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Donnerstag, 15. November 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren ist klar: So geht es nicht mehr weiter!



Heute schreibt das Auswärtige Amt zu Albanien:
Albanien verfügt über einen internationalen Flughafen (Rinas) nahe Tirana. Der Fährschiffhafen (Pkw-/Lkw-Fähren) Durres ist von Bari, Ancona bzw. Triest zu erreichen. Daneben gibt es Grenzübergänge zu den Nachbarländern, von denen die wichtigsten Muriqan und Han i Hotit (von Montenegro), Qafe Morine (vom Kosovo), Qafe Thane (von der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien), Kapshtice und Kakavije (von Griechenland) sind.
Reisen über Land/ Straßenverkehr 
Der Zustand eines Großteils der Straßen in Albanien ist unbefriedigend. Daher ist auch für relativ kurze Strecken mit längerer Reisedauer zu rechnen; kleinere Straßen sind oft nur mit Geländewagen passierbar. Werkstätten der gängigsten Pkw-Marken sind im Raum Tirana/Durres vorhanden; problematisch sind notwendig werdende Reparaturen an der Fahrzeugelektronik. Beschilderung über Land fehlt häufig und es besteht Gefahr, sich zu verfahren. Nach schweren Regenfällen können Straßen für einige Tage unpassierbar sein (im Winter nach Schneefällen im Norden und Osten des Landes auch wochenlang). Es wird angeraten, in ländlichen Gebieten möglichst in Begleitung eines zweiten Fahrzeugs sowie eines sprach- und ortskundigen Führers zu reisen. Wegen der Gefahren durch unbeleuchtete Fahrzeuge und Fuhrwerke sowie Schlaglöcher und unbefestigte Randstreifen sollte man die Reise ferner so planen, dass man sein Fahrtziel vor Anbruch der Dunkelheit erreicht. Die Benzinqualit ät ist oft problematisch. Bleifreier Kraftstoff ist inzwischen auch im Landesinnern erhältlich, es sollte sicherheitshalber aber in großen Städten aufgetankt werden. Diesel ist überall erhältlich; Dieselfahrzeuge überwiegen mit ca. 80%. Um eventuelle Schwierigkeiten bei Verkehrskontrollen zu vermeiden, wird empfohlen, den Führerschein im Scheckkartenformat mitzuführen.
Bei Einreise mit einem Fahrzeug wird eine Straßennutzungsgebühr erhoben, die für Pkw und Busse mit bis zu 20 Sitzplätzen derzeit 1€ für die ersten 60 Tage und jeweils 1€ für jeden zusätzlichen Tag beträgt. Bei Bussen mit über 20 Sitzplätzen und Lkw wird die Gebühr abweichend berechnet. Es empfiehlt sich, die Gebühr bereits bei der Einreise für den gesamten Reisezeitraum zu entrichten.
Kriminalität
Kleinkriminalität in Albanien ist selten. Besucher des Landes werden in der Regel nicht Opfer von Verbrechen, die von organisierter Kriminalität ausgehen. Sie sollten dennoch allfällige Vorsichtsmaßnahmen, beispielsweise gegen Taschendiebstahl, einhalten.
Naturkatastrophen
In den Sommermonaten kommt es in Albanien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.

Donnerstag, 13. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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 Heute vor zwei Jahren kommen wir an einer Autobahn vorbei, die Emirat Kuwait (arabisch ‏الكويت‎, DMG al-Kuwait, deutsch auch: Kuweit), USA und Ägypten (arabisch ‏مصرMiṣr, offiziell Arabische Republik Ägypten) bauen und einem Flughafen, gebaut von den Vereinigten Arabischen Emiraten (arabisch ‏الإمارات العربيّة المتّحدة‎, DMG al-Imārāt al-‘Arabīya al-Muttaḥida).

Wikipedia:
Das Potential für Flugverkehr ist im armen albanischen Nordosten nicht groß. Ein Businessplan wurde von Regierungsseite noch nicht erstellt.[5] Insbesondere seit der Eröffnung der Autobahn von Durrës nach Kukës fehlt der Bedarf an inneralbanischen Flügen:[6] Reisen mit dem Auto in die albanischen Zentren an der Küste sind dadurch um viele Stunden kürzer geworden und sehr günstig.
Dank der neuen Autobahn steht der Flughafen aber in direkter Konkurrenz zum Flughafen Tirana, der nur etwa anderthalb Stunden entfernt ist.[5] Ein weiteres mögliches Potential besteht im internationalen Reiseverkehr nach Kosovo. Kukës, das 45 Kilometer von Prizren entfernt ist, könnte als Verkehrsflughafen für den Südwesten Kosovos dienen und so den Flughafen Prishtina entlasten, der auch wegen ungünstiger Wetterbedingungen immer wieder geschlossen werden muss.[1][5] Ursprünglich soll der Flughafen vor allem für Warentransporte errichtet worden sein.[7]
Internationale Flüge können zur Zeit aber ab dem Flughafen Kukës nicht durchgeführt werden. Hochtief Airport, die Betreiberin des Flughafens Tirana, hat sich 2004 vertraglich ein Exklusivrecht für 20 Jahre zusichern lassen, dass alle internationalen Flüge nach Albanien über den Flughafen Tirana gehen müssen.[8] Die Betreiber des Flughafens Tirana dementierten 2006, sie hätten ein Interesse, auch den Flughafen Kukës zu betreiben. Sie würden aber die verantwortlichen Behörden bei der Entwicklung des Flughafens unterstützen.[9]
Das Exklusivrecht ist laut Vertrag aber nur bis zu einer bestimmten Passagierfrequenz am Flughafen Tirana gültig, die zwischenzeitlich überschritten worden ist.[5] Hochtief Airport und die albanische Regierung verhandelten im Dezember 2010 die Details des Konzessionsvertrags neu aus mit dem Ziel, nicht nur den internationalen Flugbetrieb in Kukës aufnehmen zu können, sondern auch einen neuen Flughafen bei Saranda bauen zu können.[10]
Es wurden auf dem Flughafen auch schon Hubschrauber der albanischen Luftwaffe gesichtet.[11]

Geschichte

Eine erste Landepiste wurde in der Zwischenkriegszeit unter König Zogu auf dem Fusha e Meteorit südlich von Kukës (353 müA[12]) eingerichtet.[13] 1941 wurde sie von den italienischen Besatzern zu einem kleinen Flugfeld ausgebaut, das mit der Zeit rund 17 ha einnahm.[14] Während des kommunistischen Regimes wurde dieses nur für militärische Zwecke und Notfälle genutzt und blieb auch danach noch militärisches Sperrgebiet.[13]
Als während des Kosovokriegs Zehntausende albanische Flüchtlinge aus Kosovo in Kukës strandeten, rückte der Ort ins internationale Interesse. Dabei wurde auch die sehr schlechte Verkehrsanbindung des Berglands im albanischen Nordosten augenfällig, die eine Versorgung der Flüchtlinge erschwerte. In kurzer Zeit wurde das Flugfeld noch im Jahr 1999 von emiratischen Militäringenieuren notdürftig ausgebaut, um erste Hilfsflüge ermöglichen zu können. Laut Augenzeugen soll auch eine Boeing gelandet sein.[13][14] Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan aus den Vereinigten Arabischen Emiraten offerierte daraufhin eine Spende von 14,2 Millionen US-Dollar zum Bau eines Flughafens in Kukës,[4][14] womit er auch seine Dankbarkeit für die arme lokale Bevölkerung zum Ausdruck bringen wollte, die die kosovarischen Flüchtlinge großzügig aufgenommen und unterstützt hatte. Im Mai 2003 erfolgte der Spatenstich für den neuen, nach dem ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emiraten Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan benannten Flughafen.[13][15] Ende 2006 waren die Bauarbeiten, ausgeführt durch eine seit 1992 in Albanien tätige kuwaitische Firma, im Wesentlichen abgeschlossen.[16] Der Bau hat aber zu Lasten des albanischen Staats zahlreiche weitere Kosten zur Folge gehabt und soll rund 30 Millionen US-Dollar gekostet haben.[17][18][19]
Während der Bauarbeiten kam es zu Protesten von Dorfbewohnern aus der Nachbarschaft, die mit den Entschädigungszahlungen für Enteignungen unzufrieden waren.[1][13]
Radar und andere Einrichtungen der Flugkontrolle wurden erst nach 2006 eingerichtet.[20] Der albanische Verkehrsminister Sokol Olldashi erklärte, dass der Flughafen seit dem September 2007 bereit sei, um An- und Abflüge abzuwickeln. Damals seien die notwendigen Tests abgeschlossen worden.[21] Obwohl der Flughafen seither über die Betriebslizenz verfügt, wurden weiterhin keine Flugbewegungen festgestellt.[18]
Im Mai 2009 wurden erstmals kommerzielle Flüge zwischen Tirana und Kukës angeboten und der Flugbetrieb somit offiziell aufgenommen.[4][19][8] Ob die angekündigten wöchentlichen Flüge einer albanischen Firma mit einem kleinen gecharterten Flugzeug[3] regelmäßig durchgeführt wurden, ist nicht bestätigt.[2] Verhandlungen mit den Betreibern des Flughafens Tirana Ende 2008[22] hatten zu keinen neuen Resultaten geführt: Noch immer dürfen über Kukës keine internationalen Flüge abgewickelt werden.
Ende Juni 2010 wurde der Flughafen unter Anwesenheit von Ilir Meta, stellvertretender Ministerpräsident Albaniens, und Scheich Abdullah bin Zayid Al Nahyan, Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Sohn des Namensgebers, offiziell eröffnet. Die Baukosten wurden dabei mit 22 Millionen US-Dollar angegeben.[15] Angaben über die künftige Nutzung wurden nicht gemacht.

Infrastruktur

Piste von Norden
Der kleine Flughafen entspricht der internationalen Kategorie C.[4] Er ist ausgerichtet für die Abfertigung von mittelgroßen Flugzeugen mit 75 bis 100 Passagieren, von denen vier gleichzeitig geparkt werden können.[5] Betrieben wird der Flughafen vom albanischen Staat.[23] Da der Flughafen nicht genutzt wird, ist der Unterhalt problematisch.[5]
Nebst Piste und Vorfeld wurden ein Passagierterminal, eine Zubringerstraße, ein Tower, ein Lagerhaus, Pistenbeleuchtung und eine Feuerwache errichtet.[16][23] Das 57 Hektar große Gelände ist von einem rund 5000 Meter langen Zaun umgeben.[22][17] Die Gepäckförderanlagen wurden vom deutschen Hersteller Hukom geliefert.[24]
Im Sommer 2009 wurden Pläne veröffentlicht, die 1900 Meter lange Piste um 250 Meter zu verlängern und auf 50 Meter zu verbreitern, damit diese internationalen Standards entspreche.[2][5]

Mittwoch, 12. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren fahren wir durch einsamste Bergregionen.

Südlich von uns ist der neue Kalimash-Tunnel (Wikipedia:)

Kalimash-Tunnel
Kalimash-Tunnel
Nordportal vor der Eröffnung





























Der 5.650 m lange Kalimash-Tunnel im Nordosten Albaniens ist der längste Straßentunnel des Landes. Als Teil der albanischen Autobahn 1 verbindet er die Städte Rrëshen und Kukës und unterquert die Maja e Runjës (1856 müA) auf der Grenze zwischen den Kreisen Mirdita und Kukës. Das südliche Portal liegt beim Dorf Thirra im oberen Tal des Fan i Vogël auf rund 900 müA. Das Nordportal liegt in den Bergen südlich des Dorfes Kalimash auf rund 800 müA.
Der Tunnel wurde im Rahmen des Teilstückes Rrëshen–Kalimash der A1 vom US-amerikanisch/türkischen Joint Venture Bechtel & Enka (BEJV) geplant und gebaut.
Bereits im Juni 2009 wurde der Tunnel feierlich vom albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha und seinem kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaçi mit einer Röhre eröffnet und dem Verkehr übergeben. Allerdings musste er dann bald wieder für Unterhalts- und Abschlussarbeiten geschlossen werden. Erst im Oktober 2010 konnte dann auch die zweite Röhre dem Verkehr übergeben werden.[1]

Dienstag, 11. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren beobachten wir immer wieder sichtgeschützte Häuser.

Wikipedia: 


Kulla in Theth in Nordalbanien, in der sich von der Blutrache bedrohte Männer einschlossen

Beim Kanun (Albanisch auch Kanuni, von griechisch κανών (kanón)) handelt es sich um ein mündlich überliefertes altes Gewohnheitsrecht der Albaner.

Wenn von Kanun die Rede ist, meint man meist den Kanun des Lek Dukagjini, da dieser am besten dokumentiert wurde und als erster schriftlich festgehalten wurde. Es gab aber diverse regionale Varianten wie zum Beispiel Kanun von Skanderbeg (albanisch: Kanuni i Skënderbeut), Kanun i Arbërisë, Kanun der Labëria (Kanuni i Labërisë) und Kanun der Malësia e Madhe (Kanuni i Malësisë së Madhe).

Kanun des Lek Dukagjini

In den nordalbanischen Bergen waren die Bewohner durch die dortigen geografischen Gegebenheiten so von der Außenwelt abgeschottet, dass sich hier ein aus dem Mittelalter stammendes, möglicherweise sogar vorrömisches Gewohnheitsrecht bis in die Neuzeit erhalten hat. Dieses wird in seiner meistzitierten Fassung als Kanun des Lek Dukagjini (albanisch: Kanuni i Lekë Dukagjinit) bezeichnet, nach einem zu Skanderbegs Zeiten lebenden mächtigen Fürsten. Unwahrscheinlich ist die häufige These, dass Lek (Alexander) Dukagjini (1410 – 1481) Namensgeber oder sogar Urheber dieser Gesetzessammlung war. Lek ist vielmehr das albanische Wort für Gesetz (heutiges Standard-Albanisch: ligj).[1]
Grundlage des Kanuns ist das Leben in der Großfamilie, in welcher in der Regel drei Generationen unter der Anführerschaft des ältesten Mannes unter einem Dach wohnten. Die Gesetzessammlung regelt die Bereiche Schuldrecht, Ehe- und Erbrecht, Strafrecht sowie Kirchen-, Landwirtschafts-, Fischerei- und Jagdrecht ziemlich umfassend. Im Strafrechtsbereich ist der Kanun noch von der Ehrverletzung geprägt, wobei der Begriff des Gottesfriedens als Teilaspekt der Besa bereits bekannt ist. Da der Kanun bis heute tief im Denken der nordalbanischen Gegen verwurzelt ist, entsteht oft ein Konflikt zwischen modernen Gesetzen und dem Kanun. Die Frauen spielen im Kanun eine marginale Rolle und haben kaum Rechte. Sie gelten als „Schlauch“ (shakull), „in dem die Ware transportiert wird“, sind aber auf der anderen Seite unverletzlich, wenn es zu Ehrverletzungen kommt.
Die Nordalbaner erkannten keine zentrale Herrschaft an. Streitigkeiten wurden auf Versammlungen (Kuvend) der Familienoberhäupter eines Dorfes oder Stammes geregelt, einer Art Landsgemeinde resp. Thing. Einzige weltliche Autorität war der Kapedan („Kapitän“), der jeweils vom Oberhaupt der Familie Gjonmarku gestellt wurde. Er war Anführer der Mirditen und letzte Instanz in Entscheidungen und Streitfragen. Die Rechte der privilegierten Familie und die Rolle des Kapedan waren im Kanun genau umschrieben. Jeder Mirdite, der jemanden tötete, musste den Gjonmarku eine Abgabe zahlen.

Kanun i Papazhulit

Im Süden des Landes bestand ein nur in Details verschiedener Kanun i Papazhulit, auch Kanun i Labërisë, der auf die unterschiedlichen sozialen, religiösen und gesellschaftlichen Umstände Rücksicht nimmt. Im weniger abgeschiedenen Südalbanien waren die Bedeutung und die tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung aber viel geringer.

Besa

Der ganze Kanun baut auf der Ehre auf, aus der sich zahlreiche Pflichten, negative Aspekte wie die Blutrache, aber auch positive Aspekte wie das Gastrecht und die Besa ableiten. Letztere lässt sich nicht direkt ins Deutsche übersetzen, sondern umfasst die Begriffe „Friedenspakt, Allianz, Waffenstillstandsabkommen, gastfreundschaftliches Bündnis, Ehre des Hauses, Ehrenwort, Schwur, Sicherheitsgarantie, Loyalität, Treue und anderes mehr“[2]. Die Besa schützt von der Blutrache Bedrohte für gewisse Zeiten oder Orte vor Verfolgung und entbindet gleichzeitig den zur Blutrache Verpflichteten, ein Verbrechen zu rächen. Die Besa konnte einerseits zwischen Personen oder Familien vereinbart werden. Sie wurde zum Beispiel für wichtige Besorgungen, Feldarbeit, familiäre Feiern oder kirchliche Feiertage gewährt. Meist wurde auch dem Mörder für gewisse Zeit nach einer Blutrachetat Besa gewährt. In der Besa für Vieh und Hirten erlaubten Stämme untereinander, das andere Stammesgebiet zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Strecken bereisen zu dürfen. Die allgemeine Besa unterband alle Sühnetaten in Kriegszeiten.
Daneben waren aber auch ganze Personengruppen wie Frauen, Kinder oder Priester vor Verfolgung geschützt.
Ein besonderes Versprechen ist dasjenige der Eingeschworenen Jungfrauen, niemals eine sexuelle Beziehung einzugehen, dafür ein Leben wie ein Mann führen zu können.

Geschichte

In den unzugänglichen nordalbanischen Gebirgen hatten die Osmanen, die das Land rund 500 Jahre lang besetzten, nie wirklich die Macht erlangt. Somit konnten sie dort auch nicht ihre Gesetze einführen. Mangels anderer staatlicher Macht konnte sich der Kanun deshalb bis in die Neuzeit erhalten.
Das immer nur mündlich überlieferte Gesetzeswerk wurde erstmals vom Franziskanerpater Shtjefën Gjeçovi (1874 – 1929) am Ende des 19. Jahrhunderts in der Version des Kanun des Lek Dukagjin gesammelt und in der Folge in Teilen publiziert. Die erste vollständige Publikation erschien 1933 in Shkodra.
Während der kommunistischen Diktatur in Albanien war der Mechanismus der Blutrache sistiert; denn der Staat konnte seine Rechtshoheit landesweit durchsetzen. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus anfangs der 1990er Jahre hat sich insbesondere die Blutrache wieder etabliert. Der junge demokratische Staat war zu schwach, um diese Dynamik der Selbstjustiz regulieren zu können. Erst das Erstarken des albanischen Staates nach den Unruhen von 1997 führte zu einem langsamen Rückgang der Blutrache-Konflikte. Heute sollen – je nach Quelle – wieder bis zu 15.000 albanische Familien in Blutrache-Konflikte verstrickt sein, die zum Teil auf Vorfälle vor dem Zweiten Weltkrieg zurückgehen. Dabei werden die regulierenden Bestimmungen des Kanun aber meist nicht eingehalten, so dass auch Kinder und Frauen bedroht werden und in ärmlichen Verhältnissen zu Hause gefangen sind. Dieses Aufweichen der Regeln veranlasste Gjin Marku, Vorsitzender des schlichtenden Komitees der Nationalen Aussöhnung, von einer degenerierten Form des Kanuns zu sprechen.[3]
Die katholische und die islamische Geistlichkeit in Nordalbanien sprechen sich konsequent für die Achtung des bürgerlichen Rechts und damit für die Sistierung des Kanuns aus. Ihr Einfluss auf die Gläubigen und vor allem auf die religiös nicht Gebundenen ist allerdings begrenzt.
1990 haben in Kosovo, Mazedonien und Montenegro über eine Million Albaner an verschiedenen Versöhnungsfeiern teilgenommen. Diese wurden von einer Gruppe um den Soziologen Anton Ceta († 1995) organisiert.[4] In Albanien gibt es seit einigen Jahren ein sogenanntes Versöhnungsprojekt, bisher aber nur mit kleinen Erfolgen.

Montag, 10. September 2012

Heute vor zwei Jahren


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Heute vor zwei Jahren gelangen wir in die Mirdita.

Albanien, amtlich Republik Albanien (albanisch Shqipëri/Shqipëria oder Republika e Shqipërisë)

Montenegro (serbokroatisch Црна Гора/Crna Gora ['t͡sr̩naː 'ɡɔra], albanisch Mali i Zi)


Wikipedia:
Das Gebiet der Mirdita wird nach Westen von der Küstenebene und dem Meer durch eine Gebirgskette (knapp 1000 Meter über Adria) getrennt. Dahinter liegt eine stark zerfurchte und erodierte Hochebene, die heute eher als Hügelland zu bezeichnen ist und vor allem im Osten und Norden in höhere Gebirgszüge bis auf 2100 Meter übergeht. Die Durchschnittshöhe der Landschaft liegt auf rund 400 Meter über Meer.
Der Fluss Fan entwässert die ganze Mirdita. Ganz im Südwesten der Region fließt er in den Mat, der dort in einer Schlucht die Berge zur Küste durchbricht.
Die rote Erde weist auf das Vorkommen mineralischer Rohstoffe hin, die an verschiedenen Orten auch abgebaut wurden. Von Bedeutung ist insbesondere der Kupfer-Bergbau mit Bergwerken in Rubik und Kurbnesh. Das Einbrechen der Weltmarktpreise, vollkommen veraltete Technik und fehlende Investoren ließen diese Industrie nach dem Zusammenbruch des Kommunismus aber zum Stillstand kommen.

Bedeutung und Herkunft des Namens

Mirëdita bedeutet auf Deutsch Guten Tag. Der Name der Region wird damit oft in Verbindung gebracht, wobei auf die Lage der Region verwiesen wird. Von der Küste aus liegt Mirdita im Osten, dort wo die Sonne auch aufgeht. Mirdita ist also der Ort, wo der neue Tag beginnt.
Eine alte Legende besagt, dass ein Mann bei seinem Tod drei Söhne hinterließ. Sein ganzer Besitz bestand aus einem Sattel und einem Sieb. Der älteste nahm den Sattel (albanisch: Shala), der zweitälteste das Sieb (albanisch: Shosha). Dem jüngsten Bruder blieb nicht anders übrig, als dem anderen Guten Tag zu wünschen. Und so seien die drei Stämme der Shala, Shosha und der Mirditen zu ihren Namen gekommen.

Zentrum des Kanun

Die Mirdita war über Jahrhunderte ein Zentrum des gesellschaftlichen und spirituellen Lebens der nordalbanischen Stämme. Damaliges Zentrum und Hauptort war Orosh, wo sich die Familienoberhäupter der Mirditen zum Ältestenrat, einer Art Landsgemeinde resp. Thing, trafen. Von großer Bedeutung war auch die Abtei von Orosh, aus der das heutige Bistum Rrëshen hervorgegangen ist. Wie die anderen Stämme der Region waren auch die Mirditen katholisch, als einziger aber rein katholisch. Noch heute leben im Bezirk mehr als 90 Prozent Katholiken.
Die rund 15.000 bis 20.000 Mirditen zur Mitte des 19. Jahrhunderts unterteilten sich in fünf Unterstämme, sogenannte Bajraks (Fahnen): Oroshi, Kushneni, Fandi, Dibrri und Spaçi. Ersterer war der kleinste, letzterer mit drei bis vier Mal so viel Angehörigen der größte. Ein Haushalt umfasste im Schnitt zwölf Personen.
Obwohl die Nordalbaner keine zentrale Herrschaft anerkannten, gab es auch eine Art weltliche Autorität in Orosh. Der Kapedan („Kapitän“), der jeweils vom Oberhaupt der Familie Gjonmarku gestellt wurde, war Anführer der Mirditen und letzte Instanz in Entscheidungen und Streitfragen. Die Rechte der privilegierten Familie und die Rolle des Kapedan waren im Kanun genau umschrieben. Jeder Mirdite, der jemanden tötete, musste den Gjonmarku eine Abgabe zahlen. Sogar die Osmanen, unter denen die Mirditen stark litten, erkannten die Vorrangstellung der Gjonmarku an.
Während die Mirdita zur Türkenzeit innere Selbstverwaltung genoss, stellten die Stämme Hilfstruppen für die Armee des Sultans. Noch 1896 gab es in der Mirdita keine Schule.

Republik Mirdita

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in der Mirdita zu einem inneren Machtkampf, nachdem der Kapedan ohne männliche Nachkommen gestorben war. Der unbeliebte und enterbte Neffe Gjon Marka Gjoni versuchte trotzdem, an die Macht zu kommen. Von den Jugoslawen erbat er sich (finanzielle) Unterstützung, die er auch erhielt, da Belgrad an einer Destabilisierung des jungen albanischen Staates interessiert war. Er forderte die Mirditen erfolglos auf, sich gegen die "türkische" (= muslimische) Regierung in Tirana zu erheben. In der Folge rief Gjon Marka Gjoni, der des Lesens und Schreibens nicht mächtig war, am 17. Juli 1921 in Prizren die Republik Mirdita aus, erklärte sich zu deren Präsidenten und verlangte vom Völkerbund die Anerkennung. Das aussichtslose Unternehmen wurde bald nicht einmal mehr von Jugoslawien unterstützt, das Gjoni aber trotzdem mit Waffen und Soldaten versorgte. Albanischen Regierungstruppen unter Bajram Curri gelang es, die fremden Truppen, zu denen nur wenige Mirditen gehörten, zurückzuschlagen. Im November 1921 floh Gjon Marka Gjoni wieder nach Prizren. Die Mirditen erklärten sich nach Verhandlungen unter der Leitung von Ahmet Zogu loyal zur albanischen Regierung.

Mirditische Briefmarke aus dem Jahr 1921
Als Überrest der Republik Mirdita tauchen gelegentlich Briefmarken der Republik Mirdita im Handel auf.

Industrialisierung

In der Volksrepublik Albanien erlangte die Mirdita als rohstoffreiche Region an Bedeutung. Neben der Holzwirtschaft war insbesondere der 1928 gestartete Kupfer-Bergbau von Bedeutung.[1] Hierzu wurden in den 60er Jahren die drei Städte Rrëshen, Rubik und Kurbnesh erbaut. In Rubik wurde eine metallurgische Fabrik errichtet. Später folgte dann noch der Bau der Eisenbahn-Strecke von Milot nach Rrëshen. Die albanische Eisenbahn hat die Strecke ab Rubik zwischenzeitlich wieder (teilweise) demontiert.
Ein Teil der Bergwerkarbeit wurde im sozialistischen Albanien von Strafgefangenen, politischen Häftlingen und Internierten vollbracht. So auch in Mirdita. Das Bergwerk von Spaç im Norden von Mirdita gehörte zu den berüchtigtsten Arbeitslagern Albaniens. Die Häftlinge lebten dort unter primitivsten hygienischen Bedingungen, erhielten nur unzureichend Nahrung und hausten in Unterkünften, die sie kaum vor der winterlichen Kälte schützten. Die Arbeitsanforderungen waren extrem hoch. Hinzu kamen Isolationshaft und oft auch Folter.

Samstag, 11. Dezember 2010

Kilometer- und Höhenangaben Albanien


Graphik hier herunterladen

Nr Tag Tagesziel/Ort Höhe Zielort über NN Tages km Gesamt km KmH Tageshöhenmeter max. Höhe am Tag
41 Qyrsac 129 80,91 2579,7 12,48 214 192
42 Rrape 973 47,91 2628,3 7,68 1228 994
43 Shemri 753 61,12 2690,3 8,8 1212 982































Freitag, 19. November 2010

Visafreie Einreise für EU-Bürger

Kroatien – Serbien – Bosnien und Herzegowina – Montenegro - Albanien – Kosovo – Mazedonien – Türkei – Irak (Autonome Region Kurdistan)

Geldautomaten VISA und visaPLUS


In den Ländern Deutschland € – Österreich € – Slowenien € – Kroatien – Ungarn – Serbien – Bosnien und Herzegowina – Montenegro € – Albanien – Kosovo € – Mazedonien – Bulgarien - Griechenland € - Türkei - Tadschikistan - China - Japan (nur bei JP!) und Niederlande € möglich. In der Region Kurdistan/Irak bisher alle Geldautomaten außer Betrieb. Im Iran funktionieren die zahlreichen Geldautomaten wegen des Embargos nicht für ausländische Karten.