Dienstag, 13. März 2012

Heute vor einem Jahr



Heute vor einem Jahr besuchen wir den Registan (usbek.: Registon) in Samarqand (deutsch Samarkand[1]; usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Самарқанд, persischسمرقند‎ ; russisch Самарканд/Samarkand; sogdisch für „steinerne Stadt“) mit der Ulugh Beg Madrasa, der Sher–Dor-Madrasa und der Tilya-Kori Madrasa.

Heute lesen wir, daß der deutsche Verteidigungsminister in Usbekistan den deutschen Truppenabzug aus Afghanistan bespricht. Wir werden an einer neuen Gebirgs-Bahnlinie entlangfahren, die offenbar dazu gebaut wurde, um die alte sowijetische Bahnstrecke über Turkmenistan zu umgehen.

Montag, 12. März 2012

Heute vor einem Jahr



Heute vor einem Jahr
erreichen wir die "steinerne Stadt" Samarqand (deutsch Samarkand[1]; usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Самарқанд, persischسمرقند‎ ; russisch Самарканд/Samarkand; sogdisch für „steinerne Stadt“).

Heute ist der Bundesverteidigungsminister in Usbekistan (usbek. Oʻzbekiston; amtlich Republik Usbekistan, usbek. Oʻzbekiston Respublikasi), die Kanzlerin in Afghanistan. Das macht wieder einmal die strategische Bedeutung Usbekistans für Deutscgland deutlich.

Wir bedanken uns bei den vielen Interesierten, die vorgestern und gestern an unseren Stand auf der CYCOLONIA kamen.
Herzlich gratulieren wir den "LongDistanceBikern 2012" Waltraud und Andreas.

Sonntag, 11. März 2012

Heute vor einem Jahr


Heute vor einem Jahr erleben wir einen wunderschönen Abend bei einer usbekischen Familie.

Von der Havarie in Fukushima wissen wir noch nichts.

Oftmals wurden wir schon gefragt, wann wir denn nun einen Vortrag über
unser silkroad-project.eu halten werden. Das ist nicht einfach. Eine
solche Reise entfaltet ihre Erkenntnisse erst im Laufe eines Lebens...


Heute um 13:30 werden wir auf der CYCOLONIA in Köln über
unsere Erfahrungen berichten. Zusammen mit weiteren fünf
ExtremradlerInnen, mit denen wir zu Kandidaten für den
"Long-Distance-Biker 2012" nominiert wurden. Ihr findet eine kleine
Bechreibung auf unserer Seitewww.silkroad-project.eu .


Wir wüden uns freuen, wenn der eine oder die andere von euch dabei sein
kann. Natürlich dürft ihr dann auch (für uns) stimmen. Aber wir
verstehen die Veranstaltung weniger als Konkurrenz, denn als Austausch.

Samstag, 10. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr kommen wir an dem Flughafen vorbei, wo zwischen Europa und Korea die Jumbos auftanken. Halbzeit auf der modernen Seidenstrasse!

oftmals wurden wir schon gefragt, wann wir denn nun einen Vortrag über
unser silkroad-project.eu halten werden. Das ist nicht einfach. Eine
solche Reise entfaltet ihre Erkenntnisse erst im Laufe eines Lebens...

Heute um 12:00 Uhr werden wir auf der CYCOLONIA in Köln über
unsere Erfahrungen berichten. Zusammen mit weiteren fünf
ExtremradlerInnen, mit denen wir zu Kandidaten für den
"Long-Distance-Biker 2012" nominiert wurden. Ihr findet eine kleine
Bechreibung auf unserer Seitewww.silkroad-project.eu .

Wir wüden uns freuen, wenn der eine oder die andere von euch dabei sein
kann. Natürlich dürft ihr dann auch (für uns) stimmen. Aber wir
verstehen die Veranstaltung weniger als Konkurrenz, denn als Austausch.

Freitag, 9. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr fahren wir wieder durch die Wüste.

Heute bauen wir unseren Stand auf auf der CYCOLONIA.

Donnerstag, 8. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr erleben wir eine wunderbare Abendstimmung in Buchara.

8. März ist Weltfrauentag!

Unsere Multimedischau ist endlich fertig. Wir werden sie am Samstag 12:00 und Sonntag 13:30 in Gladbacher Wall 5 – 50670 Köln zeigen.

Mittwoch, 7. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besuchen wir eine Wintermoschee in Buchara.

Gestern wurde Gundas KOGA Signature fertig: Nach 21.000 km ein neues Hinterrad (Nabe) und nach 16.000 km einen neuen mittleren und kleinen Zahnkranz.

Gestern berichtete arte über Fukushima. Vieles hat man doch verschwiegen:

Was ereignete sich tatsächlich am Tag der Havarie, dieser Frage gehen die Fernsehjournalisten Michael Müller, Peter F. Müller und Philipp Abresch in einer Dokumentation nach, die am Dienstagabend im Fernsehsender arte ausgestrahlt wird. Ekkehard Sieker hat die Recherche zu diesem Film unterstützt. Seinen Erkenntnissen zufolge haben sich die verschiedenen Reaktorblöcke am Unglückstag unterschiedlich verhalten. In vier von sechs Reaktorgebäuden kam es zur Explosion, die jede für sich anders verlief und dies deutet auf Hintergründe der Katastrophe hin, die dieser eine neue Dimension geben würden. Was also geschah am 11. März 2011 in Fukushima?

Bereits das Erdbeben fügt den Reaktorblöcken schwere Defekte zu. Als dann der Tsunami auf die Blöcke trifft, kommt es zu einer Kette verhängnisvoller Ereignisse. Nach Angaben des Reaktoringenieurs Arnold Gundersen, der unter anderem die US-Atom-Aufsichtsbehöre NRC und den Kongress beriet, bewirkt die Flutwelle zwei Dinge: Sie zerstört die Dieselgeneratoren, die als Not-Aggregate Strom für die Kühlung des Kraftwerks bereitstehen sollten. Und sie zerstört alle Wasser-Pumpen am Küstenstreifen. Selbst wenn die Generatoren gelaufen wären, es hätte kein Wasser zum Kühlen der Anlagen gegeben.

Schnell erhitzt sich der Reaktor in Block 1 auf über 1000 °C. Das Wasser verdampft zu Wasserdampf. Die Metalle der Hüllrohre, in denen sich das angereicherte Uran befindet, oxidieren mit dem Sauerstoff des umgebenden Wasserdampfes. Wasserstoff wird freigesetzt. Währenddessen steigt der Druck im Reaktorkessel kontinuierlich an. Per Hand versuchen Arbeiter Ventile zu öffnen, um die Gase, die sich im Kessel bilden, abzulassen. Doch der Wasserstoff und die Gase steigen nach oben, unter das Dach. Es kommt zu einer chemischen Explosion, die auch die äußere Hülle des Reaktorblocks 1 zerreißt.

Zwei Tage nach Block 1 wird auch Block 3 von einer gewaltigen Detonation erschüttert. Dabei unterscheidet sich nach den Recherchen von Ekkehard Sieker die Explosion in Block 3 völlig von der aus Block 1. Arnold Gundersen beobachtet über Reaktor 3 einen hellen Blitz, der weit in die Höhe reicht. Im Gegensatz zur relativ flachen, chemischen Explosion aus Reaktor 1 wird in Block 3 viel mehr Energie freigesetzt. Es besteht der Verdacht, dass es sich hier nicht mehr nur um eine rein chemische, sondern um eine nukleare Explosion handelt. Es kommt zur prompten Kritikalität, zur kurzzeitigen Freisetzung von nuklearer Energie.

Diese ungeheuerliche Annahme fußt nach Sieker auf nachvollziehbaren Gründen. So wurde der Reaktor mit Mischoxidbrennelementen betrieben, die sowohl Uranoxid als auch Plutoniumoxid enthielten. Wie ein Fingerabdruck lassen sich die Brennelemente aus Reaktor 3 beispielsweise von denen aus Block 1 unterscheiden. Hätte es sich bei der Explosion um eine einfache Wasserstoffexplosion gehandelt, dann hätten in der Umgebung und auch noch Kilometer entfernt Spuren diese Brennelemente gar nicht gefunden werden dürfen. Doch das wurde es. In Form von hoch radioaktivem Plutonium, und das nicht zu knapp.

Ein weiterer Aspekt, dem der Dokumentarfilm nachgeht, sind die Vorgänge aus dem Reaktorblock 4. Zum Zeitpunkt des Erbebens und des Tsunamis ist dieser nicht in Betrieb. Es befindet sich kein Brennstoff im Reaktor. Die Brennstäbe waren aus dem Sicherheitsbehälter entfernt worden und wurden in dem Abklingbecken des Blocks 4 gelagert. Entscheidend ist für Sieker, dass neben den Reaktoren die Abklingbecken als Risikofaktoren vollkommen vernachlässigt wurden. Um sich Kosten für die Zwischenlagerung zu sparen, hatte man in diesen riesigen Kühlbecken in Fukushima Brennelemente, die mehreren Reaktorkernen entsprechen, zum Abkühlen gelagert. Sobald jedoch die Kühlung ausfällt, wird es kritisch. Genau das passierte in Block 4. Von Hubschraubern aus wird versucht, Wasser in die Abklingbecken zu schütten. Doch das Wasser verdampft, der Wasserspiegel sinkt unaufhörlich, bis die Spitzen der Brennstäbe freiliegen. Es kommt zu einer weiteren Wasserstoffexplosion, obwohl der Reaktor nicht mehr in Betrieb ist.

Es sind vor allem diese zwei Tatsachen, so Sieker, die bisher bei der Aufarbeitung der Katastrophe konsequent verdrängt werden: Erstens, dass es zur prompten Kritikalität in Reaktor 3 kam und zweitens, dass die Abklingbecken der Atomkraftwerke ein viel höheres Risiko bergen, als bisher angenommen. Und eigentlich müssten deshalb nun weltweit die Atomkraftwerke sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Schließlich hat sich in Fukushima gezeigt, wie bis dato ein als rein theoretisch angenommenes Risiko eintreten und traurige Wirklichkeit werden kann.

Während der Rest der Weltöffentlichkeit bei den dramatischen Bildern der explodierenden Reaktoren die Hände über dem Kopf zusammenschlug und voller Ratlosigkeit gen Japan blickte, nimmt das Land selbst sein Schicksal stoisch hin. Bisher gibt es keine klare Zahl der Toten, die das Reaktorunglück forderte, auch nicht solche der Menschen, die akute Schäden davon getragen haben. Die Daten, die übermittelt werden, haben nach Ansicht von Sieker mit der Realität nicht viel zu tun, sondern basieren auf Schätzungen, auf reinem Simulationswissen. Kein Mensch weiß wirklich, wie es in den Reaktoren aussieht. Sicher, Dinge, die im Unklaren liegen, lassen sich schwer weitergeben. Doch alleine das, dass man es eben nicht weiß, wäre ja schon Information genug.

Welche Folgen Fukushima für Mensch und Umwelt noch bereit hält, ist nicht auszumachen. Zynisch ausgedrückt bleibt Fukushima ein einziges gigantisches Experiment, dessen zeitliche Dimension und Langzeitwirkung unsere Vorstellungskraft überdauert – eine Dimension der Gefährdung, die noch lange nicht zu Ende gedacht ist.

Die Dokumentation "Fukushima - Die Wahrheit hinter dem Super-GAU" wird am 6. März 2011 um 20.15 Uhr auf ARTE im Rahmen des Themenabends "Störfall Japan - Das Leben nach der Katastrophe" ausgestrahlt. Die Wiederholung läuft am 8. März um 10.30 Uhr.

Dienstag, 6. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besichtigen wir das Torhaus in Buchara. Das Gebäude der Chor-Minor-Madrasa mit vier Türmen, eigentlich das Tor- oder Pförtnerhaus einer heute verschwundenen Madrasa, wurde 1807 von einem reichen Kaufmann erbaut.

Gestern wurde in Bonn eine Fotoschau über Usbekistan eröffnet.

Montag, 5. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr gehen wir ins Hammām (‏حمّام ‎, DMG ḥammām).

Heute lesen wir von Demonstrationen in Kirgisistan (kirgisisch Кыргызстан/Kyrgysstan; amtlich Кыргыз Республикасы/Kyrgys Respublikasi; russisch Киргизская Республика/Kirgisskaja Respublika; dt. Kirgisische Republik). Im Juni 2010 war es zu Unruhen gekommen.

Sonntag, 4. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besichtigen wir die älteste erhaltene Moschee Zentralasiens aus dem 12. Jahrhundert, die Mag'oki-Attori-Moschee, an der Stelle eines ehemaligen sogdischen Tempels. Rund um das Wasserbecken Labi Hovuz im Zentrum der Altstadt gruppieren sich die Ko‘kаldоsh-Madrasa (1568) und die ursprünglich als Karawanserei geplante Nоdir-Dеvоnbеgi-Madrasa.

Heute gibt es erste Ergebnisse der iranischen Parlamentswahl.

Samstag, 3. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr gibt es Pilaw (usbekisch: Palov/Osh, albanisch: Pilaf, armenisch: Pilav/փիլավ,, aserbaidschanisch: Plov, bosnisch: Pilav, griechisch: Pilafi/πιλάφι, persisch: Polow, rumänisch: Pilaf, russisch: Plow/плов, serbisch: Pilav/пилав, türkisch: Pilav).

Wolfgang nahm gestern an der
Preisverleihung des Anne-Klein-Frauenpreis teil.

Der erste Anne-Klein-Frauenpreis der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung wird an Dr. Nivedita Prasad verliehen.
Dr. Nivedita Prasad ist 1967 in Madras/Indien geboren worden. Sie hat an der FU Berlin Sozialpädagogik studiert und an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum Thema: „Gewalt gegen Migrantinnen und die Gefahr ihrer Instrumentalisierung im Kontext von Migrationsbeschränkung“ promoviert.
Als freiberufliche Dozentin und Publizistin entwickelt sie u.a. Konzepte zur Integration von Menschenrechten an Hoch- und Fachhochschulen und in der Praxis der Sozialarbeit. Sie hat zahlreiche Aufsätzen und Bücher veröffentlicht.

Auf unserer Reise in Usbekistan sahen wir immer wieder große Plakatwände, auf denen offensichtlich vor Frauenhändlern gewarnt wurde.

Freitag, 2. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besichtigen wir das Ensemble Poi Kalon, das aus dem Kalon-Minarett von 1127, der Kalon-Moschee (15. Jahrhundert) und der ihr gegenüberliegenden Miri-Arab-Madrasa (1536) besteht. Letztere ist die einzige Madrasa Zentralasiens, die bis heute ununterbrochen ihrem Zweck dient.

Die Bürger Irans wählen heute ein neues Parlament.

Donnerstag, 1. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besuchen wir das älteste erhaltene Zeugnis islamischer Architektur in Zentralasien: Das Samaniden-Mausoleum .

Heute findet in Berlin diese Veranstaltung statt:

HIGH LEVEL HEARING
Berlin, 22. Februar 2012
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,
hiermit möchten wir Sie / Euch herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung:
„Von usbekischen Baumwollfeldern zur Militärbasis in Termez“,
ein High Level Hearing zu Usbekistan und Deutschland
am Donnerstag, den 1. März 2012, von 13.00 bis 18.30 Uhr
in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg,
Jägerstraße 1, 10117 Berlin, einladen.
Vertreter staatlicher und internationaler Institutionen werden mit Vertretern aus Wirtschaft
und Nichtregierungsorganisationen das deutsch-usbekische Verhältnis erörtern. Von staatlich
geförderter Kinderarbeit in der Baumwollernte bis zur systematischen Anwendung von Folter:
um die Menschenrechte in Usbekistan ist es erschreckend bestellt - das Land gilt als eines der
repressivsten Regime der Welt. Unsere Experten diskutieren, inwiefern sich politische und
wirtschaftliche Interessen westlicher Akteure auf die Förderung der Menschenrechte in
Usbekistan auswirken. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Rolle Deutschlands und die
militärischen Interessen im Rahmen der NATO-geführten Afghanistan-Mission liegen.
Die Anhörung findet in englischer und deutscher Sprache statt. Eine Übersicht über die
Themen und Teilnehmer der Veranstaltung finden Sie auf den nächsten Seiten.
Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung des Usbekisch-deutschen Forums für
Menschenrechte, Anti-Slavery International, Human Rights Watch, der Usbekistan Press
Freedom Group, terres des hommes, der Eurasian Transition-Group, des INKOTA-netzwerks,
und der Kampagne für Saubere Kleidung.
Wir bitten um Anmeldung unter hearing@ecchr.eu und freuen uns auf Ihr Kommen!
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck
Generalsekretär
HIGH LEVEL HEARING: VON USBEKISCHEN BAUMWOLLFELDERN UND DER MILITÄRBASIS IN TERMEZ
SEITE 1
PROGRAMM
1) 13:00 – 13:30 EINFÜHRUNG UND FILMVORSTELLUNG
Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR
Umida Niyazova, Vorsitzende des Usbekisch-deutschen Forums für Menschenrechte
2) 13.30 -15.15 UHR: TEIL I – WER PROFITIERT VON DER ZWANGSARBEIT DER
KINDER AUF DEN BAUMWOLLFELDERN?
Das Thema ist die Rolle Deutschlands, europäischer Unternehmen, der Europäischen
Union bzw. der Internationalen Arbeitsorganisation in Bezug auf die staatlich
geförderte Kinderarbeit in der usbekischen Baumwollernte. Das Monopol der
usbekischen Regierung auf Baumwollproduktion und -export – Usbekistan ist der
drittgrößte Baumwollexporteur der Welt – hält das repressive Regime aufrecht. Wer
profitiert davon? Welche Maßnahmen können dazu beitragen, dies zu ändern?
Moderatorin: Miriam Saage-Maaß, ECCHR Programmdirektorin Wirtschaft und
Menschenrechte
Kurze Video-botschaft von Deniz Kandiyoti, Professorin und Vorsitzende des Centre
of Contemporary Central Asia & the Caucasus an der London School of Oriental and
African Studies
Diskussionsteilnehmer:
Renate Hornung-Draus, Mitglied des Verwaltungsrats der Internationalen
Arbeitsorganisation (ILO), Vizepräsidentin der International Organisation of
Employers (IOE), Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände (BDA):
Bemühungen der ILO zur Überwindung von Usbekistans unkooperativen Haltung
Angelika Graf, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD):
Deutschland im Kampf gegen Kinderarbeit auf usbekischen Baumwollfeldern:
Herausforderungen an und durch die deutsche Realpolitik
Bernhard Duch, Stellvertretender Leiter des Referats Osteuropa (ohne EU),
Südkaukasus, Zentralasien im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie:
Die deutsch-usbekischen Wirtschaftsbeziehungen
Craig Murray, Ehemaliger britischer Botschafter in Usbekistan:
Baumwolle und autoritäre Systeme
Hugh Williamson, Direktor, Abteilung Europa & Zentralasien, Human Rights Watch:
Die Europäische Union zwischen Handel, Sanktionen und Dialog
3) 15.15 - 15.45 UHR: KAFFEEPAUSE
HIGH LEVEL HEARING: VON USBEKISCHEN BAUMWOLLFELDERN UND DER MILITÄRBASIS IN TERMEZ
SEITE 2
4) 15.45 - 17.30 UHR: TEIL II: DEUTSCHLAND: STRATEGISCHE INTERESSEN UND
DIE LAGE DER MENSCHENRECHTE IN USBEKISTAN
Wegen seiner südlichen Grenze zu Afghanistan ist Usbekistan ein wichtiger
strategischer Partner für die Länder der NATO-geführten Anstrengungen gegen die
Taliban, insbesondere in Zusammenhang mit den Versorgungswegen des „Northern
Distribution Network“. Seit einem Jahrzehnt pachtet Deutschland von der usbekischen
Regierung die Militärbasis in Termez. Dabei bleibt die Lage der Menschenrechte in
Usbekistan – auch nachdem die EU die in Folge des Massakers von Andijan
verhängen Sanktionen aufgehoben hat – desolat. Wie sind strategische Interessen in
Einklang mit einer menschenrechtsorientierten Außenpolitik zu bringen? Unsere
Experten diskutieren, wie diese und weitere Herausforderungen auf dem Weg
Usbekistans zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wahrung der Menschenrechte
angegangen werden sollten.
Moderator: Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR
Diskussionsteilnehmer:
Theo van Boven, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter über Folter:
Vom Massaker in Andijan zu Erkenntnissen über „systematische und weit verbreitete“
Folter: Einordnung der Situation in Usbekistan
Patricia Flor, Beauftragte für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Auswärtiges Amt
Deutschland:
Usbekistan in regionaler Perspektive
Sanjar Umarow, ehemaliger politischer Gefangener in Usbekistan und Vorsitzender
der Sunshine Coalition of Uzbekistan:
Die Ausübung bürgerlicher und politischer Rechte in Usbekistan und die Rolle der
internationalen Gemeinschaft
Scott Horton, Redakteur, Harper‘s Magazine:
Usbekistan als Werte-Dilemma der NATO
5) 17.30 - 17.50 UHR: ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG
Jan Egeland, Europa-Direktor von Human Rights Watch, ehemaliger UNUntergeneralsekretär
für humanitäre Angelegenheiten und ehemaliger norwegischer
Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten.
6) 17.50 - 18.30 UHR: COCKTAILEMPFANGLink

Mittwoch, 29. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr : Einen 29. Februar gab es nicht!

Morgen nimmt Wolfgang teil am

9. Forum Globale Fragen kompakt am 1. März 2012 im Auswärtigen Amt: Das Humanitäre Dilemma - Neutralität der Humanitären Hilfe in Konflikten

Das Humanitäre Völkerrecht begründet mit den Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit das Fundament der humanitären Hilfe. Mit dem Europäischen Konsens (2007) und dem Vertrag von Lissabon (2009) fanden diese Grundpfeiler erstmals formellen Eingang in das Rechtssystem der Europäischen Union. Staatlichen sowie nichtstaatlichen Akteuren wurde damit ein klarer normativer Rahmen gesetzt. Die komplexen Konfliktsituationen, mit denen humanitäre Akteure heutzutage zunehmend konfrontiert werden, stellen diese Prinzipien in der Praxis allerdings oftmals vor Herausforderungen.

Die Einhaltung der humanitären Prinzipien ist kein theoretisches Problem oder eine Frage der Opportunität – es geht um Glaubwürdigkeit und Akzeptanz und damit Zugang und Sicherheit humanitärer Hilfsaktionen innerhalb der betroffenen Bevölkerung und durch die Konfliktparteien. In der praktischen Umsetzung, insbesondere in komplexen Situationen, stößt die Aufrechterhaltung dieses Anspruches jedoch häufig auf Einschränkungen und Widerspruch. Hierzu gehören der schwindende humanitäre Raum durch Übergriffe und Restriktionen gegen humanitäre Hilfsorganisationen ebenso wie neue sicherheitspolitische Konzepte, bei denen Regierungen die humanitäre Hilfe mit politischen oder militärischen Interessen in Verbindung bringen. Aber auch Hilfsorganisationen tragen dazu bei, wenn sie einen politischen oder militärischen Schutzschirm fordern oder ihr humanitäres Mandat mit dem Einsatz für eigene politische Überzeugungen verbinden.

Gemeinsam mit der Caritas International, dem Deutschen Roten Kreuz und der Diakonie Katastrophenhilfe lädt das Auswärtige Amt zu einer Diskussion darüber ein, wie bzw. wie weit Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit der Humanitären Hilfe auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gewährleistet werden können bzw. eingehalten werden sollen.

Die Veranstaltung findet im Europasaal des Auswärtigen Amts statt.

Den Programmentwurf und das Anmeldeformular finden Sie hier:

Programmentwurf und Anmeldeformular (PDF, 485 KB)

Die Veranstaltung findet im Rahmen des World Health Summit in der Charité Berlin statt.