Montag, 12. März 2012

Heute vor einem Jahr



Heute vor einem Jahr
erreichen wir die "steinerne Stadt" Samarqand (deutsch Samarkand[1]; usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Самарқанд, persischسمرقند‎ ; russisch Самарканд/Samarkand; sogdisch für „steinerne Stadt“).

Heute ist der Bundesverteidigungsminister in Usbekistan (usbek. Oʻzbekiston; amtlich Republik Usbekistan, usbek. Oʻzbekiston Respublikasi), die Kanzlerin in Afghanistan. Das macht wieder einmal die strategische Bedeutung Usbekistans für Deutscgland deutlich.

Wir bedanken uns bei den vielen Interesierten, die vorgestern und gestern an unseren Stand auf der CYCOLONIA kamen.
Herzlich gratulieren wir den "LongDistanceBikern 2012" Waltraud und Andreas.

Sonntag, 11. März 2012

Heute vor einem Jahr


Heute vor einem Jahr erleben wir einen wunderschönen Abend bei einer usbekischen Familie.

Von der Havarie in Fukushima wissen wir noch nichts.

Oftmals wurden wir schon gefragt, wann wir denn nun einen Vortrag über
unser silkroad-project.eu halten werden. Das ist nicht einfach. Eine
solche Reise entfaltet ihre Erkenntnisse erst im Laufe eines Lebens...


Heute um 13:30 werden wir auf der CYCOLONIA in Köln über
unsere Erfahrungen berichten. Zusammen mit weiteren fünf
ExtremradlerInnen, mit denen wir zu Kandidaten für den
"Long-Distance-Biker 2012" nominiert wurden. Ihr findet eine kleine
Bechreibung auf unserer Seitewww.silkroad-project.eu .


Wir wüden uns freuen, wenn der eine oder die andere von euch dabei sein
kann. Natürlich dürft ihr dann auch (für uns) stimmen. Aber wir
verstehen die Veranstaltung weniger als Konkurrenz, denn als Austausch.

Samstag, 10. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr kommen wir an dem Flughafen vorbei, wo zwischen Europa und Korea die Jumbos auftanken. Halbzeit auf der modernen Seidenstrasse!

oftmals wurden wir schon gefragt, wann wir denn nun einen Vortrag über
unser silkroad-project.eu halten werden. Das ist nicht einfach. Eine
solche Reise entfaltet ihre Erkenntnisse erst im Laufe eines Lebens...

Heute um 12:00 Uhr werden wir auf der CYCOLONIA in Köln über
unsere Erfahrungen berichten. Zusammen mit weiteren fünf
ExtremradlerInnen, mit denen wir zu Kandidaten für den
"Long-Distance-Biker 2012" nominiert wurden. Ihr findet eine kleine
Bechreibung auf unserer Seitewww.silkroad-project.eu .

Wir wüden uns freuen, wenn der eine oder die andere von euch dabei sein
kann. Natürlich dürft ihr dann auch (für uns) stimmen. Aber wir
verstehen die Veranstaltung weniger als Konkurrenz, denn als Austausch.

Freitag, 9. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr fahren wir wieder durch die Wüste.

Heute bauen wir unseren Stand auf auf der CYCOLONIA.

Donnerstag, 8. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr erleben wir eine wunderbare Abendstimmung in Buchara.

8. März ist Weltfrauentag!

Unsere Multimedischau ist endlich fertig. Wir werden sie am Samstag 12:00 und Sonntag 13:30 in Gladbacher Wall 5 – 50670 Köln zeigen.

Mittwoch, 7. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besuchen wir eine Wintermoschee in Buchara.

Gestern wurde Gundas KOGA Signature fertig: Nach 21.000 km ein neues Hinterrad (Nabe) und nach 16.000 km einen neuen mittleren und kleinen Zahnkranz.

Gestern berichtete arte über Fukushima. Vieles hat man doch verschwiegen:

Was ereignete sich tatsächlich am Tag der Havarie, dieser Frage gehen die Fernsehjournalisten Michael Müller, Peter F. Müller und Philipp Abresch in einer Dokumentation nach, die am Dienstagabend im Fernsehsender arte ausgestrahlt wird. Ekkehard Sieker hat die Recherche zu diesem Film unterstützt. Seinen Erkenntnissen zufolge haben sich die verschiedenen Reaktorblöcke am Unglückstag unterschiedlich verhalten. In vier von sechs Reaktorgebäuden kam es zur Explosion, die jede für sich anders verlief und dies deutet auf Hintergründe der Katastrophe hin, die dieser eine neue Dimension geben würden. Was also geschah am 11. März 2011 in Fukushima?

Bereits das Erdbeben fügt den Reaktorblöcken schwere Defekte zu. Als dann der Tsunami auf die Blöcke trifft, kommt es zu einer Kette verhängnisvoller Ereignisse. Nach Angaben des Reaktoringenieurs Arnold Gundersen, der unter anderem die US-Atom-Aufsichtsbehöre NRC und den Kongress beriet, bewirkt die Flutwelle zwei Dinge: Sie zerstört die Dieselgeneratoren, die als Not-Aggregate Strom für die Kühlung des Kraftwerks bereitstehen sollten. Und sie zerstört alle Wasser-Pumpen am Küstenstreifen. Selbst wenn die Generatoren gelaufen wären, es hätte kein Wasser zum Kühlen der Anlagen gegeben.

Schnell erhitzt sich der Reaktor in Block 1 auf über 1000 °C. Das Wasser verdampft zu Wasserdampf. Die Metalle der Hüllrohre, in denen sich das angereicherte Uran befindet, oxidieren mit dem Sauerstoff des umgebenden Wasserdampfes. Wasserstoff wird freigesetzt. Währenddessen steigt der Druck im Reaktorkessel kontinuierlich an. Per Hand versuchen Arbeiter Ventile zu öffnen, um die Gase, die sich im Kessel bilden, abzulassen. Doch der Wasserstoff und die Gase steigen nach oben, unter das Dach. Es kommt zu einer chemischen Explosion, die auch die äußere Hülle des Reaktorblocks 1 zerreißt.

Zwei Tage nach Block 1 wird auch Block 3 von einer gewaltigen Detonation erschüttert. Dabei unterscheidet sich nach den Recherchen von Ekkehard Sieker die Explosion in Block 3 völlig von der aus Block 1. Arnold Gundersen beobachtet über Reaktor 3 einen hellen Blitz, der weit in die Höhe reicht. Im Gegensatz zur relativ flachen, chemischen Explosion aus Reaktor 1 wird in Block 3 viel mehr Energie freigesetzt. Es besteht der Verdacht, dass es sich hier nicht mehr nur um eine rein chemische, sondern um eine nukleare Explosion handelt. Es kommt zur prompten Kritikalität, zur kurzzeitigen Freisetzung von nuklearer Energie.

Diese ungeheuerliche Annahme fußt nach Sieker auf nachvollziehbaren Gründen. So wurde der Reaktor mit Mischoxidbrennelementen betrieben, die sowohl Uranoxid als auch Plutoniumoxid enthielten. Wie ein Fingerabdruck lassen sich die Brennelemente aus Reaktor 3 beispielsweise von denen aus Block 1 unterscheiden. Hätte es sich bei der Explosion um eine einfache Wasserstoffexplosion gehandelt, dann hätten in der Umgebung und auch noch Kilometer entfernt Spuren diese Brennelemente gar nicht gefunden werden dürfen. Doch das wurde es. In Form von hoch radioaktivem Plutonium, und das nicht zu knapp.

Ein weiterer Aspekt, dem der Dokumentarfilm nachgeht, sind die Vorgänge aus dem Reaktorblock 4. Zum Zeitpunkt des Erbebens und des Tsunamis ist dieser nicht in Betrieb. Es befindet sich kein Brennstoff im Reaktor. Die Brennstäbe waren aus dem Sicherheitsbehälter entfernt worden und wurden in dem Abklingbecken des Blocks 4 gelagert. Entscheidend ist für Sieker, dass neben den Reaktoren die Abklingbecken als Risikofaktoren vollkommen vernachlässigt wurden. Um sich Kosten für die Zwischenlagerung zu sparen, hatte man in diesen riesigen Kühlbecken in Fukushima Brennelemente, die mehreren Reaktorkernen entsprechen, zum Abkühlen gelagert. Sobald jedoch die Kühlung ausfällt, wird es kritisch. Genau das passierte in Block 4. Von Hubschraubern aus wird versucht, Wasser in die Abklingbecken zu schütten. Doch das Wasser verdampft, der Wasserspiegel sinkt unaufhörlich, bis die Spitzen der Brennstäbe freiliegen. Es kommt zu einer weiteren Wasserstoffexplosion, obwohl der Reaktor nicht mehr in Betrieb ist.

Es sind vor allem diese zwei Tatsachen, so Sieker, die bisher bei der Aufarbeitung der Katastrophe konsequent verdrängt werden: Erstens, dass es zur prompten Kritikalität in Reaktor 3 kam und zweitens, dass die Abklingbecken der Atomkraftwerke ein viel höheres Risiko bergen, als bisher angenommen. Und eigentlich müssten deshalb nun weltweit die Atomkraftwerke sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Schließlich hat sich in Fukushima gezeigt, wie bis dato ein als rein theoretisch angenommenes Risiko eintreten und traurige Wirklichkeit werden kann.

Während der Rest der Weltöffentlichkeit bei den dramatischen Bildern der explodierenden Reaktoren die Hände über dem Kopf zusammenschlug und voller Ratlosigkeit gen Japan blickte, nimmt das Land selbst sein Schicksal stoisch hin. Bisher gibt es keine klare Zahl der Toten, die das Reaktorunglück forderte, auch nicht solche der Menschen, die akute Schäden davon getragen haben. Die Daten, die übermittelt werden, haben nach Ansicht von Sieker mit der Realität nicht viel zu tun, sondern basieren auf Schätzungen, auf reinem Simulationswissen. Kein Mensch weiß wirklich, wie es in den Reaktoren aussieht. Sicher, Dinge, die im Unklaren liegen, lassen sich schwer weitergeben. Doch alleine das, dass man es eben nicht weiß, wäre ja schon Information genug.

Welche Folgen Fukushima für Mensch und Umwelt noch bereit hält, ist nicht auszumachen. Zynisch ausgedrückt bleibt Fukushima ein einziges gigantisches Experiment, dessen zeitliche Dimension und Langzeitwirkung unsere Vorstellungskraft überdauert – eine Dimension der Gefährdung, die noch lange nicht zu Ende gedacht ist.

Die Dokumentation "Fukushima - Die Wahrheit hinter dem Super-GAU" wird am 6. März 2011 um 20.15 Uhr auf ARTE im Rahmen des Themenabends "Störfall Japan - Das Leben nach der Katastrophe" ausgestrahlt. Die Wiederholung läuft am 8. März um 10.30 Uhr.

Dienstag, 6. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besichtigen wir das Torhaus in Buchara. Das Gebäude der Chor-Minor-Madrasa mit vier Türmen, eigentlich das Tor- oder Pförtnerhaus einer heute verschwundenen Madrasa, wurde 1807 von einem reichen Kaufmann erbaut.

Gestern wurde in Bonn eine Fotoschau über Usbekistan eröffnet.

Montag, 5. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr gehen wir ins Hammām (‏حمّام ‎, DMG ḥammām).

Heute lesen wir von Demonstrationen in Kirgisistan (kirgisisch Кыргызстан/Kyrgysstan; amtlich Кыргыз Республикасы/Kyrgys Respublikasi; russisch Киргизская Республика/Kirgisskaja Respublika; dt. Kirgisische Republik). Im Juni 2010 war es zu Unruhen gekommen.

Sonntag, 4. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besichtigen wir die älteste erhaltene Moschee Zentralasiens aus dem 12. Jahrhundert, die Mag'oki-Attori-Moschee, an der Stelle eines ehemaligen sogdischen Tempels. Rund um das Wasserbecken Labi Hovuz im Zentrum der Altstadt gruppieren sich die Ko‘kаldоsh-Madrasa (1568) und die ursprünglich als Karawanserei geplante Nоdir-Dеvоnbеgi-Madrasa.

Heute gibt es erste Ergebnisse der iranischen Parlamentswahl.

Samstag, 3. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr gibt es Pilaw (usbekisch: Palov/Osh, albanisch: Pilaf, armenisch: Pilav/փիլավ,, aserbaidschanisch: Plov, bosnisch: Pilav, griechisch: Pilafi/πιλάφι, persisch: Polow, rumänisch: Pilaf, russisch: Plow/плов, serbisch: Pilav/пилав, türkisch: Pilav).

Wolfgang nahm gestern an der
Preisverleihung des Anne-Klein-Frauenpreis teil.

Der erste Anne-Klein-Frauenpreis der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung wird an Dr. Nivedita Prasad verliehen.
Dr. Nivedita Prasad ist 1967 in Madras/Indien geboren worden. Sie hat an der FU Berlin Sozialpädagogik studiert und an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum Thema: „Gewalt gegen Migrantinnen und die Gefahr ihrer Instrumentalisierung im Kontext von Migrationsbeschränkung“ promoviert.
Als freiberufliche Dozentin und Publizistin entwickelt sie u.a. Konzepte zur Integration von Menschenrechten an Hoch- und Fachhochschulen und in der Praxis der Sozialarbeit. Sie hat zahlreiche Aufsätzen und Bücher veröffentlicht.

Auf unserer Reise in Usbekistan sahen wir immer wieder große Plakatwände, auf denen offensichtlich vor Frauenhändlern gewarnt wurde.

Freitag, 2. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besichtigen wir das Ensemble Poi Kalon, das aus dem Kalon-Minarett von 1127, der Kalon-Moschee (15. Jahrhundert) und der ihr gegenüberliegenden Miri-Arab-Madrasa (1536) besteht. Letztere ist die einzige Madrasa Zentralasiens, die bis heute ununterbrochen ihrem Zweck dient.

Die Bürger Irans wählen heute ein neues Parlament.

Donnerstag, 1. März 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr besuchen wir das älteste erhaltene Zeugnis islamischer Architektur in Zentralasien: Das Samaniden-Mausoleum .

Heute findet in Berlin diese Veranstaltung statt:

HIGH LEVEL HEARING
Berlin, 22. Februar 2012
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,
hiermit möchten wir Sie / Euch herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung:
„Von usbekischen Baumwollfeldern zur Militärbasis in Termez“,
ein High Level Hearing zu Usbekistan und Deutschland
am Donnerstag, den 1. März 2012, von 13.00 bis 18.30 Uhr
in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg,
Jägerstraße 1, 10117 Berlin, einladen.
Vertreter staatlicher und internationaler Institutionen werden mit Vertretern aus Wirtschaft
und Nichtregierungsorganisationen das deutsch-usbekische Verhältnis erörtern. Von staatlich
geförderter Kinderarbeit in der Baumwollernte bis zur systematischen Anwendung von Folter:
um die Menschenrechte in Usbekistan ist es erschreckend bestellt - das Land gilt als eines der
repressivsten Regime der Welt. Unsere Experten diskutieren, inwiefern sich politische und
wirtschaftliche Interessen westlicher Akteure auf die Förderung der Menschenrechte in
Usbekistan auswirken. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Rolle Deutschlands und die
militärischen Interessen im Rahmen der NATO-geführten Afghanistan-Mission liegen.
Die Anhörung findet in englischer und deutscher Sprache statt. Eine Übersicht über die
Themen und Teilnehmer der Veranstaltung finden Sie auf den nächsten Seiten.
Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung des Usbekisch-deutschen Forums für
Menschenrechte, Anti-Slavery International, Human Rights Watch, der Usbekistan Press
Freedom Group, terres des hommes, der Eurasian Transition-Group, des INKOTA-netzwerks,
und der Kampagne für Saubere Kleidung.
Wir bitten um Anmeldung unter hearing@ecchr.eu und freuen uns auf Ihr Kommen!
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck
Generalsekretär
HIGH LEVEL HEARING: VON USBEKISCHEN BAUMWOLLFELDERN UND DER MILITÄRBASIS IN TERMEZ
SEITE 1
PROGRAMM
1) 13:00 – 13:30 EINFÜHRUNG UND FILMVORSTELLUNG
Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR
Umida Niyazova, Vorsitzende des Usbekisch-deutschen Forums für Menschenrechte
2) 13.30 -15.15 UHR: TEIL I – WER PROFITIERT VON DER ZWANGSARBEIT DER
KINDER AUF DEN BAUMWOLLFELDERN?
Das Thema ist die Rolle Deutschlands, europäischer Unternehmen, der Europäischen
Union bzw. der Internationalen Arbeitsorganisation in Bezug auf die staatlich
geförderte Kinderarbeit in der usbekischen Baumwollernte. Das Monopol der
usbekischen Regierung auf Baumwollproduktion und -export – Usbekistan ist der
drittgrößte Baumwollexporteur der Welt – hält das repressive Regime aufrecht. Wer
profitiert davon? Welche Maßnahmen können dazu beitragen, dies zu ändern?
Moderatorin: Miriam Saage-Maaß, ECCHR Programmdirektorin Wirtschaft und
Menschenrechte
Kurze Video-botschaft von Deniz Kandiyoti, Professorin und Vorsitzende des Centre
of Contemporary Central Asia & the Caucasus an der London School of Oriental and
African Studies
Diskussionsteilnehmer:
Renate Hornung-Draus, Mitglied des Verwaltungsrats der Internationalen
Arbeitsorganisation (ILO), Vizepräsidentin der International Organisation of
Employers (IOE), Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände (BDA):
Bemühungen der ILO zur Überwindung von Usbekistans unkooperativen Haltung
Angelika Graf, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD):
Deutschland im Kampf gegen Kinderarbeit auf usbekischen Baumwollfeldern:
Herausforderungen an und durch die deutsche Realpolitik
Bernhard Duch, Stellvertretender Leiter des Referats Osteuropa (ohne EU),
Südkaukasus, Zentralasien im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie:
Die deutsch-usbekischen Wirtschaftsbeziehungen
Craig Murray, Ehemaliger britischer Botschafter in Usbekistan:
Baumwolle und autoritäre Systeme
Hugh Williamson, Direktor, Abteilung Europa & Zentralasien, Human Rights Watch:
Die Europäische Union zwischen Handel, Sanktionen und Dialog
3) 15.15 - 15.45 UHR: KAFFEEPAUSE
HIGH LEVEL HEARING: VON USBEKISCHEN BAUMWOLLFELDERN UND DER MILITÄRBASIS IN TERMEZ
SEITE 2
4) 15.45 - 17.30 UHR: TEIL II: DEUTSCHLAND: STRATEGISCHE INTERESSEN UND
DIE LAGE DER MENSCHENRECHTE IN USBEKISTAN
Wegen seiner südlichen Grenze zu Afghanistan ist Usbekistan ein wichtiger
strategischer Partner für die Länder der NATO-geführten Anstrengungen gegen die
Taliban, insbesondere in Zusammenhang mit den Versorgungswegen des „Northern
Distribution Network“. Seit einem Jahrzehnt pachtet Deutschland von der usbekischen
Regierung die Militärbasis in Termez. Dabei bleibt die Lage der Menschenrechte in
Usbekistan – auch nachdem die EU die in Folge des Massakers von Andijan
verhängen Sanktionen aufgehoben hat – desolat. Wie sind strategische Interessen in
Einklang mit einer menschenrechtsorientierten Außenpolitik zu bringen? Unsere
Experten diskutieren, wie diese und weitere Herausforderungen auf dem Weg
Usbekistans zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wahrung der Menschenrechte
angegangen werden sollten.
Moderator: Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR
Diskussionsteilnehmer:
Theo van Boven, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter über Folter:
Vom Massaker in Andijan zu Erkenntnissen über „systematische und weit verbreitete“
Folter: Einordnung der Situation in Usbekistan
Patricia Flor, Beauftragte für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Auswärtiges Amt
Deutschland:
Usbekistan in regionaler Perspektive
Sanjar Umarow, ehemaliger politischer Gefangener in Usbekistan und Vorsitzender
der Sunshine Coalition of Uzbekistan:
Die Ausübung bürgerlicher und politischer Rechte in Usbekistan und die Rolle der
internationalen Gemeinschaft
Scott Horton, Redakteur, Harper‘s Magazine:
Usbekistan als Werte-Dilemma der NATO
5) 17.30 - 17.50 UHR: ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG
Jan Egeland, Europa-Direktor von Human Rights Watch, ehemaliger UNUntergeneralsekretär
für humanitäre Angelegenheiten und ehemaliger norwegischer
Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten.
6) 17.50 - 18.30 UHR: COCKTAILEMPFANGLink

Mittwoch, 29. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr : Einen 29. Februar gab es nicht!

Morgen nimmt Wolfgang teil am

9. Forum Globale Fragen kompakt am 1. März 2012 im Auswärtigen Amt: Das Humanitäre Dilemma - Neutralität der Humanitären Hilfe in Konflikten

Das Humanitäre Völkerrecht begründet mit den Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit das Fundament der humanitären Hilfe. Mit dem Europäischen Konsens (2007) und dem Vertrag von Lissabon (2009) fanden diese Grundpfeiler erstmals formellen Eingang in das Rechtssystem der Europäischen Union. Staatlichen sowie nichtstaatlichen Akteuren wurde damit ein klarer normativer Rahmen gesetzt. Die komplexen Konfliktsituationen, mit denen humanitäre Akteure heutzutage zunehmend konfrontiert werden, stellen diese Prinzipien in der Praxis allerdings oftmals vor Herausforderungen.

Die Einhaltung der humanitären Prinzipien ist kein theoretisches Problem oder eine Frage der Opportunität – es geht um Glaubwürdigkeit und Akzeptanz und damit Zugang und Sicherheit humanitärer Hilfsaktionen innerhalb der betroffenen Bevölkerung und durch die Konfliktparteien. In der praktischen Umsetzung, insbesondere in komplexen Situationen, stößt die Aufrechterhaltung dieses Anspruches jedoch häufig auf Einschränkungen und Widerspruch. Hierzu gehören der schwindende humanitäre Raum durch Übergriffe und Restriktionen gegen humanitäre Hilfsorganisationen ebenso wie neue sicherheitspolitische Konzepte, bei denen Regierungen die humanitäre Hilfe mit politischen oder militärischen Interessen in Verbindung bringen. Aber auch Hilfsorganisationen tragen dazu bei, wenn sie einen politischen oder militärischen Schutzschirm fordern oder ihr humanitäres Mandat mit dem Einsatz für eigene politische Überzeugungen verbinden.

Gemeinsam mit der Caritas International, dem Deutschen Roten Kreuz und der Diakonie Katastrophenhilfe lädt das Auswärtige Amt zu einer Diskussion darüber ein, wie bzw. wie weit Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit der Humanitären Hilfe auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gewährleistet werden können bzw. eingehalten werden sollen.

Die Veranstaltung findet im Europasaal des Auswärtigen Amts statt.

Den Programmentwurf und das Anmeldeformular finden Sie hier:

Programmentwurf und Anmeldeformular (PDF, 485 KB)

Die Veranstaltung findet im Rahmen des World Health Summit in der Charité Berlin statt.

Dienstag, 28. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr machen wir einen ersten Spaziergang durch Buxoro, im deutschen Sprachraum zumeist als Buchara bekannt, (usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Бухоро; russisch Бухара; persischبُخارا‎, DMG Buḫārā)!


Montag, 27. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr erreichen wir Buxoro, im deutschen Sprachraum zumeist als Buchara bekannt, (usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Бухоро; russisch Бухара; persischبُخارا‎, DMG Buḫārā)!

Buchara ist die schönste Stadt unserer Reise.

Heute lesen wir von einem Attentat auf usbekischen Imam.

Sonntag, 26. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr überqueren wir den Amudarja (auch: Amudarya oder Amu-Darja; persischآمودریاĀmudaryā, aus dem altpersischen „Darajah“ über mittelpersisch (Pahlavi) „Drayak“ mit der Bedeutung „Meer“ oder „großer Wasserlauf“; usbekisch Amudaryo; tadschikisch Омударё/Omudarjo; turkmenisch Amyderýa; karakalpakisch A'miwda'rya; arabischجيحونDschaiḥūn/Gihon; russisch Амударья/Amudarja; im Altertum: Oxos, Oxus, Oaxus bzw. Uaxos) auf 185 m NN. Dies ist die tiefste Stelle seit dem Mittelmeer (Adana).

Seither sind wir über folgende Wasserscheiden gefahren:

Kartaldagi (1.126 m NN./99. Tag) zwischen Mittelmeer und Persischem Golf;

Zāgros-Gebirge (auch Sagros, persischرشته‌كوه‌های زاگرسReschte-Kuhha-ye Zāgros) (2.188 m NN./153. Tag) zwischen Persischem Golf und Dasht e Kabir;

Kopet-Dag-Gebirge (auch Koppe Dag, Koppeh Dagh, Köpet Dag, turkmenisch Köpetdag, persischکپه‌داغKopedāgh, russisch Копетдаг) (1.016 m NN./202. Tag) zwischen Dashtv e Kabir und Aralsee.

Von hier aus geht es mehr oder weniger am Amudarja, Pjandsch (auch Panj, Pandz, Pjandz oder Pandscha, Dari پنج pandsch, DMG panǧ, tadschikisch Панҷ Pandsch) bzw. Wachsch (tadschikisch Вахш bzw. ‏وخش‎; auch Vachs, Vakhsh und Vachsch, sein Oberlauf wird Kyzyl-Suu genannt) zum Irkeschtam (kirgisisch/russisch Иркештам; nach anderen Umschriften Irkeshtam oder Irkeštam) - Paß (3.723 m NN./296. Tag) , der Wasserscheide zum Tarimbecken (Chinesisch: 塔里木盆地, Pinyin: Tǎlǐmù Péndì).

Samstag, 25. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr erleben wir die kälteste Nacht mit - 15° in der Wüste und sehen ein, daß wir es nicht am nächsten Tag zur Grenze schaffen werden.

Heute lesen wir von OSZE-Bemühungen um Turkmenistan. Ja, wir sind wieder in Europa! Wir fahren ja schließlich auch auf einer Europastrasse!

Freitag, 24. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr fahren wir durch eine Wüste wie im Bilderbuch.

Wir befinden uns im Tiefland von Turan, im südöstlichen Teil der Karakum-Wüste. Links von uns irgendwo gigantische Wasserprojekte. Wir finden Artikel dazu: (1) (2) (3).
Bei der Eroberung der Stadt Merw (altpersisch: Margiana; neupersisch: ‏مروMarv, auch Merv oder Mary, russisch Мерв), durch die wir gestern fuhren, unter dem Mongolen Tolui Khan, Sohn des Dschingis Khan, im Jahre 1221 wurde die blühende Metropole zerstört und die Bevölkerung fast vollständig ermordet. Nach Meinung einiger Historiker wurden im Zuge der Belagerung mehr als 1 Million Menschen getötet, mehrere Hunderttausend davon Flüchtlinge, die in die Stadt geflohen waren. Damit ist die Belagerung eine der blutigsten Eroberungen der Weltgeschichte.

Heute erreicht uns eine mail der deutschen Friedensbewegung mit einem Aufruf zur Unterzeichnung einer Erklärung zum Iran-Konflikt.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr ist alles eingefroren, als wir aufwachen.

Von hier aus geht nach rechts die alte Seidenstraße immer den Amudarja (auch: Amudarya oder Amu-Darja; persischآمودریاĀmudaryā, aus dem altpersischen „Darajah“ über mittelpersisch (Pahlavi) „Drayak“ mit der Bedeutung „Meer“ oder „großer Wasserlauf“; usbekisch Amudaryo; tadschikisch Омударё/Omudarjo; turkmenisch Amyderýa; karakalpakisch A'miwda'rya; arabischجيحونDschaiḥūn/Gihon; russisch Амударья/Amudarja; im Altertum: Oxos, Oxus, Oaxus bzw. Uaxos) entlang nach Termiz (usbek.-kyrill. Термиз; russisch Термез, Termes; auch als Termez transkribiert) und in den Pamir (womöglich aus Sanskrit upa-meru, „Nahe dem (Berg) Meru“, oder aus Persisch pāye mihr, „Zu Füßen Mithras“), immer nördlich des Hindukusch (persischهندوکش‎), (Sanskrit/Hindi हिन्दू ठोस ). Wir fahren aer geradeaus, weil da die Entfernung zur Grenze am geringsten ist (wegen unseres Visums) und weil wir die berühmten Seidenstraßenstädte Buxoro, im deutschen Sprachraum zumeist als Buchara bekannt, (usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Бухоро; russisch Бухара; persischبُخارا‎, DMG Buḫārā) und Samarqand (deutsch Samarkand[1]; usbekisch-kyrillisch und tadschikisch Самарқанд, persischسمرقند‎ ; russisch Самарканд/Samarkand; sogdisch für „steinerne Stadt“) sehen wollen.

Heute lesen wir über einen Pfarrer in Mary.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr kämpfen wir uns über unendlich schlechte Straßen durch die zu Baumwollfeldern bewässerte Wüste. Hier wird das Wasser abgeleitet, das eigentlich den Aralsee speisen sollte.

Heute lesen wir von einem Projekt zur Rettung des Aralsees.

Dienstag, 21. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

So kann´s auch gehen: Uwe und Isabell sind wieder daheim - gesponsert in der Business-Class!

Heute vor einem Jahr verlassen wir nach drei Monaten denايران.

Bisher unveröffentlichte Notizen:

Mit einem Schlag in einer ganz anderen Kultur: bunte Kleider. Verschiedenste Kopfbedeckungen, gruselige Latrinen, kein Wasser mehr am oder auf dem Klo, aber auch nicht mehr die persische Gastfreundschaft. Kein Teeangebot etc

Im Rückblick auf diese Zeit im Iran überwiegen die wunderbaren Menschen, die uns eingeladen haben und viel von der Seele des Landes gezeigt. In der aktuellen Situation aber, wo wir an der Grenze zwei Stunden warten mußten, weil der Computer unsere Daten nicht akzeptiert hat, war die Angst im Vordergrund. Die ganze Zeit im Iran hatten wir von dem inhaftierten Journalisten gehört, sowohl über tagesschau.de in mails, als auch im iranischen Fernsehen. Gerade jetzt veröffentlicht er sein Buch über sein Erfahrungen im Gefägnis. Vor einem Jahr wurde er von Westerwelle persönlich abgeholt.

Wir hatten im Iran immer Angst, weil die Gefahr nicht einschätzbar war. Weniger, wie wir uns selber verhielten, wäre der Grund für eine mögliche Festnahme, sondern daß wir in irgendeiner politischen Krise als Erpressungsmittel dienen könnten. So dachten wir. Umso weniger wollten wir irgendeinen Anlaß liefern. Deshalb gibt es keine Fotos von den vielen Militär- und Atomanlagen, an denen wir vorbeigefahren sind. Auch keine heimlichen.

Offizielle Organe, angefangen vom Botschaftspersonal in Ankara über Polizei bis hin zu den Grenzorganen waren nicht nur korrekt und höflich, sondern oft sogar besonders hilfsbereit. Auch bei der zweimaligen Verlängerung des Visums gab es keinerlei Schwierigkeiten. Und viele Menschen erlebten wir so gastfreundlich, daß wir wir auch heute noch nicht genauer beschreiben wollen, wie sie uns geholfen haben, um sie im Nachheinein nicht zu gefährden. Wissen wir doch über die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes:

  • Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon) sollte insgesamt restriktiv und mit der gebotenen Sensibilität gehandhabt werden. Dem Auswärtigen Amt sind Fälle bekannt geworden, in denen Touristen Kameras abgenommen und sie vorübergehend festgenommen wurden, da sie verdächtigt wurden, öffentliche Gebäude oder Demonstrationen fotografiert zu haben. Ebenfalls abzusehen ist vom Versenden von Fotos oder Reiseberichten, die in irgendeiner Weise Bezug zu aktuellen politischen Entwicklungen haben. Gleiches gilt für SMS und Telefonate. Die entsprechende Kommunikation wird überwacht und es sind Fälle bekannt, bei denen ausländische Staatsangehörige aufgrund derartiger Kommunikation mit ihrem Heimatland angeklagt und verurteilt worden sind. Die Kommunikation im Inland und mit dem Ausland ist phasenweise sehr schwierig und nicht immer möglich.
  • Nach den Massenprotesten gegen die Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni 2009, die vielfach unter Anwendung von Gewalt aufgelöst wurden und auch Tote gefordert haben, war es in Teheran und anderen Städten des Landes in unregelmäßigen Abständen zu weiteren Demonstrationen und gewaltsamen Gegenreaktionen gekommen. Die Proteste waren - insbesondere zu politisch wichtigen Ereignissen wie am Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft (4. November), am sog. Studententag (7. Dezember), dem Aschura-Fest (Im Jahr 2011 am 6. Dezember) oder am Revolutionstag (11. Februar) - wieder aufgeflammt. An diesen Daten ist besondere Vorsicht geboten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es abhängig von der politischen Entwicklung zu weiteren Demonstrationen kommen kann.
  • Iranischen Bürgern ist seit 4. Januar 2010 der Kontakt zu zahlreichen westlichen Organisationen und Medien verboten ist. Iraner wurden zudem aufgefordert, keine Kontakte mit Ausländern, ausländischen Botschaften und mit ihnen zusammenarbeitenden Organisationen „über das normale Maß“ hinaus zu pflegen. In Einzelfällen wurden deutsche Staatsangehörige, die ihre Unterkunft in Iran über soziale Netzwerke im Internet organisiert hatten, von den iranischen Behörden überprüft und um sofortige Ausreise gebeten. Reisende sollten dies bei der Wahl einer Unterkunft insbesondere bei ihnen persönlich unbekannten Gastgebern bedenken.

Auch deshalb war es uns so wichtig, am Revolutionstag, dem 11. Februar weit weg von Teheran zu sein.

Angst hatten wir natürlich auch davor, überfallen zu werden. Es ist allgemein bekannt, daß der Iran nicht an das internationale Bankensystem angeschlossen ist und daher weder ausländische Schecks noch Kreditkarten funktioniern. Jeder kann sich ausmalen, daß Reiseradler ihre gesamte Reisekasse zumindest für den Iran in bar mit sich führen. In unserem Falle sogar noch viel mehr, denn auch die Zentralasiatischen Länder bis Kirgisistan ließen keine zuverlässigen Geldautomaten etc. vermuten. Erst in China funktioiert dann alles wieder wie in Frankfurt auf der Zeil.

Andererseits wußten wir auch, daß Ausländer relativ sicher sind; die einzige Gefahr ist, daß ihre Pässe gestohlen werden. Und dies ist uns ja zweimal passiert, bei falschen Polizisten, die unbedingt unsere Pässe haben wolten. Wir lernten, daß die einzige Möglichkeit sie loszuwerden ist, Einheimische anzuhalten. Da hatten wir Glück: einmal hielt ein Polizeifahrzeug und das andere Mal ein Motorradfahrer. Und die Gauner waren jeweils schnell weg. In der Situation blieb die Unsicherheit, ob es wirklich falsche Polizisten sind, daher blieben wir so höflich wie möglich. Die Angst, mit echten Staatsorganen zu tun zu haben, lief mit. Und schließlich gibt es Graubereich von Freiwilligentruppen etc. etc. . Aber das werden wir nie klären.

Nervig waren die vielen aufdringlichen Autofahrer - wir können es uns nur erklären, daß sie unter Drogen stehen. Und die machen euphorisch; für uns besser als Alkohol, der eher aggressiv-distanzlos macht, wie wir in Zentralasien erleben werden.

Nun - es ist alles gut gegangen und scheinbar war die Verzögerung bei der Ausreise tatsächlich ein Computerproblem. Schließlich ging alles über eine Zentaldatei. Und vermutlich wollte kein Grenzer es auf seine Kappe nehmen, uns den Stempel zu geben, ohne seine Vorschriften erfüllt zu haben.

Jetzt waren wir also in Turkmenistan. Die Schrift konnten wir wieder lesen, das Datum war das uns gewohnte, Alkohol wieder erlaubt. Und die Russen haben es geschafft, ihren Einflußbereich in Vielem zu prägen. Also schien manches gewohnt aus Osteuropa oder der DDR.

Jetzt hatten wir wieder die Reiseinformationen des AA vor Augen:

Alle nach Turkmenistan eingereisten Ausländer müssen sich bei der Einreise an der Grenze registrieren lassen. Die Registrierungsgebühr beträgt 12,- US-Dollar, für Kinder bis 15 Jahre 5,- US-Dollar. Es wird eine grüne Ein- und Ausreisekarte ausgestellt. Die Ausreisekarte muss aufbewahrt und bei der Ausreise vorgelegt werden. Wenn sich Reisende länger als drei Tage in Turkmenistan aufhalten wollen, sind sie außerdem verpflichtet, sich in Aschgabat beim Staatlichen Migrationsdienst Turkmenistans, Asady-Straße, Tel.: 39 13 37, in anderen Städten bei dessen Zweigstellen, anzumelden. Die Anmeldung muss der Reisende selbst veranlassen; das gilt auch bei Unterkunft in einem Hotel. Der Reisende erhält von seinem Hotel eine Bestätigung über die Unterbringung, die bei der Anmeldung zusammen mit der Quittung über die bei Einreise gezahlte Registrierungsgebühr vorzulegen ist. Für die Anmeldung wird außerdem ein Passfoto benötigt. Die Anmeldung wird in Form eines Stempelvermerks in den Pass eingetragen. Vor der Ausreise muss sich der Reisende beim Immigrationsdienst abmelden. Auch die Abmeldung wird im Pass vermerkt. Das Vorhandensein beider Stempel wird bei der Ausreisekontrolle überprüft.

Da wir ein Transitvisum hatten, blieb uns die Unterwegsregistrierung erspart. Wir konnten uns also frei bewegen, waren aber unter enormem Zeitruck: 5 Tage bis Usbekistan!




Montag, 20. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr ist unser letzter Tag im Iran. Postkarten, Geldwechsel.

Heute ein mail von guten Freunden aus Teheran: "Es geht uns gut." Wir sind froh.
Frankreich und England kriegen kein Öl mehr aus dem Iran.

Link

Sonntag, 19. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr kündigt sich das schlechte Wetter an.

Für unseren Multimediavortrag auf der Cycolonia haben wir unsere Verkehrsmittel nun aufgeschlüsselt:

Gesamtstrecke: 33.243,05 km

davon 15.719,5 km mit dem Fahrrad

10.248,05 km mit dem Flugzeug

5.665 km mit dem Zug

1.364,44 km mit dem Schiff

98 km mit Fähren

und 88 km mit dem LKW.

Samstag, 18. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr geht es wieder bei Schneetreiben über einen Paß und dann in die Ebene zur Grenze nach Turkmenistan.

Die Inspektion der hinteren Nabe des Signature hat ergeben, daß die Lagerschalen leicht ausgeschlagen sind. Wir entscheiden uns für ein neues Hinterrad. Da es noch das Originalhinterrad ist, hat es jetzt eine Laufleistung von 21.180,35 km, was auch der normalen Lebensdauer der Nabe entspricht. Der kleine und mittlere Zahnkranz werden getauscht (nach 15.719,5 km), der große ist noch gut.

Freitag, 17. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr ist wieder ein Wintereinbruch in der Wüste. Wir sind an der Stelle vorbeigekommen, wo die alte Südroute der Seidenstraße über den Karakorum-Highway abzweigt. Der Krieg in Afghanistan (seit 1979) und ein Erdrutsch verhindern dies heute.

Wir beobachten interessiert die Entstehung des Buches über die Commons: Das Buch hat jetzt ein Inhaltverzeichnis und wir gratulieren Silke dazu!

Donnerstag, 16. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr werden wir zum zweiten Mal von falschen Polizisten angegriffen.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h sollte dies der schnellste Tag unserer Reise bleiben.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr bekommen wir einen frisch gebratenen Kebab-Spieß aus einem fahrenden Lieferwagen herausgereicht.

Wir erinnern uns, daß wir an diesem Tag viel geschenkt bekommen und die Menschen ganz aufgedreht sind. Wir vermuteten, daß es vielleicht mit Protesten der Opposition in Teheran zu tun haben könnte. Ein Auto hat auch das Foto eines - wir vermuten Oppositionspolitikers - in der Heckscheibe.
Heute wissen wir, daß damals die Oppositionspolitiker aus dem Verkehr gezogen wurden. Wir finden ein Plakat "ein Jahr danach".

Dienstag, 14. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr werden wir bei den Sanis wieder bekocht.

Wie auch im letzten Jahr, waren auch 2012 die Internetverbindungen zum und im Iran um den Revolutionstag herum wieder gekappt.

Die Süddeutsche berichtet heute wieder über die Anlage, an der wir vorbeigefahren waren.

Montag, 13. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr nerven uns die iranischen Autofahrer so, daß wir uns für die BahnCard100 in Deutschland entscheiden.

Um den Revolutionstag ist auch in diesem Jahr wieder das iranische Internet zensiert.

Sonntag, 12. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr war einer der großartigsten Tage unserer Reise: Unsere erste Herde Kamele und unser erster Sandsturm!

Heute ist Fahrrad-Putztag! Wolfgang macht sich an Gunda´s KOGA Signature!

Samstag, 11. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr erleben wir die Wüste im Schneematsch. Link
Bisher unveröffentlichte Notizen:

Im Rahmen des Revolutionstages ist das Internet sehr zensiert. Kein Google, keine SMS, kein Blog etc.

Südlich von uns liegt ein Naturreservat für Onager und Geparden.

Wolfgang besuchte gestern die Holocaust-gedenkstätte und die Topographie des Terrors . Parallelen zu unserer Reise ergeben sich sowohl als Gedenkstätte zum Mahnmal in Nagasaki, als auch thematisch zu den positiven Anspielungen auf die Wehrmacht in Albanien und zu Hitler im Irak und Iran.

Freitag, 10. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr verfolgen wir die Berichte aus Ägypten im iranischen Fernsehen.

Gestern hörte Wolfgang einen Vortrag von Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Hans-Jürgen Beerfeltz, zur neuen Politik des BMZ. Besonders in Tadschikistan hatten wir ja immer wieder Begegnungen mit GiZ-Fahrzeugen.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr fahren wir durch Pistazienplantagen und werden von Pilgern eingeladen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr ist ein wunderbarer Tag in der winterlichen Wüste.

Dienstag, 7. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr übernachten wir in einem Bergwerk.

Gestern gab es einen Bericht über den Journalisten, der vor einem Jahr im Iran freikam.

Montag, 6. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr sitzen wir ohne Trinkwasser in der Wüste.

Übrigens gibt es in Google Earth jeweils schöne Bilder von anderen von dem jeweiligen Ort. Und bei der Relecture aktualisieren wir auch jeweils den Standort von "vor einem Jahr".

Der Tatort von gestern erinnert an unsere Etappe im Balkan, vor allem die Gespräche mit Überlebenden der Belagerung in Sarajewo.

Sonntag, 5. Februar 2012

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr brechen wir endlich in die Wüste auf.

Wir finden eine Meldung, wonach hier genau vor 40 Jahren der schlimmste Schneesturm der Wetteraufzeichnungen mit 4.000 Toten und bis zu 8 m Neuschnee stattfand:

The Iran Blizzard of February 1972 resulted in the deaths of approximately 4,000 people.[1] A week-long period of low temperatures and winter storms, lasting from February 3 to February 9, 1972, dumped more than ten feet (3 metres) of snow across rural areas in northwestern, central and southern Iran.

Southern Iran sustained as much as 26 feet (8 metres) of snow, burying at least 4,000 villagers. According to contemporary reports by the newspaper Ettela'at, the city of Ardakan and outlying villages were hardest hit, with no survivors in Kakkan or Kumar. In the northwest, near the border with Turkey, the village of Sheklab and its 100 inhabitants were buried.[2]

This blizzard remains the deadliest in history.


Außerdem ist in Japan Frühlingsanfang 節分 .

Und Gerüchte sagen, daß Kurdistan sich zum Neujahrsbeginn als eigener Staat ausrufen wird: Artikel .