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Donnerstag, 9. August 2012

Heute vor einem JAhr


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Heute vor einem JAhr gibt es ein erstes Verkehrszeichenn für Schneeketten. Und es ist Nagasaki-Gedenktag. Vor dem 11. März 2011 wurde noch strikt getrennt. In den Friedenserklärungen von Hiroshima und Nagasaki wurde ein Verzicht auf Atomwaffen gefordert, aber die friedliche Nutzung der Kernenergie unterstützt. 2011 sah das erstmals anders aus, wie Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue erklärt. "Ich habe mich gefragt, was für eine Art von Botschaft ich in dem Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima übermitteln soll. Es ist das erste Mal, dass wir nicht nur aufrufen, Atomwaffen zu beseitigen, sondern auch einen Wechsel fordern, von der Atomenergie zu alternativen Energiequellen."

Heute finden wir einen guten Artikel über Tadschikistan:

Unruhen in Tadschikistan 

  Panzer der tadschikischen Armee auf dem Weg nach Chorog, Foto: DW/Galym Fashutdinov

Das Gespenst des Bürgerkriegs

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wütete im tadschikischen Teil des Pamirgebirges ein blutiger ethnischer Konflikt. Seit dem Friedensvertrag von 1997 schienen die Auseinandersetzungen beendet. Doch die jüngsten Gefechte an der Grenze zu Afghanistan deuten auf ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs. Hintergründe von Marcus Bensmann
Am 24. Juli brach in Charog in der tadschikischen Provinz Berg-Badachschan die Hölle aus. Mitten in der Hochgebirgsstadt unweit der afghanischen Grenze griffen im Morgengrauen über 2000 Soldaten in Wohnbezirken die Heimstätten von fünf Bandenchefs an, die als inoffizielle Autoritäten den Rubin- und Opiumschmuggel in der Gebirgsprovinz kontrollieren.
Die schweren Gefechte gingen über einen Tag lang und auch nach Regierungsangaben war der Blutzoll hoch. Neben 30 Kämpfern wurden 17 Angehörige der tadschikischen Sicherheitskräfte und ein Zivilist getötet, aber unabhängige Quellen sprechen von einer weit größeren Opferzahl. Unter den nach den Gefechten von den Regierungsgruppen gemachten Gefangenen waren auch afghanische Kämpfer.
Seither hat sich die Lage wieder beruhigt, die Regierung kontrolliert die Stadt und den Großteil der unwegsamen Provinz und führt mit den in die Berge geflüchteten Bandenchefs Waffenstillstandsverhandlungen, in denen die Pamirpaten sich bereit zeigten, einer vollständigen Entwaffnung zuzustimmen. Bisher sind nach offiziellen Angaben 500 einzelne Schusswaffen abgegeben worden. Auch gibt es wieder Telefon- und Internetverbindungen in die Region.
Die Julikämpfe am Dach der Welt - allein aus dem tadschikischen Teil des Pamirs ragen drei Siebentausender in den Himmel, ihre Gletscher bedeckten Höhen bilden den Wasserspeicher für die zentralasiatische Ebene - lenkte für eine kurze Zeit den internationalen Blick auf die komplizierte Gemengelage von Religionen, Bandenchefs, und den verzweifelten Versuch der tadschikischen Staatsmacht im Hochgebirgskorridor zwischen China, Afghanistan, Pakistan und Indien die Kontrolle zu behalten. Die Vorgänge werden von den USA und Europa mit Sorge betrachtet, denn durch das Land führt ein Seitenstrang der Nordversorgungsroute der NATO für den Afghanistankrieg, über die 2013 ein Teil des Rückzuges laufen soll.
Die Geister der Vergangenheit
Der staatliche Angriff weckte aber vor allem die Gespenster des Bürgerkriegs, der in Tadschikistan nach dem Zerfall der Sowjetunion bis zum Waffenstillstand 1997 wütete und bis heute Nachbeben wie die Gefechte in Charog auszusenden vermag. Tadschikische Oppositionskräfte vor allem im Exil beschwören den Beginn eines erneuten ethnischen Konflikts im Pamir.
Grenze zum Gebiet Berg-Badachschan, Foto:cc-by-sa/Al-Musafir
Grenze zur Provinz Berg-Badachschan: Mit dem Mord am Chef der Staatssicherheit in der Provinz Berg-Badachschan und der darauf folgenden Operation scheinen die alten Geister des vergangen geglaubten Bürgerkriegs wieder geweckt.
In der tadschikischen Pamirprovinz leben vor allem Ismailiten, eine schiitische Glaubensgemeinschaft, die den Aga Khan als den direkten Nachfolger des Propheten verehrt.

Während der Sowjetzeit war die Gebirgsprovinz mit knapp 200.000 Einwohnern, deren Sprache sich nach den verschiedenen Tälern unterscheidet, und die sich ausdrücklich nicht als Tadschiken fühlen, ein Vorposten der sowjetischen Grenztruppen an der afghanischen Grenze und wurde aus Moskau privilegiert versorgt. Schon in der Zarenzeit hatte ein russisches Expeditionsheer aus Osch in Kirgisistan kommend den Weg bis in den Pamir gebahnt. Im Museum von Charog steht immer noch das Klavier, das der russische Kommandant damals über die Berge hat schleppen lassen.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion begann in Tadschikistan der Bürgerkrieg; die Hochlandtadschiken aus dem Pamirgebirge und Garmtal kämpften gegen die Clans der Tieflandtadschiken aus Kuljab um die Macht.
Der Krieg wurde besonders am Anfang mit inner-ethnischer Brutalität geführt. Als die siegreiche Volksfront der Kuljabis die tadschikische Hauptstadt stürmte, begann eine regelrechte Hetzjagd auf die Abkömmlinge des Hochlandes und die Pamiris. Wer sich durch den gutturalen Akzent der Pamiris verriet oder ein bestimmtes Wiegenlied nicht kannte, wurde an Checkpoints aus dem Bus gezerrt und erschossen.
Rettung durch den Agha Khan
Die Opposition der Hochlandtadschiken führte von Afghanistan aus den Krieg gegen die Zentralregierung, während die Kuljabis die Unterstützung Russlands und Usbekistans genossen, und 1994 Emomali Rachmonow, einer der ihren, als Präsidenten einsetzte, der bis heute regiert. Die Pamiris, denen als Ismailiten jeder religiöser Fanatismus fremd ist, gingen gleichwohl eine Allianz mit der von islamistischen Sunniten dominierten Opposition ein.
Religiöses Oberhaupt Agha Khan, Foto:AP
In der tadschikischen Pamirprovinz leben vor allem Ismailiten, eine schiitische Glaubensgemeinschaft, die den Agha Khan als den direkten Nachfolger des Propheten verehrt.
Als 1997 mit dem Aufsetzen des Friedensvertrags von Moskau die einzig legale islamische Partei in Zentralasien in Tadschikistan die Arbeit aufnehmen konnte, traten dieser auch viele Pamiris bei, obwohl die "Islamische Partei der Wiedergeburt" (IPW) von Sunniten dominiert wird. Auch wenn sie mit Muhiddin Kabiri einen ausgesprochenen modernen Vorsitzenden hat, wird die zweite Reihe von radikaleren Strömungen kontrolliert. Pikant ist die Tatsache, dass während der Unruhen auch der ismailitische Parteivorsitzende der IPW im Pamir getötet wurde, und deren Stadtchef verschollen ist.

Als die in der Ebene siegreiche Volksfront der Kuljabis auch die Pamirprovinz erobern wollte, blockierten Freischärler aus den Bergen die engen Zufahrtswege und retteten - so ist die Bevölkerung im Pamir überzeugt - die Menschen vor dem Zorn der Tieflandtadschiken.
Aber mit Straßensperrungen wurde die Versorgung aus Tadschikistan gestoppt und die Unterstützung aus Moskau blieb schon seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus, auch wenn die russischen Grenztruppen bis 2004 weiterhin die Grenze zu Afghanistan und auch den Hochpamir bewachten.
Eingeschlossen in den Tälern, gingen die Vorräte zu Neige, der Bevölkerung drohte der Hungertod. In der Sowjetzeit hatten nur wenige ismailitische Pamiris die Bilder des Aga Khan versteckt. In dieser größten Not erinnerte sich der Aga Khan seiner Anhänger. Die Aga Khan Stiftung organisierte über den verwitterten Pamirhighway aus Osch eine Lebenslinie und versorgte die Pamiris mit dem Notwendigsten. Als 1995 der Aga Khan selbst den Pamir besuchte, kam die Gebirgsbevölkerung aus den Dörfern und versammelten sich am Ufer des Pamir-Flusses, um den Nachkommen des Propheten zu sehen.
Rückkehr des widerständigen Geists
Die tadschikische Zentralregierung versuchte nach dem Friedensvertrag wieder die Macht im Pamir zu erlangen, vor allem nachdem die Russischen Grenzposten 2004 aus dem Hochgebirge abgezogen waren - aber die wahre Autorität lag bei den Bürgerkriegskommandanten.
Der tadschikische Präsident Rachmonow, Foto: DW/Galim Faskhutdinov
Präsident Rachmonow möchte die Gunst der Stunde nutzen und die volle Souveränität über das Pamir-Tal wieder herstellen. Doch das Gefecht in Charog zeigt nun, dass die Regierung Schwierigkeiten hat, die Hochgebirgsgrenze zu Afghanistan zu kontrollieren.
Der Zentralregierung waren diese selbstbewussten Feldkommandanten von der Opposition und von der Volksfront ein Dorn im Auge. Viele erhielten wegen der Vereinbarungen im Friedensvertrag Staatsämter, bleiben danach aber weiterhin autark und ordneten sich nur ungern dem Präsidenten unter. Rachmon hingegen schaltete sie schrittweise aus; entweder wurden sie getötet oder verschwanden im Gefängnis. In den Bergen östlich der Hauptstadt konnten sich die Kommandanten jedoch halten. Seit 2010 führt die Zentralmacht in den tadschikischen Bergen einen verlustreichen Kampf gegen die widerspenstigen Kommandanten.

Am 21. Juli 2012 wurde dann in der Pamirprovinz der Chef der Staatssicherheit erstochen. Die Zentralregierung sah eine Gelegenheit mit den widerspenstigen Autoritäten aufzuräumen und schlug zu. Und weckte die Geister des Bürgerkrieges.
Ein Widerhall mit einem für die Zentralmacht gefährlichen Klang. Oppositionsgruppen sprechen von einem Wiederaufflammen des ethnischen Konfliktes. Die tadschikische Zentralreagierung reagiert dünnhäutig auf Meldungen in der russischen Presse, dass die Provinz Berg-Badachschan sich von Tadschikistan trennen und unabhängig werden könnte. Vor allem hat der Angriff dazu geführt, dass sich viele Pamiris wieder mit den Helden aus dem Bürgerkrieg solidarisieren. Zurzeit ist es vor allem dem Aga Kahn zu verdanken, dass die Lage nicht eskaliert, denn er hat einen direkten Draht zum tadschikischen Präsidenten und auch für die Pamirautoritäten ist seine Bitte nach Ruhe Gesetz.
Russland lehnt sich bei dem Konflikt am Pamir auffallend zurück. Der tadschikische Außenminister hatte vor der Eskalation den Russen beschieden, dass die Verlängerung einer russischen Militärbasis in Tadschikistan noch nicht ausgemacht sei. Das Gefecht in Charog zeigt nun der Welt, dass die dortige Regierung Schwierigkeiten hat, die Hochgebirgsgrenze zu Afghanistan zu kontrollieren.
Marcus Bensmann
© Qantara.de 2012
Redaktion: Nimet Seker/Qantara.de




Sonntag, 21. August 2011

9.8.2011, 374

9. August, Hagi (jap. 萩市, -shi) bis Hamada (jap. 浜田市, -shi), 96,2km, 13832,4954 Gesamtkm 

Datum: 9.8.11
Tag: 374
TagesunterstützerIn:
von: Hagi m NN 2
nach: Misumi m NN 11
km 96,2
Gesamt km 13832,4954
km/h: 13
Fahrzeit 07:22
gesamte Fahrzeit: 1101:51:00
Anstieg in m pro h 102,35
Anstieg in m 754
Abfahrt in m: 745
höchster Punkt in m NN 173
Steigung/Gefälle 1,56
 
Heute ist Gedenktag für Nagasaki (jap. 長崎市, -shi). Im alltäglichen Fahren bekommen wir davon nicht viel mit, sind aber in Gedanken immer wieder dort.
Wir fahre früh von dannen nach einer kurzen Morgenkrise, denn es tut sich kein Wasser für den Kaffee auf. Wolfgang sucht weiter und findet dann doch noch einen Zugang zur Küche und mit ihr zum heißen Wasser. Der Morgen ist gerettet. Es geht an der Küste entlang, schon die erste Pause gibt einen wunderschönen Blick auf die Küste und die Inseln. Es geht immer weiter im dichten Verkehr und wir sind froh, als wir auf eine kleine Straße abbiegen können.  

 
Sie hat sofort den Charme der kleinen Straßen von Shikoku (jap. 四国, dt. vier Länder), auch wenn sie schlechter gepflegt ist. Sie ist angenehm gebaut und so können wir den Berg locker nehmen. Wieder auf der großen Straße begrüßen uns weitere Tunnel. Hinter jedem dieser Tunnel hat es geregnet und als wir aus dem zweiten kommen ist es, als würden wir in ein Dampfbad eintreten. Inzwischen sind es eh schon 35 Grad. Es dampft tatsächlich. Wir suchen wie immer etwas essbares und fahren lange an einer wunderschönen Küste entlang, die kilometerlangen weißen Sandstrand hat und bis auf geschlossene Hotels und verschlafene Fischerdörfer sonst nichts zu bieten hat. Es ist immer wieder erstaunlich. Die nächste Stadt kündigt sich aber gleich mit Industrie und dem verlässlichen Supermarkt an. In diesem werden wir auf 25 Grad gekühlt und sind erstaunt, dass 25 Grad so kalt sein können. Beinahe sind wir froh, wieder draußen zu sein. Die einzige Bank wird von nach hinten parkenden Autos mit laufendem Motor blockiert, so wählen wir den Boden. Es gibt ganz leckeren Fisch. Welch eine Wohltat. Da Gunda heute Sonnenallergie hat wie noch nie, brauchen wir einen guten Schattenplatz. Von Schatten ist hier keine Rede und nach einiger Zeit wählen wir dann den Platz vor den Rettungsbooten. Ein wunderbarer Platz. Wir schlafen tief und fest an die zwei Stunden, bevor es weitergeht. Haben wir 70 Kilometer bis zum Mittagessen geschafft, sind es danach nur noch 25. Die Strecke ist nicht mehr so richtig ausgeschildert und wir irren eine Weile herum. Unsere Straße ist zur Kraftfahrzeugstraße geworden und keine Ausweichroute markiert. Wir finden aber dennoch zurück und lassen uns mit viel Verkehr bergauf und bergab führen. An einer Stelle gibt es ein Zeichen, dass Schneeketten nötig sind. Neben uns beginnt das erste Ski-Gebiet. Die Gegend ist und bleibt wunderschön,   

 
die Menschen hier wieder freundlich und sie winken begeistert. Inzwischen treffen wir immer wieder mal auf Ferienradfahrer. Mal mit einem Rucksack quer und der Isomatte obendrauf, mal mit viel Gepäck.
Die Schlafplatzsuche gestaltet sich schwierig, die Straße ist eng und unser erkorener Platz neben der Post doch zu öffentlich. Nun sind wir auf einem Stück Rasen, dem einzigen ebenen mitten im Wohngebiet und hoffen, dass wir ungestört sind. 

Unsere geringsten Anstiege 

Tag – Anstieg – von NN – nach 

31
0
Mohacs
143
Doroslovo
139
161
0
Teheran
1087
Teheran
1192
206
0
Ata
208
Hauz-Han
196
207
0
Hauz-Han
196
Mollanepes
196
209
0
Uch-Adzhl
186
Repetek
174
211
0
Alat
172
Bukhara
225
222
0
Rabat i-Malik
263
Oqtosh
261
352
0
Kobayashi
495
Kobayashi
495
205
2
Sarakhs
223
Ata
208
309
2
Kashi
1299
Kashi
1299
221
5
Buchara
225
Rabat i-Malik
263
58
7
Messimvria
3
Alexandroupoli
3
59
10
Alexandroupoli
3
Kamriotissa
10
171
21
Teheran
1192
Teheran
1168
51
29
Stip
336
Dolani
307
346
32
Aso
750
Aso
603
208
33
Mollanepes
196
Uch-Adzhl
186
18
60
Tamsweg
1065
Murau
851
55
61
Orfani
0
Gravouna
20
96
61
Beyramil
121
Incirlik
32
56
67
Gravouna
20
Komotini
41
337
76
Tosashimizu
49
Ashizuri-misaki
71
128
85
Kamyaran
1674
Kermanshar
1530
106
91
Kiziltepe
509
Nusaybin
456
157
92
Kashan
898
Langarud
905
331
96
Waki
50
Mino
63
143
99
Murcheh Khort
1622
Esfahan
1595
224
99
Loyish
299
Samarqand
713
24
104
Rozno
195
Zagreb
143
154
104
Mahabad
1024
Kashan
898
223
112
Oqtosh
261
Loyish
299
240
119
Sachrinav
846
Dushanbe
893
91
123
Kurutlutepe
907
Aksaray
948
359
125
Fukiage
9
Kushikino
3
236
132
Termiz
382
Qumqorghan
426
328
135
Osaka
16
Wakayama
82
97
137
Incirlik
32
Osmanye
137
23
138
Rimske Toplice
241
Rozno
195
57
138
Komotini
41
Messimvria
3
32
142
Doroslovo
139
Srem. Kamenica
216