaum Rechte. Sie gelten als „Schlauch“ (shakull), „in dem die Ware transportiert wird“, sind aber auf der anderen Seite unverletzlich, wenn es zu Ehrverletzungen kommt.
Die Nordalbaner erkannten keine zentrale Herrschaft an. Streitigkeiten wurden auf Versammlungen (Kuvend) der Familienoberhäupter eines Dorfes oder Stammes geregelt, einer Art Landsgemeinde resp. Thing. Einzige weltliche Autorität war der Kapedan („Kapitän“), der jeweils vom Oberhaupt der Familie Gjonmarku gestellt wurde. Er war Anführer der Mirditen und letzte Instanz in Entscheidungen und Streitfragen. Die Rechte der privilegierten Familie und die Rolle des Kapedan waren im Kanun genau umschrieben. Jeder Mirdite, der jemanden tötete, musste den Gjonmarku eine Abgabe zahlen.

Kanun i Papazhulit

Im Süden des Landes bestand ein nur in Details verschiedener Kanun i Papazhulit, auch Kanun i Labërisë, der auf die unterschiedlichen sozialen, religiösen und gesellschaftlichen Umstände Rücksicht nimmt. Im weniger abgeschiedenen Südalbanien waren die Bedeutung und die tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung aber viel geringer.

Besa

Der ganze Kanun baut auf der Ehre auf, aus der sich zahlreiche Pflichten, negative Aspekte wie die Blutrache, aber auch positive Aspekte wie das Gastrecht und die Besa ableiten. Letztere lässt sich nicht direkt ins Deutsche übersetzen, sondern umfasst die Begriffe „Friedenspakt, Allianz, Waffenstillstandsabkommen, gastfreundschaftliches Bündnis, Ehre des Hauses, Ehrenwort, Schwur, Sicherheitsgarantie, Loyalität, Treue und anderes mehr“[2]. Die Besa schützt von der Blutrache Bedrohte für gewisse Zeiten oder Orte vor Verfolgung und entbindet gleichzeitig den zur Blutrache Verpflichteten, ein Verbrechen zu rächen. Die Besa konnte einerseits zwischen Personen oder Familien vereinbart werden. Sie wurde zum Beispiel für wichtige Besorgungen, Feldarbeit, familiäre Feiern oder kirchliche Feiertage gewährt. Meist wurde auch dem Mörder für gewisse Zeit nach einer Blutrachetat Besa gewährt. In der Besa für Vieh und Hirten erlaubten Stämme untereinander, das andere Stammesgebiet zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Strecken bereisen zu dürfen. Die allgemeine Besa unterband alle Sühnetaten in Kriegszeiten.
Daneben waren aber auch ganze Personengruppen wie Frauen, Kinder oder Priester vor Verfolgung geschützt.
Ein besonderes Versprechen ist dasjenige der Eingeschworenen Jungfrauen, niemals eine sexuelle Beziehung einzugehen, dafür ein Leben wie ein Mann führen zu können.

Geschichte

In den unzugänglichen nordalbanischen Gebirgen hatten die Osmanen, die das Land rund 500 Jahre lang besetzten, nie wirklich die Macht erlangt. Somit konnten sie dort auch nicht ihre Gesetze einführen. Mangels anderer staatlicher Macht konnte sich der Kanun deshalb bis in die Neuzeit erhalten.
Das immer nur mündlich überlieferte Gesetzeswerk wurde erstmals vom Franziskanerpater Shtjefën Gjeçovi (1874 – 1929) am Ende des 19. Jahrhunderts in der Version des Kanun des Lek Dukagjin gesammelt und in der Folge in Teilen publiziert. Die erste vollständige Publikation erschien 1933 in Shkodra.
Während der kommunistischen Diktatur in Albanien war der Mechanismus der Blutrache sistiert; denn der Staat konnte seine Rechtshoheit landesweit durchsetzen. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus anfangs der 1990er Jahre hat sich insbesondere die Blutrache wieder etabliert. Der junge demokratische Staat war zu schwach, um diese Dynamik der Selbstjustiz regulieren zu können. Erst das Erstarken des albanischen Staates nach den Unruhen von 1997 führte zu einem langsamen Rückgang der Blutrache-Konflikte. Heute sollen – je nach Quelle – wieder bis zu 15.000 albanische Familien in Blutrache-Konflikte verstrickt sein, die zum Teil auf Vorfälle vor dem Zweiten Weltkrieg zurückgehen. Dabei werden die regulierenden Bestimmungen des Kanun aber meist nicht eingehalten, so dass auch Kinder und Frauen bedroht werden und in ärmlichen Verhältnissen zu Hause gefangen sind. Dieses Aufweichen der Regeln veranlasste Gjin Marku, Vorsitzender des schlichtenden Komitees der Nationalen Aussöhnung, von einer degenerierten Form des Kanuns zu sprechen.[3]
Die katholische und die islamische Geistlichkeit in Nordalbanien sprechen sich konsequent für die Achtung des bürgerlichen Rechts und damit für die Sistierung des Kanuns aus. Ihr Einfluss auf die Gläubigen und vor allem auf die religiös nicht Gebundenen ist allerdings begrenzt.
1990 haben in Kosovo, Mazedonien und Montenegro über eine Million Albaner an verschiedenen Versöhnungsfeiern teilgenommen. Diese wurden von einer Gruppe um den Soziologen Anton Ceta († 1995) organisiert.[4] In Albanien gibt es seit einigen Jahren ein sogenanntes Versöhnungsprojekt, bisher aber nur mit kleinen Erfolgen.

Montag, 10. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren gelangen wir in die Mirdita.

Albanien, amtlich Republik Albanien (albanisch Shqipëri/Shqipëria oder Republika e Shqipërisë)

Montenegro (serbokroatisch Црна Гора/Crna Gora ['t͡sr̩naː 'ɡɔra], albanisch Mali i Zi)


Wikipedia:
Das Gebiet der Mirdita wird nach Westen von der Küstenebene und dem Meer durch eine Gebirgskette (knapp 1000 Meter über Adria) getrennt. Dahinter liegt eine stark zerfurchte und erodierte Hochebene, die heute eher als Hügelland zu bezeichnen ist und vor allem im Osten und Norden in höhere Gebirgszüge bis auf 2100 Meter übergeht. Die Durchschnittshöhe der Landschaft liegt auf rund 400 Meter über Meer.
Der Fluss Fan entwässert die ganze Mirdita. Ganz im Südwesten der Region fließt er in den Mat, der dort in einer Schlucht die Berge zur Küste durchbricht.
Die rote Erde weist auf das Vorkommen mineralischer Rohstoffe hin, die an verschiedenen Orten auch abgebaut wurden. Von Bedeutung ist insbesondere der Kupfer-Bergbau mit Bergwerken in Rubik und Kurbnesh. Das Einbrechen der Weltmarktpreise, vollkommen veraltete Technik und fehlende Investoren ließen diese Industrie nach dem Zusammenbruch des Kommunismus aber zum Stillstand kommen.

Bedeutung und Herkunft des Namens

Mirëdita bedeutet auf Deutsch Guten Tag. Der Name der Region wird damit oft in Verbindung gebracht, wobei auf die Lage der Region verwiesen wird. Von der Küste aus liegt Mirdita im Osten, dort wo die Sonne auch aufgeht. Mirdita ist also der Ort, wo der neue Tag beginnt.
Eine alte Legende besagt, dass ein Mann bei seinem Tod drei Söhne hinterließ. Sein ganzer Besitz bestand aus einem Sattel und einem Sieb. Der älteste nahm den Sattel (albanisch: Shala), der zweitälteste das Sieb (albanisch: Shosha). Dem jüngsten Bruder blieb nicht anders übrig, als dem anderen Guten Tag zu wünschen. Und so seien die drei Stämme der Shala, Shosha und der Mirditen zu ihren Namen gekommen.

Zentrum des Kanun

Die Mirdita war über Jahrhunderte ein Zentrum des gesellschaftlichen und spirituellen Lebens der nordalbanischen Stämme. Damaliges Zentrum und Hauptort war Orosh, wo sich die Familienoberhäupter der Mirditen zum Ältestenrat, einer Art Landsgemeinde resp. Thing, trafen. Von großer Bedeutung war auch die Abtei von Orosh, aus der das heutige Bistum Rrëshen hervorgegangen ist. Wie die anderen Stämme der Region waren auch die Mirditen katholisch, als einziger aber rein katholisch. Noch heute leben im Bezirk mehr als 90 Prozent Katholiken.
Die rund 15.000 bis 20.000 Mirditen zur Mitte des 19. Jahrhunderts unterteilten sich in fünf Unterstämme, sogenannte Bajraks (Fahnen): Oroshi, Kushneni, Fandi, Dibrri und Spaçi. Ersterer war der kleinste, letzterer mit drei bis vier Mal so viel Angehörigen der größte. Ein Haushalt umfasste im Schnitt zwölf Personen.
Obwohl die Nordalbaner keine zentrale Herrschaft anerkannten, gab es auch eine Art weltliche Autorität in Orosh. Der Kapedan („Kapitän“), der jeweils vom Oberhaupt der Familie Gjonmarku gestellt wurde, war Anführer der Mirditen und letzte Instanz in Entscheidungen und Streitfragen. Die Rechte der privilegierten Familie und die Rolle des Kapedan waren im Kanun genau umschrieben. Jeder Mirdite, der jemanden tötete, musste den Gjonmarku eine Abgabe zahlen. Sogar die Osmanen, unter denen die Mirditen stark litten, erkannten die Vorrangstellung der Gjonmarku an.
Während die Mirdita zur Türkenzeit innere Selbstverwaltung genoss, stellten die Stämme Hilfstruppen für die Armee des Sultans. Noch 1896 gab es in der Mirdita keine Schule.

Republik Mirdita

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in der Mirdita zu einem inneren Machtkampf, nachdem der Kapedan ohne männliche Nachkommen gestorben war. Der unbeliebte und enterbte Neffe Gjon Marka Gjoni versuchte trotzdem, an die Macht zu kommen. Von den Jugoslawen erbat er sich (finanzielle) Unterstützung, die er auch erhielt, da Belgrad an einer Destabilisierung des jungen albanischen Staates interessiert war. Er forderte die Mirditen erfolglos auf, sich gegen die "türkische" (= muslimische) Regierung in Tirana zu erheben. In der Folge rief Gjon Marka Gjoni, der des Lesens und Schreibens nicht mächtig war, am 17. Juli 1921 in Prizren die Republik Mirdita aus, erklärte sich zu deren Präsidenten und verlangte vom Völkerbund die Anerkennung. Das aussichtslose Unternehmen wurde bald nicht einmal mehr von Jugoslawien unterstützt, das Gjoni aber trotzdem mit Waffen und Soldaten versorgte. Albanischen Regierungstruppen unter Bajram Curri gelang es, die fremden Truppen, zu denen nur wenige Mirditen gehörten, zurückzuschlagen. Im November 1921 floh Gjon Marka Gjoni wieder nach Prizren. Die Mirditen erklärten sich nach Verhandlungen unter der Leitung von Ahmet Zogu loyal zur albanischen Regierung.

Mirditische Briefmarke aus dem Jahr 1921
Als Überrest der Republik Mirdita tauchen gelegentlich Briefmarken der Republik Mirdita im Handel auf.

Industrialisierung

In der Volksrepublik Albanien erlangte die Mirdita als rohstoffreiche Region an Bedeutung. Neben der Holzwirtschaft war insbesondere der 1928 gestartete Kupfer-Bergbau von Bedeutung.[1] Hierzu wurden in den 60er Jahren die drei Städte Rrëshen, Rubik und Kurbnesh erbaut. In Rubik wurde eine metallurgische Fabrik errichtet. Später folgte dann noch der Bau der Eisenbahn-Strecke von Milot nach Rrëshen. Die albanische Eisenbahn hat die Strecke ab Rubik zwischenzeitlich wieder (teilweise) demontiert.
Ein Teil der Bergwerkarbeit wurde im sozialistischen Albanien von Strafgefangenen, politischen Häftlingen und Internierten vollbracht. So auch in Mirdita. Das Bergwerk von Spaç im Norden von Mirdita gehörte zu den berüchtigtsten Arbeitslagern Albaniens. Die Häftlinge lebten dort unter primitivsten hygienischen Bedingungen, erhielten nur unzureichend Nahrung und hausten in Unterkünften, die sie kaum vor der winterlichen Kälte schützten. Die Arbeitsanforderungen waren extrem hoch. Hinzu kamen Isolationshaft und oft auch Folter.