Samstag, 28. August 2010

26. - 28. August - 026, 027, 028

28. August DarányPécs [ˈpeːʧ] (deutsch Fünfkirchen, lateinisch Quinque Ecclesiae, kroatisch Pečuh, serbisch Pečuj) 59,50 km, 1676,50 Gesamt Km

Datum: 28.8.10
Tag: 28
TagesunterstützerIn: Wassmann Pince Bt.
von: Darany m NN 146
nach: Pecs m NN
km 59,5
Gesamt km 1655,8105
km/h: 13
Fahrzeit 06:00
gesamte Fahrzeit: 122:49:00
Anstieg in m pro h #DIV/0!
Anstieg in m 400
Abfahrt in m: 546
höchster Punkt in m NN
Steigung/Gefälle 1,59


Geschätzte Anzahl der Mückenstiche pro Person: mindestens 100. Es wird Zeit, dass wir aus den Flusstälern rauskommen.

Problem: Unsere Handys haben keinerlei Netzempfang. Wir können unseren Gastgeber für den Abend nicht kontaktieren .Lösung: Bis zum Abend haben wir kein Handy-Netz, haben aber ein offenes W-Lan in Pecs gefunden und konnten eine Mail schreiben. So haben wir uns gefunden.













Am Morgen hören wir Pferdegetrappel, dennoch ist die Straße für Radfahrer gesperrt. Es ist grau, der Himmel ist grau und beinahe bleiern. Im Norden ist der Himmel pechschwarz und der Wind kommt daher.

























Wir fahren langsam, da die Straßen zum Teil schlecht sind und wir Zeit haben. Zum Teil ist die Straße wieder gesperrt. Die Dörfer wirken in vielen Häusern verlassen, andere sind sehr schön. Wir werden eher ein wenig skeptisch betrachtet. Manche Dörfer sind sehr renoviert und haben eine auffallend andere Infrastruktur.
Wir fahren nach Pécs [ˈpeːʧ] (deutsch Fünfkirchen, lateinisch Quinque Ecclesiae, kroatisch Pečuh, serbisch Pečuj) rein, verbotenerweise auf einer gesperrten Straße, aber es gibt keine Alternative. Es bleibt grau und in Pécs fängt es an zu regnen. Wir picknicken vor einem Sportladen, der ein großes Dach vor dem Eingang hat. Wir fahren im Trockenen nach Pécs und finden ein Café und ein offenes Netz und können zu Simon Kontakt aufnehmen. Er ist in diesem Jahr von Essen (lateinisch Assindia) über Pécs [ˈpeːʧ] (deutsch Fünfkirchen, lateinisch Quinque Ecclesiae, kroatisch Pečuh, serbisch Pečuj) nach Istanbul [ˈˀi.stan.buːl] (türkisch İstanbul [isˈtɑnbuλ]) mit dem Rad gefahren. Das ist schön, weil er fast dieselbe Strecke gefahren ist die wir auch fahren werden. So haben wir den Luxus eines Dachs über dem Kopf und werden köstlich bekocht.


27. August Bjelovar [ˈbjɛlɔʋaːr] (ungarisch Belovár/Bélavár, deutsch auch Bellowar) Darány
, 83,06 km, 1616,2 Gesamt km

Datum: 27.8.
Tag: 27
TagesunterstützerIn: "Magura
z. hf. Herrn Michael Schäfers"
von: Markovac m NN 162
nach: Darany m NN 146
km 83,06
Gesamt km 1596,3105
km/h: 14,49
Fahrzeit 05:36
gesamte Fahrzeit: 116:49:00
Anstieg in m pro h 56,96
Anstieg in m 319
Abfahrt in m: 335
höchster Punkt in m NN 271
Steigung/Gefälle 0,79


Am Morgen sehen wir ein Reh, das die Lichtung betritt, es ist bereits früh sehr warm und wir sehen anhand der Wolken, dass das Wetter sich ändert wird. So fahren wir früh los und freuen uns sehr auf den ersten Kaffee. Wir müssen die Wasserscheide zwischen Save (auch Sau, Sawe; in den südslawischen Sprachen Sava, serbisch-kyrillisch Сава, antiker/lateinischer Name Savus) und Drau (seltener Drave; italienisch, slowenisch und kroatisch: Drava, ungarisch: Dráva) erfahren, es sind nur etwas über 200 m, aber es geht sehr steil bergan. Die Gasleitung begleitet uns weiter, es sieht alles aus wie ein Naturschutzgebiet, aber immer wieder sind die Gashähne zu sehen. Daher fahren viele Laster den schmalen Weg hinauf. Dennoch ist der Weg sehr schön und führt uns durch kleine Dörfer. Nach der Wasserscheide geht es steil bergab in ein Dorf, das uns mit der nächsten Steigung begrüßt. Dort genießen wir einen Kaffee, bevor wir den Berg zur Kirche hochfahren. Der Weg führt uns über ein Plateau von dem aus wir auf die anderen beiden Hügelketten













schauen können. Da wir auf diese Weise fahren, sind wir bald wieder parallel zu „unserer“ Kirche und „unserem“ Funkmasten, wir sind durch die Straßenführung parallel gefahren. Es ist ein sehr schöner Weg. Im













Tal angekommen wechseln sich (vermutlich) Gen-Mais-Felder mit Tabak- und Paprikafeldern. Wir sind auf der Paprika-Straße gelandet und überall am Straßenrand sind Paprikas zum Verkauf angeboten, ebenso Melonen. Wir sind auf der Suche nach einer Wirtschaft und finden keine. Vorher sind wir durch einen Ort gefahren, in dem ganz viele Häuser besprüht sind mit denselben Worten, die wir nicht verstehen. Je nähe wir zur Grenze kommen, desto weniger Verkehr gibt es und sehr viel Landwirtschaft. Wir kommen bei großer Hitze und Gewitterwolken am Horizont und knurrendem Magen und hängender Zunge um 14.00 an der Grenze an und entdecken dort ein Restaurant! Wir verbringen die heißteste Zeit im schattigen Restaurant und schauen den Grenzbetrieb an. Am Nachmittag fahren wir über die Grenze, die Grenze zur EU ist gesichert. In Barcs (deutsch: Bartsch, älter auch Draustadt) soll es einen Campingplatz geben, den wir nicht finden. Daher fahren wir weiter und finden uns auf einer Straße, die immer wieder gesperrt ist für Räder, Pferdewagen und Mofas. Es gibt einen Radweg, der uns nicht freut, aber den wir nehmen müssen. Wir bleiben in einem Dorf, wo es Wasser direkt am Sportplatz gibt, der ist gepflegt, aber sehr verlassen. Wir sind auch heute Nacht wieder im Wald in der zweiten Reihe und haben das Glück, dass der Wald dicht ist und der Regen kaum durchkommt. Wir hören den Sturm in den Baumwipfeln rauschen und am Morgen hören wir an der Straße, dass sie nass ist.













Wir selber sind trocken geblieben.


26. August Zagreb [ˈzaːgrɛb] (deutsch-österr. Agram; ungarisch Zágráb)
Bjelovar [ˈbjɛlɔʋaːr] (ungarisch Belovár/Bélavár, deutsch auch Bellowar) 87,12 km, Gesamt. 1532 km

Datum: 26.8.10

Tag: 26

TagesunterstützerIn: Thomas Pröpper

von: Zagreb m NN 143

nach: Markovac m NN 162

km 87,12

Gesamt km 1513,2505

km/h: 15,35

Fahrzeit 05:40

gesamte Fahrzeit: 111:13:00

Anstieg in m pro h 63,35

Anstieg in m 359

Abfahrt in m: 340

höchster Punkt in m NN 199

Steigung/Gefälle 0,80


Am Morgen ist es wieder strahlender Sonnenschein. Wir stehen früh auf, versuchen möglichst leise unser Zelt und unsere ganzen Sachen zu packen um nicht die anderen Zeltenden in der unmittelbaren Nachbarschaft aufzuwecken. Ab 7 Uhr fängt das Leben in der Jugendherberge an, die ersten sind wach und warten auf das

















Frühstück. Beim Frühstück haben wir Spaß an zwei jungen Katzen, die Wolfgang´s Rad in ihre Kletterkünste
























integrieren. Um 8.30 verlassen wir die Jugendherberge und fahren für fast 1,5 Stunden durch die Stadt hinaus. Es reihen sich auch hier wieder alte Häuser mit großen Neubeuten. Auf einmal fängt ein Teil der Stadt an, die durch Märkte und eher kleinere Häuser geprägt ist. Nach einer Weile hört die flache Landschaft auf und wird immer hügeliger und zugleich landwirtschaftlicher. Immer wieder stehen Häuser leer und manche sind besprüht.










 


Zur Mittagszeit finden wir eine LKW-Wirtschaft, die eine sehr schöne Terrasse hat. Kurz nach uns fällt eine englische Gruppe ein, die wir einigermaßen amüsiert beobachten. Die Gruppe wiederum beobachtet 














interessiert bis amüsiert unsere Räder. Anschließend schlafen wir neben einer Gasstation, von der wir nicht wissen, ob es eine Pipeline ist oder eigene Förderung. Diese Gasleitung bleibt uns treu für den Tag und den nächsten Tag. Wir fahren an der Pipeline weiter. Die Dörfer werden kleiner und es bleibt dicht besiedelt. Da wir keinen Campingplatz finden werden, suchen wir einen Platz zum Schlafen. Die Besiedelung ist so dicht, dass wir eine ganze Weile fahren bis wir einen sehr schönen Wald finden und so eben noch unser Zelt aufbauen konnten. Es wird früh dunkel.