Heute vor zwei Jahren sind wir in der Obhut der Geheimpolizei.
Samstag, 24. November 2012
Freitag, 23. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Heute vor zwei Jahren gedenken wir Andrea, die in diesen Bergen gekämpft hat.
Heute setzen wir uns mit dem Völkermord an den Aramäern (aramäisch: ܩܛܠܥܡܐ ܐܪܡܝܐ; Seyfo Abkürzung von Schato d'Seyfo für "Jahr des Schwertes") auseinander, weil wir in einer assyrischen Stadt übernachtet haben.
Wikipedia:
Harir is an Assyrian village and a sub-district located in the district of Shaqlawa, Iraq. Today, many homes are being built for Assyrians, by Sarkis Aghajan Mamendo, who are willing to move back to the villages. Both the village and the sub-district of Harir were established by displaced Assyrian families from the Nochiya Region. They moved to Harir, the village and the sub-district, because of the Assyrian genocide committed against Assyrian Christians within the Ottoman Empire. The village and sub-district of Harir is home to the famous Matran Family (family of Saint Mar Yosip Khnanishu X) which is from Nochiya.
Der Völkermord an den Aramäern (aramäisch: ܩܛܠܥܡܐ ܐܪܡܝܐ; Seyfo Abkürzung von Schato d'Seyfo für "Jahr des Schwertes") erfolgte in den Jahren 1915 bis 1917 im damaligen Osmanischen Reich zeitgleich mit dem wesentlich bekannteren Völkermord an den Armeniern und den Griechen. Es waren alle den Aramäern gleichgestellte Personenkreise gemeint, die als Assyrer, auch als Chaldo-Assyrer, einer aramäischsprachigen christlichen Volksgruppe in der Türkei angehörten und innerhalb des Territoriums des damaligen Osmanischen Reiches sowie im Iran lebten.
Erster Weltkrieg und Nachkriegszeit
Das Jahr 1915 ging bei den Suryoye, einem hauptsächlich in den Regionen Tur Abdin, Hakkâri und Urmia lebenden christlichen Volk, als „Jahr des Schwertes“ (aram.: Sayfo) in die Geschichte ein. Nach dem Scheitern ihres Angriffs auf Kaukasien und Nordpersien ermordeten Türken und Kurden damals Armenier, Aramäer und andere Christen, die sich der russischen Gegenoffensive angeschlossen hatten. In Urmia beispielsweise töteten sie 1915 mehrere tausend Gläubige. Im gesamten Gebiet fielen ihnen die meisten Nestorianer zum Opfer, insgesamt rund 47.000. Kurz vor Kriegsende töteten türkische Truppen in Baku und Umgebung noch bis zu 30.000 Armenier. Zusammengenommen haben die Jungtürken allein während der zwischen Mai und September 1918 laufenden Invasion in Kaukasien 50.000 bis 100.000 Armenier und andere orientalische Christen getötet. Insgesamt starben etwa zwei Millionen Christen, darunter 500.000 bis 750.000 Aramäer.[1]Nicht unerwähnt sollten auch die Christen aus der damaligen türkischen Provinz Syrien und dem Libanon bleiben. Die Jungtürken zeigten sich unempfindlich gegenüber dem Leid der vermeintlich illoyalen christlichen Untertanen und leisteten einer Hungersnot, die den Tod von zuletzt 100.000 Menschen nach sich zog, vermutlich sogar Vorschub.[1]
Einige aramäische Christen in den großen Städten entkamen dem Tod nur durch die Hilfe US-amerikanischer Missionare und des Apostolischen Nuntius. Andere wurden in den Dörfern durch das mutige Eingreifen einiger türkischer Beamter gerettet oder konnten bei türkischen oder kurdischen Freunden versteckt werden. Gleichzeitig versuchten US-amerikanische anglikanische und lutherische Missionare, die alten Christengemeinden im Orient zum Protestantismus zu bekehren. Diese Bemühungen sind bis vor kurzem noch nicht eingestellt worden.
Die vom Lausanner Vertrag (1923) garantierten Kollektivrechte, die Armeniern, Griechen und Juden die Ausübung ihrer Religion ermöglichen sollen, wurden den west- und ostsyrischen Christen nicht gewährt. Mittlerweile übt die EU in dieser Angelegenheit Druck aus.
Nachgeschichte
Nach mehreren Berichten, so der Gesellschaft für bedrohte Völker durch Tessa Hofmann, wurden die west- und ostsyrischen Christen Opfer grausamer Verfolgung und Vertreibung. Die Aramäer verloren in den nördlichsten Gebieten Obermesopotamiens und im Iran über 50 Prozent ihrer Gesamtbevölkerung. Bis auf spärliche Reste wurden sie aus ihren alten Siedlungsgebieten vertrieben und mussten unter schwierigsten Bedingungen jahrelang in Lagern zubringen, die unter Aufsicht des Völkerbundes standen.Heutige Situation
Das Nationalbewusstsein der Suryoye wurde vom Genozid geprägt, denn die Leiden, Massaker und Verschleppungen sind tief in der Erinnerung dieses Volkes gegenwärtig. Der Genozid und die ständigen Leiden gaben diesem Volk eine von diesen Erfahrungen bestimmte eigene Identität. Die ethnisch-demographischen Veränderungen durch den Genozid, die gleichzeitige und nachhaltig wirksame Islamisierung durch Araber, Türken und Kurden sowie die Auswanderung aus den Ursiedlungsgebieten, bedingt durch Verfolgung und Massaker, haben die Identität der späteren Bewohner der Region stark verändert.Wenngleich sich die geflohenen und vertriebenen Christen aus dem Tur Abdin und Hakkâri in Europa und Übersee eine neue Existenz aufgebaut haben, bestehen viele Verbindungen in die alte Heimat. Da die Suryoye keinen eigenen Nationalstaat, wie die Armenier besitzen, kämpfen sie in den Aufnahmeländern um ihre Anerkennung als ethnische Minderheit. Die historische Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen ist schwierig, da Teilaspekte des Geschehens aufgrund der Unauffindbarkeit eines Teils der osmanischen Archive und weiterer wichtiger Quellen nicht restlos aufgeklärt sind. Eine differenzierte Bewertung wird durch die offizielle Leugnungspolitik der Türkei und vieler Türken erschwert.
Donnerstag, 22. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Mittwoch, 21. November 2012
Unsere Fotos heute vor zwei Jahren
Dienstag, 20. November 2012
Montag, 19. November 2012
Sonntag, 18. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Samstag, 17. November 2012
Freitag, 16. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Donnerstag, 15. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Heute vor zwei Jahren ist klar: So geht es nicht mehr weiter!
Heute schreibt das Auswärtige Amt zu Albanien:
Albanien verfügt über einen internationalen Flughafen (Rinas) nahe Tirana. Der Fährschiffhafen (Pkw-/Lkw-Fähren) Durres ist von Bari, Ancona bzw. Triest zu erreichen. Daneben gibt es Grenzübergänge zu den Nachbarländern, von denen die wichtigsten Muriqan und Han i Hotit (von Montenegro), Qafe Morine (vom Kosovo), Qafe Thane (von der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien), Kapshtice und Kakavije (von Griechenland) sind.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Der Zustand eines Großteils der Straßen in Albanien ist unbefriedigend. Daher ist auch für relativ kurze Strecken mit längerer Reisedauer zu rechnen; kleinere Straßen sind oft nur mit Geländewagen passierbar. Werkstätten der gängigsten Pkw-Marken sind im Raum Tirana/Durres vorhanden; problematisch sind notwendig werdende Reparaturen an der Fahrzeugelektronik. Beschilderung über Land fehlt häufig und es besteht Gefahr, sich zu verfahren. Nach schweren Regenfällen können Straßen für einige Tage unpassierbar sein (im Winter nach Schneefällen im Norden und Osten des Landes auch wochenlang). Es wird angeraten, in ländlichen Gebieten möglichst in Begleitung eines zweiten Fahrzeugs sowie eines sprach- und ortskundigen Führers zu reisen. Wegen der Gefahren durch unbeleuchtete Fahrzeuge und Fuhrwerke sowie Schlaglöcher und unbefestigte Randstreifen sollte man die Reise ferner so planen, dass man sein Fahrtziel vor Anbruch der Dunkelheit erreicht. Die Benzinqualit ät ist oft problematisch. Bleifreier Kraftstoff ist inzwischen auch im Landesinnern erhältlich, es sollte sicherheitshalber aber in großen Städten aufgetankt werden. Diesel ist überall erhältlich; Dieselfahrzeuge überwiegen mit ca. 80%. Um eventuelle Schwierigkeiten bei Verkehrskontrollen zu vermeiden, wird empfohlen, den Führerschein im Scheckkartenformat mitzuführen.
Bei Einreise mit einem Fahrzeug wird eine Straßennutzungsgebühr erhoben, die für Pkw und Busse mit bis zu 20 Sitzplätzen derzeit 1€ für die ersten 60 Tage und jeweils 1€ für jeden zusätzlichen Tag beträgt. Bei Bussen mit über 20 Sitzplätzen und Lkw wird die Gebühr abweichend berechnet. Es empfiehlt sich, die Gebühr bereits bei der Einreise für den gesamten Reisezeitraum zu entrichten.
Kriminalität
Kleinkriminalität in Albanien ist selten. Besucher des Landes werden in der Regel nicht Opfer von Verbrechen, die von organisierter Kriminalität ausgehen. Sie sollten dennoch allfällige Vorsichtsmaßnahmen, beispielsweise gegen Taschendiebstahl, einhalten.
Naturkatastrophen
In den Sommermonaten kommt es in Albanien aufgrund
der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und
Waldbränden. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien
und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.
Mittwoch, 14. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Dienstag, 13. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Heute vor zwei Jahren übernachten wir unterhalb von Mardin (arabisch ماردين, DMG Mārdīn, aramäisch ܡܪܕܝܢ Merdin; kurdisch Mêrdîn).
Montag, 12. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Heute vor zwei Jahren erleben wir das Südostanatolienprojekt.
Wikipedia:
Das Südostanatolien-Projekt (GAP, türk. Güneydoğu Anadolu Projesi (GAP)) ist das größte regionale Entwicklungsprojekt der Türkei. Es umfasst insgesamt 22 Staudämme, 19 Wasserkraftwerke und Bewässerungsanlagen entlang der beiden Flüsse Euphrat und Tigris. Das ursprünglich angestrebte Ziel, 2010 GAP zu beenden, hat die türkische Regierung um mehrere Jahre verschoben. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird die Türkei nach eigenen Angaben damit 28 Prozent ihres Wasserpotenzials kontrollieren.
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Komponenten des GAP
Das GAP wurde in den 1980er in Angriff genommen und soll das Wasser des Euphrat und Tigris zur wirtschaftlichen Nutzung erschließen. Insgesamt sollen 22 Staudämme und 19 Wasserkraftwerke gebaut werden.Atatürk-Staudamm
Der Atatürk-Staudamm war der erste und ist der größte der 22 Staudämme. Er staut das Wasser des Euphrats. Sein aufgestautes Wasser soll über die zwei Şanlıurfa-Tunnel auf landwirtschaftliche Nutzflächen zur Bewässerung geleitet werden. Der Atatürk-Stausee hat die 1,5 fache Fläche des Bodensees. Der Staudamm ist der drittgrößte der Welt. Mit einer Gesamtleistung von 2400 MW wird hier fast ein Zehntel der Energie des Landes erzeugt (Stand 2003).Der Atatürk-Staudamm wurde zu einem ökologischen und ökonomischen Desaster, das jedoch in der westlichen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt blieb. Fünfzehn Jahre nach seiner Eröffnung im Jahre 1983 drohte er zu verschlammen. Das Erdreich der umliegenden Berge erodierte immer mehr und rutschte in den Stausee. Nach Alarmrufen von Wissenschaftlern und der Presse beschloss die türkische Regierung 1998 eine Wiederaufforstung der Hänge rund um den Atatürk-Stausee. Eine Fläche von der Größe des Saarlandes sollte begrünt werden. Bei der größten ökologischen Rettungsaktion in der Geschichte der Türkei bepflanzten Tausende von freiwilligen Studenten das See-Ufer mit Bäumchen.
Die Euphrat-Staustufe Birecik liegt bei Birecik unterhalb des Atatürk-Staudamms. Sie dient neben der Stromerzeugung auch der landwirtschaftlichen Bewässerung und besteht aus einem 2,5 km langen Staudamm. Die Turbinen erzeugen pro Jahr 2,5 Milliarden Kilowattstunden.
Weitere Staudämme
Der Ilisu-Staudamm soll den Tigris stauen und würde in der Nähe zur irakischen Grenze gebaut werden. Der Damm soll 135 Meter hoch und 1820 Meter lang werden und ein Gebiet von 313 Quadratkilometer überfluten, darunter auch historische Kulturdenkmäler, wie etwa die mittelalterliche Stadt Hasankeyf.Die Şanlıurfa-Tunnel sind mit je 26,2 km Länge und 7,62 m Innendurchmesser die längsten Bewässerungstunnel der Welt. Allein diese beiden Tunnel entziehen dem Euphrat eine Wassermenge von 328 m³/s. Durch den Euphrat strömt ein Wasservolumen von ca. 700 m³/s. Die Flüsse Euphrat und Tigris führen jährlich 50 Mrd. m³ Wasser.
Wasserturbinen zur Energiegewinnung
Das Projekt umfasst neun Provinzen, die im historischen Ober-Mesopotamien zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris liegen:
Ziele des GAP
Mit der Fertigstellung des Projektes sind mehrere Ziele verbunden, besonders die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des lange Zeit vernachlässigten Südostens der Türkei. In diesem Gebiet lebt größtenteils die kurdische Minderheit. Durch die wirtschaftliche Entwicklung erhofft sich die Regierung auch eine Entschärfung der sozialen Lage der Kurden und damit auch einen Beitrag zur Lösung der kurdischen Frage. Zudem soll durch das Entwicklungsprogramm die Binnen-Migration und Landflucht von Ost nach West verringert werden.Ziele
- Bewässerung und das Urbarmachen des unfruchtbaren Land in Syrien, der Türkei, des Irak und des Irans
- Entwicklung des unterentwickelten Osten der Türkei und Erhöhung des Lebensstandards und Einkommensniveaus der Bevölkerung
- Schaffung von 5 Millionen neuen Arbeitsplätzen[1] in allen Bereichen (Dienstleistung, Industrie und Landwirtschaft)
- Energiegewinnung und Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
- zusätzliche staatliche Einnahmen durch den Wasserhandel mit den Nachbarländern und dem ganzen Nahen Osten (z. B. Israel)
- Bewässerung der Steppe zur Erschließung landwirtschaftlicher Nutzflächen
- Diversifizierung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse
- Erhöhung des Exports aus der Region durch eine exportorientierte Agrarproduktion
- Ansiedlung von Industrien: In der ersten Stufe ist eine Ansiedlung der Lebensmittelverarbeitung geplant, danach sollen weitere Industriezweige wie Möbelherstellung, Textil und Chemie folgen.
- Förderung des Tourismus: Erschließung vieler historischer und archäologischer Stätten durch den Ausbau der Infrastruktur (Straßen, Hotels usw.)
- Gesellschaftliche Umwandlung: Frauenprojekte, Ausbildung, Erziehungstätigkeiten und Gesundheitsleistungen
Landwirtschaft
Mit Hilfe riesiger Bewässerungsanlagen soll eine Fläche von 1,7 Millionen Hektar zwischen den beiden Flüssen bewässert und so zur landwirtschaftlichen Nutzung erschlossen werden. Das entspricht fast der Größe Thüringens. Mit dem Fertigstellen des GAP wird sich die bewässerte Fläche der Türkei schätzungsweise verdoppeln.Allein bei der Produktion von Baumwolle erwartet man eine Erhöhung von derzeit 150.000 Tonnen auf 400.000 Tonnen. Damit wird die Region zu einer der vier wichtigsten Anbauflächen für Baumwolle. Baumwolle ist für die Türkei insofern wichtig, da dessen Nachfrage nach dem Rohstoff größer ist als die Kapazität zur Deckung des eigenen Bedarfs. Bereits jetzt zählt die Türkei neben China und anderen Ländern zu den Haupttextil-Produzenten der Welt.
Neben Baumwollfeldern entstehen allerdings auch Pistazien- und Mandelbaumplantagen, Erdbeer-, Sojabohnen- und Weizenfelder und Truthahnfarmen.
Die Erträge von Baumwolle, Gerste und Weizen verdreifachten sich auf den bewässerten Flächen, vor allem in der Ebene um Harran. Wie aus den Erfahrungen mit anderen Staudammbauten bekannt wurde, steigen nach der Inbetriebnahme mit dem Grundwasserspiegel auch die Bodensalze nach oben und machen die Böden unfruchtbar. Auch die Harran-Ebene war einst eine der größten Kornkammern der Türkei, doch schon heute sind mehr als 20 % des Bewässerungsgebietes zu versalzen, um noch als Anbaugebiet von Nutzen sein zu können.
Bewässerungskanal in Harran
Fischerei
Zurzeit wird über die Errichtung von Fischzuchtfarmen auf den neu entstandenen Seen nachgedacht. Auf den Stauseen um den Atatürk-Staudamm zeichnet sich derzeit bereits eine derartige Entwicklung ab.Elektrizität
Die bereits bestehenden 17 Wasserkraftwerke versorgen die Türkei mit 8,9 Milliarden Kilowattstunden Energie. Der Verbund dieser 17 Wasserkraftwerke ist der größte der Welt. Nach der Fertigstellung soll die Region jährlich eine Energiemenge von 27 Milliarden Kilowattstunden produzieren. Dies entspricht 30 % des türkischen Jahresbedarfs.Aktueller Stand
| Projektstand Juni 2000 | ||||
| Fertig | im Bau | Geplant | Summe | |
| Energie Kapazität (MW) | 4,490 | 898 | 1,947 | 7,335 |
| Energie Produktion (MWh/Jahr) | 16704 | 3286 | 7119 | 27109 |
| Bewässerte Fläche (ha) | 212,197 | 159,147 | 1,428,656 | 1,800,000 |
| Zahl der Staudämme | 12 | 2 | 8 | 22 |
| Zahl der Wasserkraftwerke | 6 | 2 | 10 | 18 |
Eine Reihe von wirtschaftlichen Rückschlägen führte immer wieder dazu, dass die Regierungen den Geldhahn für das Projekt zudrehten oder zumindest verringerten.
Zudem mussten immer wieder rechtliche Sachverhalte geklärt werden. Dies betraf vor allem Enteignungen und Überflutung von historischen Orten.
Beteiligung deutscher Unternehmen / Hermesbürgschaften
Mehrere Unternehmen aus den Ländern Österreich, Deutschland und der Schweiz investieren in das Projekt, vor allem Unternehmen aus dem Bau- und Elektrosektor. Nachdem die Weltbank und die Schweizer Großbank UBS sich aus dem Projekt zurückgezogen haben, unterstützen die deutschen Banken Sparkasse und die zur Sparkassengruppe gehörende Deka-Bank das Projekt. Die Regierungen der genannten Länder sichern ihre Unternehmen durch sogenannte Hermesbürgschaften mit einer Summe von 450 Millionen Euro ab. Der Gesamtwert der Investition beträgt 1.2 Milliarden Euro.[2]Auswirkungen und Probleme auf nationaler Ebene
Sozial
Bis jetzt sind kaum Arbeitsplätze für Ansässige geschaffen worden. Die „guten“ Stellen gehen zumeist an gut ausgebildete Arbeiter aus dem Westen der Türkei. Zudem profitieren von den neuen landwirtschaftlich erschlossenen Gebieten vor allem die alten Großgrundbesitzer (Agas).Ein weiteres Problem ist die Umsiedlung von Dörfern und deren Bewohnern aus Gebieten, die durch die Stauung der Flüsse überschwemmt werden. Von den Umsiedlungen sind über 4000 Dörfer und mehr als 5000 Siedlungen betroffen. Allein der Atatürk-, Karakaya- und Bireçik-Damm haben zu Umsiedlungen von etwa 90.000 Bewohnern geführt. Viele Betroffene bekommen nur unzureichende Entschädigungen für ihre verlassenen Ländereien und Besitztümer oder aber ihr Einkommen liegt unterhalb des Niveaus, das sie früher erwirtschaftet haben. Daher ist die Mehrzahl der entschädigten Personen mit ihren neuen Siedlungen unzufrieden.
70 % der bebaubaren GAP-Fläche ist Staatseigentum, 25 % verteilen sich auf die Großgrundbesitzer und lediglich 5 % auf die Vielzahl der Kleinbauern. Um optimale landwirtschaftliche Erträge erzielen zu können, müssen große Flächen mit Maschinen, Dünger und Pestiziden bearbeitet werden. Der Großteil der Kleinbauern kann höchstwahrscheinlich nicht die finanziellen Mittel für diese Investitionen aufbringen. Daher werden auch kaum Kleinbauern von diesem Projekt profitieren, sondern nur die alten Großgrundbesitzer. Es ist deshalb zu bezweifeln, ob die angestrebte Verbesserung des Lebensstandards und Erhöhung der Einkommen die Subsistenzfähigkeit der Bauern erreichen wird.
Ökologisch und kulturell
- Versalzung des Bodens durch Überdüngung und Hebung des Grundwasserspiegels
- Überschwemmung alter archäologischer Fundorte und Kulturstätten wie Zeugma, Allianoi, Hasankeyf u. a.
- drastische Verringerung des fruchtbaren Schwemmlands in den Flüssen nach den Staumauern
- Hohe Verdunstungsverluste über großen Wasserflächen in ariden bzw. semi-ariden Räumen
- Verdrängung von Kleinbauern durch industrielle Landwirtschaft
Auswirkungen und Probleme auf regionaler Ebene: Wasser als Konfliktstoff
Probleme mit den Anrainerstaaten
Das Projekt wird von den Regierungen der Nachbarstaaten Syrien und Irak mit Argwohn und Sorge beobachtet. Die Staudämme und Bewässerungsanlagen reichen bis an ihre Grenzen heran. Führende Politiker beider Länder befürchten, dass die Türkei eines Tages das Wasser als politisches Machtinstrument einsetzen könnte. Die Türkei ist aufgrund der großen Speicherkapazitäten der Staudämme in der Lage, jederzeit den beiden Nachbarn einfach das Wasser "abzudrehen". Die Befürchtungen werden durch entsprechende Äußerungen türkischer Politiker nicht gerade besänftigt: Der ehemalige Ministerpräsident und spätere Staatspräsident Turgut Özal wird zitiert mit den Worten: „Die anderen Staaten der Region haben Öl, wir haben Wasser.“ Das Misstrauen der Nachbarn stieg auch deshalb, weil die Türkei eng mit den USA und Israel verbündet war.Durch den Einsatz von Pestiziden und anderer Mittel gelangt chemisch belastetes Wasser zu den syrischen Bauern, welche zunehmend Ernteverluste beklagen. Zudem haben sowohl Syrien als auch der Irak eine stark wachsende Bevölkerung, die zu einem großen Teil aus Kleinbauern bestehen. Daher ist anzunehmen, dass ihr Wasserbedarf zukünftig steigen wird und die sozialen Spannungen zunehmen.
Auch aufgrund dieser Probleme gehört der GAP-Komplex zu den am stärksten bewachten und geschützten Objekten seiner Art. Unter anderem sind Flugabwehrraketen zum Schutz der Staudämme in der Region stationiert.
Internationale Abkommen und das Völkerrecht
Gegenwärtig fließt über die Grenze eine Wassermenge von ca. 700 m³/s. In bilateralen Verhandlungen von 1984 und 1987 hat die Türkei Syrien und Irak eine Wassermenge von 500 m³/s zugesichert. Syrien und Irak teilen sich das Wasser im Verhältnis von 58 zu 42.Syrien ist in einer denkbar schlechteren Position gegenüber der Türkei als der Irak. Aufgrund seiner Ölvorkommen hat der Irak eine bessere Verhandlungsposition als Syrien, das über kein Öl verfügt. In rechtlicher Hinsicht sind die Verhandlungen ohnehin festgefahren. Die Staaten verschanzen sich hinter gegensätzlichen Positionen, die sich auf unterschiedliche völkerrechtliche Auffassungen berufen. Syrien und Irak versuchen das Rechtskonzept der "geteilten Ressource" geltend zu machen, was ihnen 2/3 des Wassers zusprechen würde. Die Türkei favorisiert das Konzept der "equitable and reasonable utilization", wie es von der UN-Völkerrechtskommission in ihren "Draft Articles on the Law of Non-navigational Uses of International Watercourses" zugrunde gelegt wurde.
Zitat
- „Staudämme sind ein typisches Phänomen für Länder der Dritten Welt. Dabei bedeuten gigantische Staudammprojekte zur Gewinnung von Wasserkraft nichts anderes als ökologischer Selbstmord. Bei kleineren Dämmen ist es nicht anders: Sie bringen vorübergehend Reichtum, sind aber langfristig gesehen für die Landwirtschaft eine Katastrophe. Das größte Problem der Türkei ist, dass man bei der Wahl der Standorte für die Staudämme nicht nach wissenschaftlichen Kriterien handelt. Das ist sehr traurig. Die langfristigen Interessen werden dem kurzfristigen Profit geopfert.“ Prof. Ismail Duman, Universität Istanbul (aus: „Schätze im nassen Grab.“ [1])
Sonntag, 11. November 2012
Heute vor zwei JAhren
Heute vor zwei JAhren besuchen wir Abrahams Teich.
Wikipedia:
Der Balıklıgöl (deutsch Fischteich) ist ein künstlicher Teich im Südosten der Türkei in der Provinz Şanlıurfa. Der Teich liegt südwestlich des Stadtzentrums von Şanlıurfa. Er wird auch Teich des Abraham genannt. Er ist etwa 150 × 25 m groß. Nach islamischer Vorstellung ist der Balıklıgöl Richtstätte des Propheten Abrahams.
Laut dem Koran wollte König Nimrod den Propheten Abraham auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Doch Gott verwandelte das Feuer in Wasser und das brennende Holz in Karpfen. Deshalb gelten die Karpfen im Teich als heilig und dürfen nicht gegessen werden.[1]
Zu dem Komplex gehören die Halil-Rahman-Moschee, Rizvaniye-Moschee, der Gölbaşı-Garten und die Geburtshöhle Abrahams.[1][2][3] Den Besuchern ist es gestattet, die Fische zu füttern, sie dürfen sie aber nicht fangen. Im Süden des Beckens liegt der Gölbaşı genannte Park, der von Kanälen durchzogen ist. Über diese ist der Balıklıgöl mit einem weiteren Teich mit Namen Ayn-i Zeliha Gölü verbunden, der eine Größe von 30 × 50 m hat. Dieser ist nach Zeliha, der Tochter Nimrods benannt, die an Abraham glaubte und mit ihm ins Feuer gehen wollte[2]. Im Südwesten des Sees liegt die Rizvaniye-Moschee, die in der Regierungszeit der Ayyubiden, einer muslimisch-kurdischen Dynastie, errichtet wurde.[1] Die Geburtshöhle Abrahams liegt etwa 800 Meter vom Balıklıgöl entfernt. Jedes Jahr pilgern über eine Million Muslime aus der ganzen Türkei und anderen Ländern nach Şanlıurfa, um diese heiligen Stätten zu besuchen.[1]
Samstag, 10. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Freitag, 9. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Heute vor zwei Jahren sehen wir die Euphrat-Staustufe Birecik.
Heute schreibt das Auswärtige Amt zum Iran:
Nach den Massenprotesten gegen die Präsidentschaftswahlen im Juni 2009, die vielfach unter Anwendung von Gewalt aufgelöst wurden und auch Tote gefordert haben, und den schweren Übergriffen auf die britische Botschaft in Teheran (29.11.2011) ist die Lage in der Hauptstadt Teheran ruhig, aber weiterhin angespannt. Vor dem Hintergrund einer angespannten wirtschaftspolitischen Lage kann nicht ausgeschlossen werden, dass Proteste und Demonstrationen zu politisch sensiblen Themen immer wieder aufflammen können.
Reisenden wird zur Vorsicht geraten und dringend empfohlen, jegliche Kundgebungen, Menschenansammlungen oder Demonstrationen weiträumig zu meiden. Insbesondere sollten Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen, ihres Umfeldes oder von Polizisten/ Sicherheitskräften und öffentlichen Gebäuden unter allen Umständen vermieden werden, da dies als Spionagetätigkeit gewertet werden kann.
Reisende sollten während des Aufenthalts in Iran die aktuelle politische Lage aufmerksam verfolgen und unter anderem an folgenden Daten besondere Vorsicht walten lassen: 11. Februar – Revolutionstag; 14. Februar – Jahrestag von Anti-Regierungsdemonstrationen; 4. November - Besetzung der US-Botschaft; 24. November 2012 – Ashura Fest; 29. November – Übergriffe auf die britischen Botschaft; 7. Dezember - sog. Studententag
Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon) sollte insgesamt restriktiv und mit der gebotenen Sensibilität gehandhabt werden. Dem Auswärtigen Amt sind Fälle bekannt geworden, in denen Touristen Kameras abgenommen und sie vorübergehend festgenommen wurden, da sie verdächtigt wurden, öffentliche Gebäude oder Demonstrationen fotografiert zu haben. Ebenfalls abzusehen ist vom Versenden von Fotos oder Reiseberichten, die in irgendeiner Weise Bezug zu aktuellen politischen Entwicklungen haben. Gleiches gilt für SMS und Telefonate. Die entsprechende Kommunikation wird überwacht und es sind Fälle bekannt, bei denen ausländische Staatsangehörige aufgrund derartiger Kommunikation mit ihrem Heimatland angeklagt und verurteilt worden sind. Die Kommunikation im Inland und mit dem Ausland ist phasenweise sehr schwierig und nicht immer möglich.
Iranischen Bürgern ist seit 4. Januar 2010 der Kontakt zu zahlreichen westlichen Organisationen und Medien verboten ist. Iraner wurden zudem aufgefordert, keine Kontakte mit Ausländern, ausländischen Botschaften und mit ihnen zusammenarbeitenden Organisationen „über das normale Maß“ hinaus zu pflegen. In Einzelfällen wurden deutsche Staatsangehörige, die ihre Unterkunft in Iran über soziale Netzwerke im Internet organisiert hatten, von den iranischen Behörden überprüft und um sofortige Ausreise gebeten. Reisende sollten dies bei der Wahl einer Unterkunft insbesondere bei ihnen persönlich unbekannten Gastgebern bedenken.
Alle Deutschen, die sich auch nur vorübergehend in Iran aufhalten, können in eine Krisenvorsorgeliste aufgenommen werden. Die Botschaft rät dazu, auch für kurze Aufenthalte von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen damit sie - falls erforderlich - in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit Deutschen schnell Verbindung aufnehmen kann. Die Deutschenlisten haben sich auch bei den Unruhen der vergangenen Monate in anderen Ländern der Region als sehr hilfreich erwiesen. Die Liste wird ausschließlich elektronisch geführt, eine Registrierung kann unter folgendem Link erfolgen: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttps://service.diplo.de/elefandextern/registration.do. Eine gesonderte Übersendung der Personen- und Aufenthaltsdaten an die Botschaft ist nicht notwendig.
Terrorismus
Iran war in den letzten Jahren unregelmäßig Ziel
terroristischer Anschläge, zuletzt zunehmend in Minderheitenregionen.
Die Anschläge richteten sich bisher nicht gegen Ausländer oder
Touristen. Reisende in Grenzregionen Irans zu Irak und zu Pakistan
sollten grundsätzlich immer auch die jeweils aktuelle Lage in den
Nachbarländern in Betracht ziehen.
Seit Anfang 2009 haben iranische Sicherheitskräfte ihr Vorgehen gegen bewaffnete Gruppierungen in der Provinz Sistan-Belutschistan
(Südosten, Grenze zu Pakistan/Afghanistan) stark ausgeweitet.
Sicherheits- und Personenkontrollen wurden verstärkt, die
Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die iranische Regierung hat die Provinz
im November 2007 für ausländische Staatsangehörige zur „no-go-area“
erklärt. Wiederholt wurden Ausländer in der Region festgehalten und
längeren Verhören unterzogen. Eine Weiterreise war in manchen Fällen nur
noch mit iranischer Polizeieskorte möglich. Dies geschieht vor dem
Hintergrund einer zunehmenden Zahl bewaffneter Angriffe auf die
Sicherheitskräfte in den letzten Monaten. Die Situation in unmittelbarer
Grenznähe und in der Provinzhauptstadt Zahedan gilt als gefährlich.
Zuletzt wurden am 15. Dezember 2010 bei einem Anschlag in einer Moschee
der Stadt Chabahar mindestens 38 Menschen getötet und me
hr als 50 verletzt. Zuvor waren bei einem Doppelanschlag nahe einer
schiitischen Moschee in Zahedan am 15. Juli 2010 mindestens 27 Menschen
ums Leben gekommen, mehr als 300 Personen wurden verletzt. Bei einem
weiteren Selbstmordanschlag waren am 18. Oktober 2009 mindestens 42
Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Der Anschlag richtete
sich gegen die Iranischen Revolutionsgarden, es gab allerdings auch
zivile Opfer. Im September 2010 wurden bei einer Geiselnahme in dieser
Region vier Menschen getötet.
In der Provinz Kurdistan und der
ebenfalls von Kurden bewohnten Provinz West Azerbaijan gibt es immer
wieder Anschlagserien gegen lokale Repräsentanten aus Justiz,
Sicherheitskräften und sunnitischem Klerus. In diesem Zusammenhang haben
Sicherheitskräfte ihr bereits seit Frühjahr 2009 intensiviertes
Vorgehen gegen kurdische Separatistengruppen noch einmal verstärkt, bei
Auseinandersetzungen z.B. in der Stadt Sanandaj gibt es immer wieder
Todesopfer. z.B. am 7.Oktober 2010 und 25. März 2011 als nach
Medienberichten insgesamt sechs Polizisten und ein Passant ums Leben
gekommen sowie zwölf weitere Personen verletzt wurden. Am 1. April 2011
wurden vier weitere Personen bei einem Bombenanschlag nahe der Stadt
Marivan getötet. Seit Mitte Juli 2011 gibt es in der Region wieder
verstärkt Kampfhandlungen zwischen Militär und der kurdischen
Separatistenorganisation PEJAK, mit mehreren Todesopfern auf beiden
Seiten. Insbesondere die Grenzreg
ionen zum Irak und die Region um die Stadt Sardasht waren betroffen.
Terrorismus in anderen Landesteilen:
Bei zwei Bombenanschlägen in Teheran, die sich offenbar gegen zwei
iranische Nuklearwissenschaftler richteten, wurden am 29. November 2010
eine Person getötet und mehrere verletzt. Zu einer Bombenexplosion kam
es am 12. April 2008 in einer Moschee in der südiranischen Stadt Shiraz.
Es wird empfohlen, bei Reisen in die Provinz Khuzestan die Entwicklung
der Sicherheitslage aufmerksam zu verfolgen. Am 15. April 2011 kam es
anlässlich des sechsten Jahrestages der Niederschlagung der Proteste der
arabischstämmigen Bevölkerung gegen eine Politik der Iranisierung in
der Provinz im Jahre 2005 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen
Sicherheitskräften und der arabischen Minderheit in Ahwaz und mehreren
anderen Städten der Provinz (u.a. Hamidiyeh, Abadan, Khorramshahr).
Dabei wurden mindestens 12 Menschen getötet und 20 verletzt. Jegliche
Menschenansammlungen sollten weiträumig gemieden werden.
Reisen über Land
Bei Individualreisen sollten Sie grundsätzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen.
Von nicht notwendigen Individual- oder
Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere
entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich
abgeraten.
Bei Reisen - insbesondere bei Individual- oder Trekkingreisen
- in den Provinzen Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in den
Grenzgebieten Irans mit Pakistan und Afghanistan besteht ein erhebliches
Entführungsrisiko. Des Weiteren gibt es Berichte über sexuelle Belästigungen weiblicher Individualreisender.Auf der Strecke Zabul-Zahedan besteht ein Überfall- und Entführungsrisiko, auf der Strecke Kerman-Bam wurden nach Errichtung einer Straßensperre Reisende von Mitgliedern einer terroristischen Gruppierung erschossen. Es wird daher dringend davon abgeraten, auf dem Landweg, insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad, nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen.
Für Afghanistan, Irak und die an Iran grenzende pakistanische Provinz Belutschistan bestehen Reisewarnungen.
Die Deutsche Botschaft in Teheran kann bei der
Beantragung von Visa für die Länder Afghanistan und Irak sowie für
Reisen nach Pakistan oder Indien auf dem Landweg durch die oben
genannten Regionen keine Unterstützung gewähren. Nach Auskunft der
pakistanischen Botschaft in Teheran können nur noch Visa an deutsche
Staatsangehörige erteilt werden, die ihren Wohnsitz in Iran haben und im
Besitz einer iranischen Aufenthaltserlaubnis sind. Weitere
Informationen können Sie auf der Webseite der Botschaft unter: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.teheran.diplo.de/Vertretung/teheran/de/04__rk/Bescheinigungen/__bescheinigungen.html nachlesen
Bootsexkursionen
Besonderheiten in der „Straße von Hormuz
Bei Bootsexkursionen vor der Westküste der
Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und in die „Straße von Hormuz“ wird
dringend empfohlen, die Gewässer um die Inseln Abu Moussa, Greater Tumb
und Lesser Tumb zu meiden. Die drei Inseln werden sowohl von den VAE
als auch von Iran beansprucht und in Seekarten als zum jeweiligen
Territorium gehörend ausgewiesen. Ausländische Bootsbesatzungen, die
sich den Inseln von VAE-Seite genähert haben, sind von iranischer Seite
unter dem Vorwurf der "Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer und
illegaler Einwanderung" festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt
worden.
Kriminalität
In Teheran kommt es gelegentlich zu
Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die
Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B.
nach erfolgter "Kontrolle" die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten.
Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich
im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen.
Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und
auf der Straße (auch durch Motorradfahrer) ist steigend. Besondere
Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen
Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da sich Diebe
k.o.-Tropfen bedienen, mit denen Touristen betäubt und komplett
ausgeraubt werden. Im Sommer 2009 ist in Nordteheran ein Entführungsfall
bekannt geworden, bei dem ein Doppelstaater in seiner Wohnung von einer
Gruppe Männern abgeholt wurde, die sich als Polizisten ausgaben,
Polizeiuniformen tr
ugen und gefälschte Dienstausweise vorzeigten. Die Entführer
versuchten, eine Lösegeldsumme zu erpressen. Er wurde über mehrere
Wochen festgehalten, ehe der Polizei die Befreiung gelang.
Die in Iran geltenden Gesetze und moralischen
Wertvorstellungen sind unbedingt zu respektieren (siehe auch "Besondere
strafrechtliche Vorschriften").
Naturkatastrophen
Mit Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes muss in allen Teilen des Landes gerechnet werden.
Militärische Sperrgebiete
Obwohl bestimmte Straßen auf Karten unter Umständen
als befahrbar ausgewiesen sind, sollten Hinweisschilder auf
militärische Sperrgebiete unbedingt beachtet werden. Dies gilt
insbesondere für die Strecke SEMNAN - MO'ALLEMAN - JANDAQ durch die
Wüste DASHT-E KAVIR. Auch in der Grenzregion zum Irak und insbesondere
in der Provinz Kurdestan gibt es zahlreiche Sperrgebiete, die in jedem
Falle gemieden werden sollten.
Donnerstag, 8. November 2012
Mittwoch, 7. November 2012
Heute vor zwei Jahren
Heute vor zwei Jahren überqueren wir die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Persischem Golf.
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