Heute vor einem JAhr fahren wir weiter durch die
Taklamakan-Wüste (auch
Takla Makan,
chinesisch 塔克拉瑪干沙漠 /
塔克拉玛干沙漠 Tǎkèlāmǎgān Shāmò oder
Taklimakan Shamo, Uighur:
Täklimakan Toghraqliri). Wir halten in
Korla (
chinesisch 库尔勒市 Kù'ěrlè Shì),
Yanxiang si 严香寺,
Hejing' (和静县;
Pinyin: Héjìng Xiàn;
uighurisch: خېجىڭ ناھىيىسى / Hecing Nahiyisi),
Turpan. Die Turpan-Senke liegt an ihrer tiefsten Stelle, an den Ufern des
Aydingkol-Sees, 154,50 m unter
NN. Damit ist sie, nach dem
Toten Meer und dem
Assalsee, die dritttiefste
Senke der Erde. An der tiefsten Stelle, die sich etwa 150 km südöstlich der Provinzhauptstadt
Ürümqi im Zentrum der etwa
50.000 km² großen Turpan-Senke am
Aydingkol-See befindet, fällt das Gelände an den Seeufern auf 155 m unter dem Meeresspiegel ab. Damit ist sie nach dem
Toten Meer und dem
See Genezareth
die dritttiefste Depression der Erde, die schon im vorindustriellen
Zeitalter trockenen Fußes aufgesucht werden konnte. Dieser Rang wurde im
zwanzigsten Jahrhundert von rheinischen Braunkohle-Tagebau-Minen
abgenommen. Die zweittiefste Stelle liegt nunmehr in Deutschland (ca
290m unter Meeresspiegel) im
Tagebau Hambach.Wir steigen um in
Ürümqi (auch: Urumtschi oder Urumchi, bis 1954
Dihua), fahren weiter über
Shanshan (
chinesisch 鄯善 Shànshàn, Uighur: Piçan) nach
Kumul (chin.
Hami). Links von uns
Bogda Shan (
Mongolian:
Bogd Uul,
simplified Chinese:
博格达山;
traditional Chinese:
博格達山;
pinyin:
Bógédá shãn) und
Karlik Shan, dahinter die
Mongolei (
mongolisch Монгол Улс /
Mongol Uls /
mongɣol ulus, wörtlich: „Mongolischer Staat“).
Beim Umsteigen in
Ürümqi erinnern wir uns, daß hier ein
VW-Werk gebaut wird und an die Ereignisse von vor drei Jahren:
Am 5. Juli 2009 griffen uigurische Demonstranten nach einer zunächst
friedlichen Demonstration Berichten zufolge in Urumqi Han-Chinesen an,
Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt, einige Geschäfte gestürmt und der
Verkehr an mehreren Kreuzungen blockiert. Nach Augenzeugenberichten
waren die rund 3000 Demonstranten mit Holzknüppeln und Messern
bewaffnet. Der Polizei wurde befohlen, Ruhe und Ordnung
wiederherzustellen. Es soll, nach offiziellen Angaben, zu blutigen
Auseinandersetzungen mit 184 Toten gekommen sein, davon 137
Han-Chinesen, 46 Uiguren und ein Mitglied der Hui-Minderheit, die von
der wütenden Menge erschlagen wurden.[1]
Hintergrund sind die seit Jahren anhaltenden Spannungen zwischen der
chinesischen Zentralregierung, der von ihr abhängigen Provinzregierung
und den Autonomiebestrebungen der Uiguren und anderer ethnischer Minderheiten.[2]
8
|
Kuerle
|
02:19
|
02:32
|
988
|
9
|
Yanxiang
|
03:23
|
03:29
|
1045
|
10
|
Hejing
|
01:08
|
01:13
|
1076
|
11
|
Turpan
|
11:26
|
11:43
|
1445
|
12
|
Urumqi
|
13:44
|
-
|
1588
|
|
Station
|
Arr.
|
Dep.
|
Distance (km)
|
1
|
Urumqi
|
-
|
17:14
|
0
|
2
|
Turpan
|
18:57
|
19:03
|
143
|
3
|
Shanshan
|
20:30
|
20:36
|
283
|
4
|
Hami
|
23:12
|
23:24
|
553
|