Mittwoch, 11. August 2010

7.-10. August 2010 - 007, 008, 009, 010

10. August DachauMinga (amtli: München) 43,82km

Datum: 10.8.10
Tag: 10
TagesunterstützerIn:
von: bei Dachau m NN
nach: München m NN
km 43,82
Gesamt km 698,7001
km/h: 13
Fahrzeit 06:00
gesamte Fahrzeit: 54:00:00
Anstieg in m pro h 66,67
Anstieg in m 400
Abfahrt in m:
höchster Punkt in m NN
Steigung/Gefälle 0,91


1. Problem: die Fahnenstange an Gundas Rad ist angebrochen. Lösung: Gaffa kann alles (und einen besonderen Gruß an Hanno!)

2. Problem: Klemmverschluss an Gundas Hinterlicht ist abgebrochen. Lösung: Diesmal kann Gaffa nicht alles, aber zum Glück gibt es Kabelbinder.

3. Problem: Ortliebtaschen sind zwar wasserdicht, aber bei dem ständig wechselnden Wetter zwischen Schauern, Dauerregen und Hitze und Feuchtigkeit entwickeln auch sie Schwitzflüssigkeit innen. Lösung: wir haben eh alle Klamotten des Sortierens und Überblicks wegen in den importierten Zip-Säcken gehabt, ansonsten regelmäßig ausräumen, austrocknen lassen in der Sonne, wenn sie denn scheint.

Die Ursache für diese Schäden rekonstruieren wir an einem noch zu lösenden Problem: Wie transportieren wir 23 Liter Wasser in drei Wassersäcken zusätzlich? Der eine 10 Liter-Sack hat nämlich gestern ein Salto-Mortale der Quertasche auf Gundas Rad verursacht, daher die folgenden Schäden. Lösung: der Sack wird vor die Quertasche auf den Gepäckträger gelegt und mit einem weiteren Spanngurt gesichert.


























Unser Nachtquartier in Dachau war wunderbar! Nachdem es auch dort keinen Campingplatz gab, fanden wir eine Wiese direkt am Ortsausgang mit Duschraum im Wald und keinen Menschen sogar bis recht spät in den Vormittag.

So konnten wir ausschlafen, Pannen beheben und ganz gemütlich zur Gedenkstätte radeln. Im Karmel konnten wir noch ein Fläschchen Karmelitergeist erstehen, das Zeugs hilft in allen Lebenslagen. Das Kloster mit der zentralen katholischen Gedenkkirche und dem Kloster in direkter Achse hinterlässt gemischte Gefühle, zumal genau in dem Moment, in dem wir uns die (an sich schöne) Klosterkirche anschauen, drei Priester ihre Messe für sich zelebrieren. Das mutet sehr seltsam an an diesem Ort.
Die Gedenkstätte selbst war voll, in der Mittagshitze wird die Brutalität besonders deutlich.

Danach haben wir das Kontrastprogramm gemacht: vom guten griechischen Mittagstisch in den Biergarten am Chinesischen Turm.
Obwohl wir unterm Turm lagerten, Taschen ausräumend und Ketten ölend, sind wir wenig beachtet worden. Das ist auch angenehm an einer Großstadt, dass man nicht immer sofort unter Verdacht gerät. Ganz privat quer durch Minga (amtli: München) zu fahren ist toll und am Abend gab es Gemüsepfanne bei Peter, die einfach eine Wucht war. Jetzt sind wir zwei Tage hier, eine Mischung aus Logistik, Problemlösung und Freizeit. Wir müssen das Uhrenproblem lösen, Kartenmaterial sichten und noch einen Gürtel kaufen. Außerdem haben wir Internet ganz ohne Probleme.

Uebrigens: Rieke und Torsten sind in Koblenz.








































9. August Donauwörth Dachau 91,52 km

Datum: 9.8.10

Tag: 9

TagesunterstützerIn:

von: Donauwörth m NN

nach: bei Dachau m NN

km 91,52

Gesamt km 654,8801

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 48:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400

Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,44


Der Ausdruck des Tages heute war die Dame am Nebentisch, die mit kritischem Blick auf ihr Mittagessen verkündete: dieser Knödel ist nicht auf meinem Niveau! Die Besonderheit heute auf jeden Fall, dass der Regen sich verzogen hat und je mehr wir nach Süden kamen, desto sonniger wurde es. Nach einer Schnecken- und Mückenreichen Nacht an der Donau begrüßten uns zum Mittag bereits die Moränen (französisch: moraine „Geröll“) der Alpen. In einem ständigen Auf und Ab ging es durch Landschaften mit einem blauen Himmel, die der bayrischen Werbung entsprungen sind. In Pfaffenhausen konnten wir die Alpen sehen. Bemerkenswert auch, dass es ganz wenige Campingplätze gibt. Dementsprechend lagern wir gerade auch wieder auf einer Wiese vor Dachau.
Auffallend ist, dass Autofahrer im Tal und oder in der Stadt deutlich angstrengender sind. Da wir ja keine Radwege fahren, erfahren wir die unterschiedlichsten Reaktionen auf unsere Präsenz auf der Fahrbahn. Während die LKW-Fahrer heute sehr geduldig hinter uns die Moränen hochgeschlichen sind, wurden die Autofahrer schon bei einem guten Tempo ungeduldig. Der Dachauer Autofahrer an sich neigt zum Schimpfen und Gestikulieren. Straßen ohne Radwege sind deutlich leichter.
Heute Mittag haben wir am Rande eines Feldes unsere Mittagspause gemacht und sehen nun aus als kämen wir direkt aus der Schlammgrube. Es war so etwas von nass und lehmig, dass wir bis zu den Knöcheln mit Schlamm versunken sind und Gundas Rad ganz alleine stand da es so tief eingesunken war.
Morgen geht es nach München, einen Tag früher als gedacht. Der erste Meilenstein!

8. August MaihingenDonauwörth 53,09 km

Datum: 8.8.10

Tag: 8

TagesunterstützerIn:

von: Maihingen m NN

nach: Donauwörth m NN

km 53,05

Gesamt km 563,3601

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 42:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400

Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,75


Wir fahren im Trockenen los, werden aber auf den ersten Kilometern bereits vom Regen eingeholt, der uns treu bleibt. Es regnet und regnet und hört erst zum Abend auf. Wir haben einfach ein Gewitter an uns vorbei ziehen lassen, so dass es uns nicht zweimal erwischt. Daher konnten wir im Trockenen aufbauen. Es gab keinen Campingplatz, obwohl wir am Donauradweg waren.


7. August Rothenburg ob der TauberMaihingen 77,93km

 Datum: 7.8.10

Tag: 7

TagesunterstützerIn:

von: Rothenburg o. d. Tauber m NN

nach: Maihingen m NN

km 77,93

Gesamt km 510,3101

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 36:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400

Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,51

Neues von der Uhr: die Tropfen sind weg, der Nebel auch, als Uhr geht sie, ist aber bei -57 Grad Celsius stehengeblieben. Braucht wohl doch einen Reset.

Am Morgen war der Himmel blau, es ist beinahe ein wenig unvorstellbar gewesen nach dem Regen. Aber es war trocken, die Sonne schien. Das Zusammenlegen und Abbauen der ganzen nassen Sachen hat fast eine Stunde länger gedauert als sonst, aber es hat sich gelohnt, alles aufzubauen. Im Grunde waren nur die














Socken nass. Der Zeltboden auch, aber das ist ok. Wir sind eine ganze Weile an der Tauber entlang gefahren, dann immer der romantischen Straße folgend – das Schild zweisprachig (deutsch/japanisch) – zum














Nördlinger Ries. Die Gegend ist unglaublich sauber und ordentlich, eine Unmenge von Solar auf den Dächern und Mais (Zea mays), in Österreich auch Kukuruz genannt, so weit das Auge reicht. Dies steigert sich im Ries noch einmal um ein Vielfaches. Dort besuchen wir Barbara und Karl















und landen auf dem Abschlussabend eines Jugendcamps der charismatischen Gemeindeerneuerung. Aber auch die feiern wenn die Teilnehmenden weg sind mit Bier und lauter Musik. In Maihingen besteht das Dorf zum großen Teil aus der charismatischen Erneuerung. Dort erfahren wir auch, dass der Mais für die „Bio-Gas-Anlagen“ angebaut wird, deren Dichte im Ries die Höchste ist. Das erklärt den vielen Mais ohne ein einziges Vieh.

Keine Probleme


6. August Rothenburg ob der Tauber

Ein Nachtrag: Rothenburg ist sehr schön! Es ist gar nicht so furchtbar museal, sondern wirkt alltäglich und belebt. Es gibt in der Tat eine Menge Japaner, aber wir sind dennoch nicht mit unseren Rädern (und der Japan-Fahne) durch die Stadt gefahren….



 

Freitag, 6. August 2010

3.8.-6.8.2010 - 003, 004, 005, 006


6. August:  Rothenburg ob der Tauber

Ruhetag. Es regnet, regnet, regnet. Viele bauen die Zelte ab. Manche ein wenig chaotisch und müssen ihr Auto in einem britisch-niederländischen Hilfsunternehmen aufsägen. Wir sind trocken, schlafen aus und wagen uns nachher mal in den Ort. Vielleicht gibt es da ja sogar ein Internetcafé?





























5.8.  Amorbach - Rothenburg ob der Tauber 112,43 km

Datum: 5.8.10
Tag: 5
TagesunterstützerIn:
von: Amorbach m NN
nach: Rohenburg o. d. Tauber m NN
km 112,43
Gesamt km 432,38
km/h: 13
Fahrzeit 06:00
gesamte Fahrzeit: 30:00:00
Anstieg in m pro h 66,67
Anstieg in m 400
Abfahrt in m:
höchster Punkt in m NN
Steigung/Gefälle 0,36



1. Problem: der Tacho fällt von Gundas Rad, bis Bad Mergentheim ist er verloren. Lösung: da brauchts wohl einen neuen

2. Problem: externe Festplätte fällt runter, geht nicht mehr. Lösung: erst mal in Ruhe lassen, am nächsten Tag geht sie wieder

In Amorbach fahren wir noch trocken los, direkt wieder auf den nächsten Kamm. Auf dem Kamm lauert schon die Wolkenfront, dennoch können wir die erste Pause noch trocken erleben,













aber dann begleitet uns die Wolkenfront mit zunächst leichtem Regen. Leider haben wir unsere Schuhe nicht gewechselt, fahren also in Sandalen weiter. Die erste blöde Entscheidung. Der leichte Regen wird zum starken Regen, wird zum Schlagregen. Wir kommen vollkommen durchnässt in Tauberbischofsheim an, wo Joachim auf uns wartet. Das italienische Café haben wir im Handumdrehen in ein Taschenlager verwandelt, der Fußboden schwimmt und unter allen Stühlen und am Tisch unseres eleganten Stehtisches mit Barhockern hängen tropfende Socken. Bis auf die Socken und die Sandalen ist aber alles im grünen Bereich.
Mit Joachim fahren wir im strömenden Regen weiter an der Tauber entlang, verlieren uns einmal, da wir ja keine Radwege fahren können mit unseren Rädern. Es ist bestimmt eine schöne Strecke – bei anderem Wetter. Immer wieder scheint es als sei das Grau signifikant heller, aber immer nur um dann stärker zu regnen. Die Orte sind alle super gepflegt und sehr schön, selbst im Regen. Um 18:00 trennen sich unsere Wege, Joachim muss zurück gen Würzburg, wir gen Rothenburg ob der Tauber.















Der Regen bleibt, die Gegend wird hügeliger und einsamer, nach wie vor sehr schön. Total ländlich und wir können uns nicht so recht vorstellen, dass hier Touristen durchkommen. Die Straße wird zur Landstraße mit Schäfern an der Seite. Es regnet und regnet und regnet. Wir kommen in Rothenburg ob der Tauber an und haben das Glück, direkt am Campingplatz zu landen. Dort erfahren wir, dass es am Mittag bei einem Gewitter 30 l pro Stunde geregnet hat. Er zeigt uns eine Stelle, die einigermaßen trocken ist. So bauen wir strömenden Regen unseren Schelter und unser Zelt auf, alles ist trocken. Es regnet und regnet und regnet.













Bis auf unsere Schuhe und Strümpfe ist alles trocken.
Was lernen wir daraus: Regen macht die Füße nass – Sandalen sind bei Dauerregen keine ideale Bekleidung. Und: jeder touristische Ort hat einen Hintereingang.



4.8.  Worms [vɔʁms, im Dialekt vɔms] - Amorbach

Datum: 4.8.10

Tag: 4


TagesunterstützerIn:


von: Worms m NN


nach: Amorbach m NN

km 88,16

Gesamt km 319,95

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 24:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400

Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,45

Hinter  Worms [vɔʁms, im Dialekt vɔms] ging es dann in den Odenwald. Zunächst noch durch Industriegebiet, das irre groß ist und vor allem natürlich durch Biblis geprägt ist.















Plötzlich taucht der Odenwald wie eine grüne Wand auf und die Straßen winden sich angenehm nach oben. Je weiter wir vom Tal weg sind, desto angenehmer wird der Straßenverkehr. Wir fahren den Odenwald quer, also nach Osten und nehmen so jedes Tal und jeden Hügel mit. Schon auf 200 m hat man den Eindruck, ganz hoch zu sein und das Rheintal ist immer wieder mal als dunstiges Etwas im Rückspiegel zu sehen. Zunächst ist alles sehr eng, nach dem ersten „Pass“ weiten sich die Täler und haben Almcharakter. Es sind schöne Orte, gepflegt, mit Fachwerk, vielen Blumen, sehr idyllisch.















Die Bayrische Grenze ist mehr Grenze als so manch andere EU-Grenze. Direkt an der Grenze steht ein Gasthaus mit großer bayrischer Fahne und dahinter sind die Dörfer karg, die Landschaft auch. Es wird sehr kalt im Winter sein. Angesichts der vielen Kämme, entscheiden wir uns für Amorbach, das wir um 21:00 Uhr erreichen und das uns in der schwerpunktmäßigen Abwesenheit jeglicher Menschenseele begrüßt. Wir machen den Besitzer des einzigen Hotels ausfindig, er organisiert uns noch ein Essen beim Griechen und wir erfahren ganz schnell ganz viel über Amorbach. Nachdem wir mittags bei Hitze noch alles getrocknet hatten, was nach der Rheinauen-Nacht noch feucht war, entscheiden wir uns fürs Hotel und werden elegant im neu renovierten Hotel untergebracht.


3.8. Bingen am Rhein - Worms [vɔʁms, im Dialekt vɔms]

Datum: 3.8.10
Tag: 3

TagesunterstützerIn:

von: Bingen m NN

nach: Worms m NN

km 88,71

Gesamt km 231,79

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 18:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400 Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,45

1. Problem: Die Uhr von Wolfgang hat Wasser und beschlägt. Lösung: noch keine

2. Problem: Die Sigg-Flasche fällt bei schlechter Straße aus der Halterung an Gundas Rad. Lösung: Sigg-Flasche mit Karabiner-Haken und Kabelbinder befestigt.

Der Weg von Bingen am Rhein nach Worms [vɔʁms, im Dialekt vɔms] ist eher ohne große Aufregung, die Täler sind stressig, weil die Autofahrer so genervt sind. Daher wurde das Fahren erst angenehm, als die Straßen leerer waren. Worms hat keinen Campingplatz mehr, obwohl er noch eingezeichnet ist. So haben wir dann nach Kontakt mit Wormsern, die das alles auch nicht verstehen und uns Wasser gegeben, feudal gegenüber der Altstadt in der Nähe der Nibelungenbrücke in Nachbarschaft mit Millionen von Schnecken und Mücken genächtigt und eine zünftige Brotzeit zu uns genommen.
In der Nacht erwischte Wolfgang dann der Magen-Darm-Virus, Gunda erst am Tag.

Der Express berichtet!

Dienstag, 3. August 2010

Großer Bahnhof

Stadtdechant Wilfried Schumacher, Bürgermeister Horst Naaß und Großmeister Birol Özden

01. - 02.08.2010 - Bonn > Bingen - 001, 002

2.8.2010 Rhens - Bingen

Datum: 2.8.10
Tag: 2

TagesunterstützerIn:

von: Rhens m NN

nach: Bingen m NN

km 59,17

Gesamt km 143,08

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 12:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400

Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,68
 
Den ganzen Tag sind wir einem Gewitter davon gefahren, dass uns mit Rückenwind beschenkt hat und bisher nicht erwischt hat.
Heute Morgen haben wir sortiert und einen mehr oder weniger gemeinsamen Überblick bekommen, wo was ist und wie was am besten zu verstauen ist. Nun hängt das Sturmfeuerzeug im Zelt.
 












Heute Nachmittag im beschaulichen St. Goar ist uns aufgefallen, dass wir das Gefühl haben, als seien wir schon ganz lange unterwegs. Keine Arbeit zurückzulassen, sprich durch Urlaub zu unterbrechen und oft ja noch letztes aus dem Urlaub zu machen, verändert das Losfahren, Abschalten und Erholen ungemein. Wie auch immer das geht, in irgendeiner Form sollte das auch mit Arbeit möglich sein. Faktisch braucht es da ja doch eine Woche Minimum.
So sind wir aber vor allem mit den Wetter, den Straßen – hier geht es kaum anders als Radwege zu nehmen, die ja generell für Fernfahrende nicht ausgelegt sind, den Rädern, den letzten Einstellungen, losen Schrauben und immer wieder der spannende Blick aufs Barometer und das Staunen, dass wir wirklich losgefahren sind!

Der Generalanzeiger berichtet!

1. 8. 2010 Bonn - Rhens

Datum: 01. Aug
Tag: 1

TagesunterstützerIn: Magura

von: Bonn m NN 60 nach: Rhens m NN

km 83,91

Gesamt km 83,91

km/h: 13

Fahrzeit 06:00

gesamte Fahrzeit: 6:00:00

Anstieg in m pro h 66,67

Anstieg in m 400

Abfahrt in m:

höchster Punkt in m NN

Steigung/Gefälle 0,48
 




  










 



















Heute Morgen um 6:30 Uhr kam Jürgen, frisch aus dem Urlaub, um uns zu verabschieden und dass er zugleich die Mieter reinlassen kann.
Nachdem wir bis 2:30 Uhr und länger noch vorbereitet und geputzt haben, war heute ein langer, aber vor allem schöner Tag. Die Verabschiedung auf dem Münsterplatz war toll – es waren so viele da und eine schöne Erfahrung. Es geht wirklich los!
 













Den ersten Teil haben uns Renate und Christoph belgeitet und wir haben uns mal wieder über die Radwege gewundert. Nach der Mittagspause haben wir zunehmend auf diese verzichtet und sind jetzt auf einen Campingplatz gelandet, auf dem lauter Dauercamper sind und unglaublich wohlerzogene Kinder.
Die Räder sind doch noch sehr schwer. Die Gewöhnung ist nötig. Jetzt sind wir unterwegs. Das ist ja schon irre. Heute Morgen noch ein Interview fürs Radio.
Für Zusammenhängendes bin ich zu müde.

Freitag, 30. Juli 2010

Planung erste Etappe: Bonn > München


Datum Nr Tag Land Tagesziel/Ort km Start km Ende Höhenmeter Pannen Besonderes Beschreibung Bilder Feste

01. Aug 1 Deutschland Koblenz



EU



2 2
Bingen








3 3
Worms








4 4
Tauberbischofsheim







5 5
Rohenburg o. d. Tauber






6 6
Rothenburg o. d. Tauber






7 7
Nördlingen








8 8










9 9
Augsburg








10 10










11 11
München








12 12
München

Reparaturworkshop mit Ludwig Bröhl




KOGA WorldTraveller sinature und TerraLiner Alloy / Vitelli sind jetzt reisefertig!

Vielen Dank an Ludwig Bröhl!








Montag, 26. Juli 2010

Verabschiedung durch Großmeister Birol Özden


Verabschiedung durch Großmeister Sigung Sifu Birol Özden beim Sifu-Spezial-Lehrgang in Köln Mülheim.

Freitag, 23. Juli 2010

Trevellers Cheques


Einsatzorte
Länderanleitung


Wir bestellen die Cheques bei der Postbank.
Tägliche Bestellmenge im Wert von max. 5.000 € Gegenwert!

Beim Rücktausch verlangt die Postbanmk 4 € Gebühr pro Cheque. Deshalb tauschen wir die Cheques bei der Reisebank ein. Dort hätten wir gar keine Gebühren gezahlt, wenn wir sie auch dort gekauft hätten.

Kontaktieren Sie uns umgehend tele fonisch für Hilfe in den
folgenden Fällen:
• Sie haben Probleme beim Versuch, Ihre Reiseschecks
einzusetzen
• Ein Dienstleister weiß nicht, wie Ihre Reiseschecks akzeptiert
werden müssen
• Sie möchten bei Verlust oder Diebstahl Ihrer Reiseschecks
einen Ersatz anfordern
Achten Sie darauf, dass Sie bei Ihrem Anruf die Seriennummern
Ihrer Travelers Cheques zur Hand haben.
IN DIESEM LAND: RUFEN SIE BITTE DIESE NUMMER AN:
USA 1 800 221 7282
Spanien 900 810 029
Italien 800 914 912
Frankreich 0800 832 820
Kanada 1 866 296 5198
Für alle anderen nicht aufgeführten Länder melden Sie ein
R-Gespräch in die USA an +1 801 964 6665 oder Besuchen Sie
americanexpress.com/useTC

Mittwoch, 21. Juli 2010

Rechtsschutzversicherung

bei der DAS nur in Europa und Mittelmeerländern!

Hausratversicherung

Fahrrad mit 5% der Versicherungssumme versichert bei der VHV.

Haftpflichtversicherung

z. B. bei der HDI ist vorübergehender Auslandsaufenthalt bis zu zwei Jahren eingeschlossen!

Montag, 19. Juli 2010

BahnCard kündigen!


Wir haben nicht vergessen, die BahnCard zu kündigen, die kommt sonst nämlich im Abo...

Mail an 'bahncard-service@bahn.de'

Unsere kleinen Tauben fliegen heute erstmals!

Sonntag, 18. Juli 2010

Freitag, 16. Juli 2010

Pressemeldung zum 1. August


Sie ist die älteste und längste Handelsroute der Welt: Die Seidenstraße. Seit mehr als 3000 Jahren verbindet sie Mittelmeer und Fernen Osten, Orient und Okzident.
Gunda Werner-Burggraf und ihr Mann, Wolfgang Max Burggraf, stehen vor dem Abenteuer ihres Lebens: Am ersten August brechen sie in ihrer Heimatstadt Bonn auf und sind dann für 400 Tage auf der Seidenstraße unterwegs - und zwar mit dem Fahrrad.
Balkan – Türkei – Irak – Iran – Zentralasien – China – Korea- Japan: Ihr Ziel liegt im Fernen Osten. Dazwischen: Zehntausende Kilometer Steppe, Wüste und Entbehrungen. Dort, wo früher römische, persische und chinesische Händler in den Kontoren feilschten, suchen die beiden Radfahrer vor allem den Kontakt mit den Menschen.

Am Sonntag, dem 1. August werden sich Gunda Werner-Burggraf und Wolfgang Max Burggraf um 10 Uhr auf dem Münsterplatz verabschieden, um dann in die Pedale zu treten. Ihre letzten Arbeitsstellen waren in Bonn: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und die Missionszentrale der Franziskaner. Jetzt haben die beiden Mitglieder des VCD (Verkehrs Club Deutschland) und ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrrad Club) für das Mammutprojekt gekündigt. Für 104 der insgesamt 400 Tage hat das Theologenehepaar UnterstützerInnen gefunden: 50 € pro Tag.

„Gerade für uns als Katholiken wird es sehr spannend sein, sich in schwerpunktmäßig islamischen Ländern zu bewegen. Sicherlich ist das für mich als Frau noch einmal ein ganz anderes Thema als für meinen Mann: Ich werde die gesamte Zeit über ein Kopftuch tragen müssen. Dann kommen wir aus dem Islam in die buddhistische Region. Wir sind da sehr gespannt, wie das vor Ort, auch mit der Verständigung, sein wird, wie wir den Islam wahrnehmen werden, der ja auch unterschiedlich ist zwischen der Türkei und den Zentralasiatischen Staaten.“

Gunda Werner-Burggraf hat schon mal Passfotos mit Kopftuch machen lassen. Visavorschriften. Auf ihrer Homepage www.silkroad-project.eu wollen Sie täglich berichten – über twitter und wenn es mal Internet gibt, auch ausführlich im blog-Tagebuch.

„Ich glaube, aus unserer Perspektive werden die Konflikte sehr stark „religionisiert“, sodass man Vieles dem Islam zuschiebt. Ich erhoffe mir, auch als Theologe, einen sehr differenzierten Blick auf die Spiritualität der Menschen – und da sind es nicht nur die Weltreligionen, denen wir begegnen werden, sondern ganz konkrete Ausprägungen.“

Das Abenteuer sehen die beiden durchaus als einen konsequenten Schritt ihrer beruflichen Biographie: Nach vielen Jahren interreligiöser und interkultureller Dialogarbeit bzw. einer Habilitation zum gleichen Thema steht nun an, sich auf der Reise selbst verändern zu lassen: Echter Dialog gelingt nur, wenn das Ergebnis wirklich offen ist. Sonst ist es in Watte gepackte Mission...



http://www.silkroad-project.eu
http://twitter.com/Seidenstrasse
http://silkroad-project.blogspot.com/

Donnerstag, 8. Juli 2010

Donnerstag, 1. Juli 2010

In 400 Tagen ans Ende der Welt

Sie ist die älteste und längste Handelsroute der Welt: Die Seidenstraße. Seit mehr als 3000 Jahren verbindet sie Mittelmeer und Fernen Osten, Orient und Okzident.
Gunda Werner-Burggraf und ihr Mann, Wolfgang Max Burggraf, stehen vor dem Abenteuer ihres Lebens: Am ersten August brechen sie in ihrer Heimatstadt Bonn auf und sind dann für 400 Tage auf der Seidenstraße unterwegs - und zwar mit dem Fahrrad. Ihr Ziel liegt im Fernen Osten: Wladiwostok. Dazwischen: Zehntausende Kilometer Steppe, Wüste und Entbehrungen. Dort, wo früher römische, persische und chinesische Händler in den Kontoren feilschten, suchen die beiden Radfahrer vor allem den Kontakt mit den Menschen. Von früheren, gemessen an dem Mammutprojekt „silkroad-project“ kleineren Touren erzählen sie:


„Wir haben da ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht, abhängig auch von den jeweiligen Ländern und Sprachen. Unsere Erfahrung ist, dass Menschen uns ansprechen, wenn wir mit den zwei Rädern und dem Anhänger kommen und fragen, wo wir herkommen, wo wir hinwollen, wie weit wir jetzt schon gefahren sind. Wir müssen den Kontakt nicht suchen, sondern fahren durch Gegenden, wo es kaum noch Radtourismus gibt. Da sind wir manchmal direkt Dorfgespräch, wenn wir am Brunnen stehen und Wasser suchen. Dann kriegen wir auch Wasser angeboten, oder auch einmal eine Übernachtung. Von Radfahrern aus dem Iran habe ich gehört, dass das erste Wort, was man auf Farsi lernen muss, „Ja“ ist – weil man ständig zum Tee eingeladen wird, und dann nach Möglichkeit auch zusagen sollte.“


Zu Zeiten des Römischen Reiches kamen über die Seidenstraße Luxusgüter wie Seide und Purpur aus China in die Metropolen Westeuropas, später sollte das Schießpulver so nach Arabien und Europa gelangen, schließlich war es gar die Pestepidemie im Mittelalter, die auf der Handelsroute ihren Ausgang nahm. Eine Reise auf der Seidenstraße ist aber zugleich eine Reise durch die Weltreligionen. Aus dem christlichen Europa geht es in die islamischen Staaten im alten Persien, und dann in die ganzen Stan-Staaten.


„Gerade für uns als Katholiken wird es sehr spannend sein, sich in schwerpunktmäßig islamischen Ländern zu bewegen. Sicherlich ist das für mich als Frau noch einmal ein ganz anderes Thema als für meinen Mann: Ich werde die gesamte Zeit über ein Kopftuch tragen müssen. Dann kommen wir aus dem Islam in die buddhistische Region. Wir sind da sehr gespannt, wie das vor Ort, auch mit der Verständigung, sein wird, wie wir den Islam wahrnehmen werden, der ja auch unterschiedlich ist zwischen der Türkei und den Zentralasiatischen Staaten.“

Das, was man von diesen Ländern aus den Medien kennt, sieht vor Ort meist ganz anders aus, meint Wolfgang Max Burggraf:

„Ich glaube, aus unserer Perspektive werden die Konflikte sehr stark „religionisiert“, sodass man Vieles dem Islam zuschiebt. Ich erhoffe mir, auch als Theologe, einen sehr differenzierten Blick auf die Spiritualität der Menschen – und da sind es nicht nur die Weltreligionen, denen wir begegnen werden, sondern ganz konkrete Ausprägungen.“


Angst macht den beiden Radlern vor allem das Wetter und die Sorge um ihre Gesundheit:


„Ich habe immer erlebt, dass es Krisen gibt, die man durchstehen muss, das ist in der Regel der dritte Tag oder auch die Dritte Woche, die sowohl körperlich als auch psychisch sind. Man will einfach umdrehen und sieht keinen Sinn in allem. Wenn man diese Krise dann durch gestanden hat, dann ist das eine sehr kreative und sehr offene Phase und man kann sich vorstellen, auf lange Zeit so weiterzufahren. In dem Moment wird man dann auch offen für die Umgebung, es ist ein gewisses Loslassen von allem, was einen zuhause beschäftigt. Vielleicht ist es, als machte man große Exerzitien, die dann nur nochmals größer sind, um dann auch eine Inspiration und eine zweite Berufung für das Arbeitsleben zu finden.“
(rv 01.07.2010 tb)