Montag, 2. Januar 2012
Heute vor einem Jahr
Sonntag, 1. Januar 2012
Heute vor einem Jahr
Heute vor einem Jahr fahren wir durch endlose Luftabwehrstellungen. Darüber schreiben wir im blog natürlich nichts, außerdem haben wir nicht fotografiert. Wir wollen uns nicht gefährden, wollen aber auch nicht ungewollt Zielinformationen liefern. Nach einem Jahr ergänzen wir unseren blog durch "geheime Notizen", aber wir veröffentlichen noch immer nicht alles.In google Earth kann jeder ein Bild einer dieser Luftabwehrstellungen sehen:

Satelltenbild in google Earth
Foto in WikipediaÜbrigens befanden wir uns ganz in der Nähe von Natanz. Die Fotos des heutigen Tages vor einem Jahr vermeiden diese Richtung. Wir meinten, unsere westlichen LeserInnen des blogs werden sowieso nicht verstehen, dass die Lage umso brisanter ist, je unverfänglicher die Fotomotive...
Samstag, 31. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Gestern waren wir live beim WDR eingeladen. So ein Chaos in einem live-Studio! Gott sei Dank hat der WDR ja vor Abfahrt und nach Ankunft bei uns zu Hause gedreht, denn es ist nicht einfach, in so einer Live-Situation eine Botschaft rüberzukriegen. Aber in die Sendung wurden ja auch die in Ruhe gedrehten Aufnahmen gemixt, vielleicht kam ja doch was rüber. Wir warten auf den Mitschnitt, dann werden wir ja sehen.
Freitag, 30. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
In den Nachrichten heute geht es um die Carter-Doktrin.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute springen zwei Nachrichten ins Auge:
Türkei sagt Ja zu South Stream
und
Afghanistan soll Chinas Rohstoffhunger stillen
Auch wir treffen ja immer wieder auf Baustellen, die die Konkurrenz Russlands, Irans, Chinas, der EU und der USA auf dem Rohstoff- und Energiesektor in dieser Region plastisch vor Augen führen.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute überschlagen sich die Meldungen vom Säbelrasseln:
Iran droht mit Blockade des Öltransports im Persischen Golf
Teheran (dpa) – Iran droht mit einer Blockade von Öltransporten im Persischen Golf, sollten die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen gegen das Land ausgeweitet werden. Man habe kein Interesse an Animositäten und Feindschaft. «Aber der Westen wird mit seinen Intrigen nicht aufhören», hieß es vom Außenministerium in Teheran. Deshalb sei eine harte Antwort nötig. Vergangene Woche hatte das iranische Außenministerium bestritten, eine Blockade der Straße von Hormus in Betracht zu ziehen. Sollte es in der Region jedoch zu kriegsähnlichen Zuständen kommen, werde alles kriegsähnlich werden.
Außerdem sollte man auch diese beiden Meldungen im Zusammenhang lesen:
Neue Eisenbahnstrecke besteht Test
Afghanistans Güter kommen auf die Schiene
Afghanistans neue Eisenbahnstrecke hat ihren ersten Belastungstest bestanden: Gemächlich verließ eine Lok die Provinzhauptstadt Masar-i-Sharif. Mit Hilfe der neuen Route soll die Wirtschaft angekurbelt werden - sie könnte aber auch für den geplanten Abzug der internationalen Kampftruppen eine wichtige Rolle spielen.
und:
Nach dem Angriff hatte die pakistanische Regierung bereits die wichtige Nachschubroute der NATO durch das Land gekappt. Sie hatte die USA außerdem aufgefordert, eine Luftwaffenbasis im Südwesten des Landes binnen 15 Tagen zu räumen. Alle Übereinkünfte mit den USA und der NATO würden überprüft werden.
Offensichtlich ist die nun fertige Eisenbahn von Afghanistan über Usbekistan und Kasachstan nach Russland eine Voraussetzung gewesen, warum die NATO die Kooperation mit Pakistan auf das Spiel setzen konnte. Und: Die neue Eisenbahn führt über Turkmenistan direkt in den Iran...
Dienstag, 27. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute gibt es eine Meldung über die neue Eisenbahnstrecke, an der wir dann später tagelang entlanggefahren sind.
Montag, 26. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute geht das Thema wieder durch die Tagesthemen.
Uns machen jedoch mehr Sorgen Berichte über Sozialkürzungen, die zu sozialen Unruhen führen könnten. Außrdem geht uns der Besuch im Martyrerfriedhof sehr nahe. In Wikipedia lesen wir heute:Minenräumer [Bearbeiten]
Bahman Nirumand[9] zitiert eine Ausgabe der Zeitung Ettelā'āt aus dem Jahre 1984:
- Früher sah man freiwillige Kinder, vierzehn-, fünfzehn-, sechzehn- und zwanzigjährige wie Knospen auf Wiesenfeldern, die in der Morgendämmerung zur Blüte gelangt waren. Sie gingen über Minenfelder. Ihre Augen sahen nichts, ihre Ohren hörten nichts. Und wenige Augenblicke später sah man Staubwolken aufsteigen. Als sich der Staub wieder gelegt hatte, war nichts mehr von ihnen zu sehen. Dieser Zustand habe sich - so Ettelaat - verbessert, denn vor dem Betreten der Minenfelder hüllen sich die Kinder in Decken ein und rollen auf dem Boden, damit ihre Körperteile nach der Detonation der Minen nicht auseinanderfallen ...
Den Eltern der Kinder, die als „Märtyrer“ starben, wurden Prämien versprochen. Den Kindern hatte man dabei Plastikschlüssel um den Hals gehängt, die die Pforte zum Paradies aufschließen sollten. Eine halbe Million Plastikschlüssel habe man aus Taiwan importiert.[10] Bevor man Kinder dazu benutzte, soll man Esel und Maultiere verwendet haben, diese flüchteten jedoch in Panik, sobald die ersten Tiere von den Explosionen auseinandergerissen wurden.
Mohsen Rezai der damalige Kommandeur der Pasdaran und somit auch der Basidsch wurde von der „Vereinigung der Mütter der Kindersoldaten“ beschuldigt, für den Tod Tausender verantwortlich zu sein. Eine Anklage vor Gericht wurde abgewiesen, der heutige Revolutionsführer Ali Chamenei war damals Oberkommandierender der Streitkräfte.
Sichtweise der Pasdaran [Bearbeiten]
In einem Interview mit Ali Sadrzadeh beschrieb der Pasdar Ahmad seine Sichtweise für den Einsatz militärisch unerfahrener Jugendlicher:
- Die Provinz Chusistan war in Gefahr, ohne deren Erdöl der Iran ein Armenhaus wäre, und damit war auch die Revolution in Gefahr, die von 90 Prozent der Bevölkerung getragen wurde. In so einer Situation kommt einem vieles nebensächlich vor. Den Einsatz der jugendlichen Freiwilligen muss man begrüßen, zumal die Armee damals sehr verunsichert war ... (...) bei den Offensiven im Jahre 1984 mussten wir ein breites Minenfeld durchqueren, und da sind die Freiwilligen ebenso dabeigewesen wie die Pasdaran.[11]
Internationaler Protest [Bearbeiten]
Am 19. August 1983 wurden mehr als 200 Kinder und Jugendliche von irakischen Truppen gefangen genommen. Das Hilfswerk Terre des Hommes nahm die Kinder auf. Am 9. September 1983 richtete der UN-Ausschuss für Menschenrechte den dringenden Appell an den Iran, auf die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten zu verzichten.
Sonntag, 25. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Bisher geheime Notizen:
in esfahan wird eine riesige moschee seit über zehn jahren gebaut, oder besser nicht gebaut. Die baustelle wird von den einheimischen eher belächelt und hinter vorgehaltener hand auch gesagt, dass das geld ausgegangen ist. es ist eines der größten bauprojekte iran. Überhuapt gibt es viele baustelle in esfahan, die u-bahn und an deren rand großbaustellen auffallen. wir wissen, dass die umstrittenen atomanlagen unterirrdisch in esfahan gebaut werden (sollen) und gucken interesssiert durch alle löcher im zaun. normalerweise wird hier mit eisenträgern gebaut, die großbaustellen werden mit stahlbeton gebaut.
Und heute ist der erste Tag eines iranischen Manövers im Persischen Golf. Eigentlich war ja unser Plan, am Golf zu überwintern, anstatt in اصفهان. (z. B. im سلطنة عمان) Doch relevante Botschaften für Zentralasien gibt es dort nicht, deswegen haben wir Zeit in تهران eingeplant.
Samstag, 24. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Wir erinnern uns heute, in der Armeischen Kathedrale eine Ausstellung zum Völkermord an den Հայեր gesehen zu haben. Und das geht ja jetzt durch die Nachrichten...
Freitag, 23. Dezember 2011
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr

Heute lesen wir mit Sorge die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zur Türkei. Dort sind wir ja durchgefahren:
Terrorismus
Seit Mitte Juli 2011 kommt es wieder verstärkt zu Anschlägen gegen türkische Sicherheitskräfte sowie Militär- und Polizeieinrichtungen durch die als Terrororganisation gelistete PKK, vor allem im Südosten des Landes. In einer Erklärung der PKK-nahen Organisation „Freiheitsfalken Kurdistan“ (TAK) vom 22.08.2011 heißt es, dass auch auf Zivilisten und Touristen keine Rücksicht genommen werde.
Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschlägen militanter Gruppierungen in der Vergangenheit auch gegen nicht-militärische Ziele, u.a. in Istanbul, muss in allen Teilen der Türkei weiterhin grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.
Am 28. August 2011 kam es in Kemer (bei Antalya) zu einer Explosion an einem Badestrand, bei der mehrere Personen leicht verletzt wurden. Von einem terroristischen Hintergrund ist auszugehen.
Am 20. September 2011 gegen 11 Uhr kam es im Zentrum von Ankara, im Bezirk Cankaya, zu einer schweren Explosion, bei der drei Personen getötet und weitere 34 verletzt wurden. Die "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK) haben sich zu dem Anschlag bekannt und gleichzeitig weitere Anschläge in städtischen Gebieten angekündigt. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher weiterhin, belebte Plätze im innerstädtischen Bereich, Verkehrsmittel des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sowie Regierungs- und Militäreinrichtungen vorerst zu meiden bzw. die Anwesenheiten an solchen Orten auf das unbedingt erforderliche Maß einzuschränken.
Reisen über Land
Bezogen auf den Osten und Südosten des Landes liegen aktuell keine konkreten Gefährdungshinweise für Touristen vor. Weiterhin kommt es aber zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Die PKK hat in jüngster Zeit ihre Aktionen gegen die türkischen Sicherheitskräfte intensiviert. Die türkische Regierung hat harte Gegenmaßnahmen angekündigt. Reisen in diesen Landesteil sind daher mit einem deutlich erhöhten Risiko behaftet. Auch grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Stellungen im Nordirak sind in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen. Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist mit starken Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und Militärbewegungen zu rechnen.
Der türkische Generalstab hat sechs Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkâri zu zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen. Dies betrifft insbesondere das Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak (in den Bergen, um und zwischen Sirnak und Hakkari befinden sich mehrere Sperrzonen) sowie nordwestlich von Diyarbakir und südöstlich der Ortschaft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak).
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Hier ist der Tag zwei Stunden und zwei Minuten länger als in Bonn.
Heute finden wir einen Artikel, der die immer wiederkehrenden türkisch-iranischen Angriffe auch auf Zivilbevölkerun in Kurdistan/Irak beschreibt. Auch wir waren ja in dieser Gegend...
Dienstag, 20. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Wolfgang hat gestern im Arbeitskreis Biblischer Tanz von der Reise erzählt. Momentan kommt viel rüber von der Anstrengung und auch den Gefährdungen. Von einem inhaltlich überlegten Vortrag ist er noch weit entfernt. Aber immerhin haben wir bald aus unseren Fotos die besten selektiert. Vielleicht kann das ja dann ein roter Faden sein in der Unmöglichkeit des Erzählens...
Montag, 19. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute präsentiert Iran einen US-Spion.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute werden wir in aktuellen YouTube-Videos an den Stil iranischer Fernsehspots erinnert.
Samstag, 17. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr

Gestern traf sich Wolfgang nach vielen Jahren wieder mit Silke, die über Allmende arbeitet. Vielleicht ist dieser Begriff anschlußfähig an die Erfahrung unserer Reise, wo es ja ständig darum ging, das Gemeingut Planet Erde zu nutzen. Und auch in den lokalen Gesellschaften fanden wir beindruckende Allmende-Kulturen, insbesondere, was die Nutzung von Wasser angeht. Aber dzu später, in Oʻzbekiston...
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Heute (am 23 Azar 1390 persischer Zeitrechnung) können wir etwas nachlesen über die schiitischen Passionsspiele, die wir überall hörten.
Dienstag, 13. Dezember 2011
Heute vor einem Jahr
Ein Jahr später schreibt das Auswärtige Amt:
Bis zum 25. Dezember wird in Iran als Zeit der religiösen Besinnung der Trauermonat Moharram begangen. Reisenden wird daher empfohlen in dieser Zeit besondere Rücksichtnahme und Wachsamkeit im öffentlichen Bereich walten zu lassen.
Nach anti-britischen Demonstrationen am 29. November 2011 mit schweren Übergriffen auf zwei Standorte der britischen Botschaft in Teheran ist die Lage in der Hauptstadt ruhig, aber weiterhin angespannt. Reisenden wird dringend empfohlen, ihre persönlichen Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen und jegliche Kundgebungen, Menschenansammlungen oder Demonstrationen weiträumig zu meiden. Insbesondere sollten Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen, ihres Umfeldes oder von Polizisten/ Sicherheitskräften und öffentlichen Gebäuden unter allen Umständen vermieden werden, da dies als Spionagetätigkeit gewertet werden kann.